MySQL-Exporteur Dumpsync 0.1.22, IRC-Server Ergo 2.14.0, Markdown-Konverter Markitdown 0.0.1a3, CLI-Notizblock Note 0.3.0, Medienkonverter Reubah latest, ID3-Metadaten-Editor Rsid3 1.0.0a.
Dumpsync 0.1.22
MySQL-Datenbank-Dumps erzeugen
Quelle: https://github.com/Kremilly/DumpSync
Lizenz: MIT
Alternativen: MySQL
Bei MySQL und MariaDB mussten Sie für den Im- und Export von Dateien bisher auf die mitgelieferten Dump-Tools zurückgreifen. Das Rust-basierte Dumpsync erleichtert hier die Arbeit. Allerdings müssen Sie es mit Cargo selbst aus den Quellen bauen. Die Software stellt sieben Funktionen bereit, die Sie über Unterbefehle ansteuern. Zunächst legen Sie mit »dumpsync init« ein neues Sicherungsprojekt an. Dabei entsteht im aktuellen Verzeichnis die Konfigurationsdatei »dumpsync.yml«. Darin legen Sie fest, ob Dumpsync die Exporte komprimiert, vorhandene Dateien stets ersetzt und wie viele DB-Verbindungen es parallel öffnet. Verbindungs- und Zugangsdaten für Datenbanken und Remote-Hosts tragen Sie in der Datei »$HOME/.env« ein – ein klares Sicherheitsrisiko. Mit dem Unterbefehl »export« startet Dumpsync die Intervallsicherung der in »$HOME/.env« festgelegten Datenbank als lesbare SQL-Datei. Mit dem Schalter »-e« verschlüsselt es die Daten beim Speichern. Die Intervalldauer legen Sie ebenfalls in ».env« fest. Über »import« rekonstruieren Sie Datenbanken aus dem Export; mit »transfer« klappt das auch auf einem anderen Host. Mit »schema« sichern Sie lediglich die Struktur einer Datenbank, per »share« teilen Sie Exportdateien über die Plattform Pastebin.com.
Dumpsync selbst bringt nur eine Onlinehilfe mit, eine ausführliche Anleitung finden Sie im Github-Repo.
Ergo 2.14.0
Moderner IRC-Server
Quelle: https://github.com/ergochat/ergo
Lizenz: MIT
Alternativen: Irssi
Internet Relay Chat gehört zu den ältesten noch genutzten Chat-Protokollen. Mit dem Go-basierten Ergo steht nun ein moderner IRC-Server zur Verfügung, der den aktuellen IRCv3-Standard unterstützt. Binärpakete finden Sie auf Github. Sie enthalten unter anderem die Konfigurationsdatei »default.yaml«, die als Vorlage für eigene Anpassungen dienen kann. Mit dem Befehl »ergo defaultconfig« erzeugen Sie bei Bedarf eine neue Standardkonfiguration. Vor der ersten Nutzung legen Sie mit »ergo initdb« eine Datenbank für den IRC-Server an. Dazu verwendet Ergo ein natives Format, statt auf Standards wie SQLite oder MySQL zurückzugreifen. Mit per »ergo mkcerts« generierten, selbst signierten TLS-Zertifikaten sichern Sie die Kommunikation ab; mit »ergo genpasswd« erzeugen Sie neue Password-Hashes. Haben Sie alle Einstellungen getroffen, starten Sie mit »ergo run« den IRC-Dienst. Über die Option »–conf« lässt sich dazu eine alternative Konfiguration nutzen. Der Schalter »–smoke« testet lediglich die Einstellungen, ohne den Server zu starten. Ergo lässt sich über Plugins ausbauen, etwa zur Anbindung an einen LDAP-Service. Darüber hinaus unterstützt der Server IRC-Dienste wie NickServ und ChanServ zur Benutzer- und Kanalregistrierung. Eine ausführliche Dokumentation finden Sie im Github-Repository.
Möchten Sie einen modernen IRC-Server aufsetzen, sollten Sie Ergo ausprobieren.
Markitdown 0.0.1a3
Texte nach Markdown konvertieren
Quelle: https://github.com/microsoft/markitdown
Lizenz: MIT
Alternativen: keine
Die Satzsprache Markdown hat sich bei vielen Projekten als Standard für Dokumentationen etabliert. Liegen jedoch schon viele Texte in einem anderen Format vor, hilft das von Microsoft entwickelte Konvertierungswerkzeug Markitdown weiter. Sie nutzen das Python-Tool wahlweise als Konsolenclient oder integrieren es in eigene Skripte. Daneben steht auch eine Docker-Version bereit. Markitdown konvertiert Texte aus rund einem Dutzend Dateiformaten nach Markdown. Dazu zählen neben textbasierten Varianten wie HTML, CSV, JSON und XML auch komplexere Formate wie PDF, XLS oder Powerpoint. Bei Mediendateien wie Bildern oder Audios übernimmt Markitdown die EXIF-Metadaten. Das Tool kann auch einen lokal eingerichteten LLM-Client nutzen, um die Beschreibung der Medieninhalte zu formulieren. Die Software erkennt das Quellformat anhand des Magic Bytes in der Eingabedatei. Beim Aufruf nennen Sie Markitdown den Namen des zu konvertierenden Dokuments als Parameter, alternativ übergeben Sie die Daten via Pipe über die Standardeingabe. Das Ergebnis schreibt Markitdown in die Standardausgabe zurück, von wo Sie es per Pipe in eine Datei umleiten oder direkt an ein Drittprogramm durchreichen.
Markitdown ist ein sehr junges Projekt, dessen Entwicklung die Programmierer nach eigenen Aussagen sehr intensiv vorantreiben. Einige Anwendungsbeispiele finden Sie im Github-Repository, eine Dokumentation existiert noch nicht.
Note 0.3.0
Notizen in der Konsole erfassen
Quelle: https://github.com/armand-sauzay/note
Lizenz: MIT
Alternativen: Dnote, Tp-Note
Das Go-basierte Note unterstützt Sie beim Erfassen und Verwalten von Notizen auf der Konsole. Noch keine Distribution führt es in den Paketquellen. Sie greifen entweder auf eines der Binaries auf Github zurück oder übersetzen das Tool aus den Quellen selbst. Beim ersten Aufruf legt Note eine Standardkonfiguration in der Datei »$HOME/.config/note/config.yaml« an. Dort passen Sie bei Bedarf das Layout und das Erscheinungsbild an. Bei einem Aufruf ohne Parameter öffnet Note eine zweigeteilte Oberfläche. Links erscheint eine Baumstruktur mit allen Notizen und Notizordnern, durch die Sie mit den Pfeiltasten navigieren. Rechts sehen Sie den Inhalt der aktuellen Notiz, die Sie durch einen Druck auf die Eingabetaste öffnen und bearbeiten. Zum Formatieren des Inhalts dient die Satzsprache Markdown. Per [Tab]+ blenden Sie die Struktur am linken Rand aus und sehen dann nur noch den Inhalt. Eine neue Notiz legen Sie mit [N] an, einen neuen Ordner mit [Umschalt]+[N]. Nicht mehr benötigte Notizen archivieren Sie durch einen Druck auf die Rückschritttaste. Note speichert alle Notizen unter »$HOME/.local/share/note/«, archivierte Aufzeichnungen liegen im Unterordner »archive/«. Als Dateinamen nutzt Note stets einen Zeitstempel.
Note wird aktiv weiterentwickelt, weist jedoch noch Schwächen auf. So fehlen ihm bislang jegliche Sortier- und Suchfunktionen, die Dokumentation bleibt etwas dünn.
Reubah latest
Medien-Konvertierung
Quelle: https://github.com/dendianugerah/reubah
Lizenz: MIT
Alternativen: Convert
Linux bietet viele Konsolenwerkzeuge, um Dateien in verschiedenste Formate zu konvertieren. Mit Reubah steht jetzt ein komfortables Werkzeug zur Verfügung, mit dem Sie die wichtigsten Text- und Bildformate im Webbrowser konvertieren, ohne sich Befehlsparameter merken zu müssen. Das noch junge Tool findet sich in keinem Distro-Repository, am einfachsten und schnellsten binden Sie es als Docker-Container ein. Das Quellarchiv enthält eine Compose-Datei, die ein fertiges Image von Github bezieht. Standardmäßig erwartet der Dienst eingehende Verbindungen auf Port 8081. Der Container unterstützt weder eine Transportverschlüsselung, noch kennt er eine Benutzerverwaltung. Die Reubah-Seite begrüßt Sie mit einem übersichtlichen Design. Sie konvertieren einzelne Bilder und Texte oder starten die Konvertierung als Batch. Die zu konvertierende(n) Datei(en) wählen Sie über den Dateidialog des Browsers aus oder ziehen sie in die Seite hinein. Dann legen Sie das Zielformat sowie bei Mediendateien die Qualität und gegebenenfalls die Bildgröße fest. Im Batch-Modus verarbeitet Reubah mehrere Bilddateien in Folge oder fügt mehrere PDFs zu einem großen Dokument zusammen. Die Github-Seite bietet eine Übersicht aller angebotenen Konvertierungsrichtungen. Die Geschwindigkeit der Konvertierung hängt von der verwendeten Hardware ab.
Gerade bei nicht Linux-affinen Anwendern punktet Reubah durch seine extrem intuitive Bedienung.
Rsid3 1.0.0-alpha
id3-Metadaten anpassen
Quelle: https://github.com/randoragon/rsid3
Lizenz: GPLv2
Alternativen: EasyTag, Id3tool
Wer die Metadaten von MP3-Dateien bearbeiten möchte, braucht einen entsprechenden Editor. Mit dem Rust-basierten Tool Rsid3 steht jetzt ein Vertreter dieser Gattung zur Verfügung, der sich für die Integration in eigene Skripte eignet. Allerdings befindet sich die Software noch auf einem frühen Entwicklungsstand, Sie müssen sie selbst aus den Quellen kompilieren. Um lediglich die Metadaten einer MP3-Datei zu betrachten, übergeben Sie Rsid3 deren Namen als Aufrufparameter. Zur Ausgabe von Metadaten legen Sie deren Art und Reihenfolge über Schalter fest. So zeigt »–TIT2« den Titel und »–TPE1« den Interpreten. Standardmäßig gibt Rsid3 die Angaben zeilenweise aus. Für eine einzeilige Ausgabe zur Weiterverarbeitung definieren Sie mit »-d« einen Feldtrenner. Rsid3 kann Metadaten auch setzen. Dazu fügen Sie an den jeweiligen Schalter ein Gleichheitszeichen und dahinter den oder die neuen Werte an. Umgekehrt setzen Sie ein Minuszeichen hinter den jeweiligen Parameter, um einen Wert zu entfernen. Um alle Metadaten auf einmal zu löschen, gibt es den Schalter »–purge-all«. Sie können mit Rsid3 zudem die Metadaten zwischen den verschiedenen ID3-Versionen konvertieren. Eine Übersicht aller Funktionen bietet die Onlinehilfe »–help«, Anwendungsbeispiele finden Sie auf der Github-Seite.
Ungeachtet seines frühen Entwicklungsstands zeigt Rsid3 bereits viel Potenzial. (Uwe Vollbracht/jlu)












