Bat 0.23.0, Cppcheck 2.12.0, Goodhosts 1.1.1, Jq 1.7, Searxng latest, Ssh-tunnel-manager latest.
Bat 0.23.0
Cat-Alternative
Quelle: https://github.com/sharkdp/bat
Lizenz: Apache 2.0
Alternativen: Cat
Viele Anwender verwenden GNU Cat zur Konsolenausgabe von Textdateien. Die Rust-basierte Alternative Bat liefert eine optisch aufbereitete Ausgabe. Die meisten Distros enthalten nur ältere Versionen, Binärpakete des aktuellen Releases finden Sie auf Github. Bat 0.23 beherrscht eine neue Notation für nicht druckbare Zeichen und versteht mit »-S« ein Alias für »–wrap=never«.
Wie bei Cat übergeben Sie die auszugebende Datei als Aufrufparameter. Bat erkennt die verwendete Programmier- oder Satzsprache selbst und wählt ein geeignetes Highlighting. Eine Liste aller gut 170 unterstützten Sprachen liefert die Option »-L«, mit der Sie bei Bedarf auch ein bestimmtes Highlighting fest vorgeben. Anders als Cat besitzt Bat einen integrierten Pager, der ein bequemes Navigieren durch den Inhalt erlaubt. Er lässt sich mit »-P« aber auch deaktivieren. Nicht druckbare Zeichen blendet Bat aus, sofern Sie sie nicht mit »-A« explizit einblenden lassen. Das Tool nummeriert alle Ausgabezeilen. Mit »–style« wählen Sie dabei aus knapp einem Dutzend verschiedener Formatierungen, mit »-p« schalten Sie die Nummerierung ab. Daneben bietet Bat rund 20 Themes, mit denen Sie das Erscheinungsbild nach Wunsch anpassen. Eine Liste der verfügbaren Varianten liefert »–list-themes«, das Wunsch-Theme geben Sie hinter »–theme« an.
Wer eine schicke Alternative zu Cat sucht, wird bei Bat fündig.
Cppcheck 2.12.0
C/C++-Code prüfen
Quelle: https://github.com/danmar/cppcheck
Lizenz: GPLv3
Alternativen: Cpplint
Das C-basierte Werkzeug Cppcheck überprüft C/C++-Code auf Fehler und unsaubere Codestrukturen. Viele Distributionen liefern ältere Versionen des Tools aus, das aktuelle Release müssen Sie selbst kompilieren.
Um eine oder mehrere Quelldateien auf Korrektheit zu prüfen, geben Sie sie beim Aufruf als Parameter an. Geben Sie stattdessen einen Ordnernamen an, nimmt sich Cppcheck den kompletten dahinterliegenden Verzeichnisbaum vor und arbeitet alle enthaltenen C- und C++-Dateien ab. Eine Zusammenfassung des Ergebnisses gibt das Tool in der Konsole aus, mit »–xml« erfolgt die Ausgabe auf Wunsch auch im XML-Format. Einen detaillierten Report erhalten Sie mit der Option »–checkers-report«, hinter der Sie den Namen der Datei angeben, in der Cppcheck das Ergebnis ablegen soll. Das Tool nimmt eine Vielzahl von Prüfungen vor. So untersucht es beispielsweise den Codestil und bemängelt ungenutzte Funktionen. Mit dem Parameter »–enable« beschränken Sie die Prüfung bei Bedarf auf bestimmte Bereiche, plattformspezifische Tests stoßen Sie mit »–plattform« an. Standardmäßig prüft das Werkzeug, ob der Code C11- respektive C++20-kompatibel ist. Die Prüfung auf ältere Versionen erzwingen Sie gegebenenfalls mit dem Parameter »–std«.
Cppcheck bietet umfangreiche Möglichkeiten, um C/C++-Code auf Fehlerquellen zu prüfen. Einige Distributionen liefern Zusatz-Tools wie grafische Frontends mit.
Goodhosts 1.1.1
»hosts«-Dateien verwalten
Quelle: https://github.com/goodhosts/cli
Lizenz: MIT
Alternativen: keine
Die Namensauflösung über »hosts«-Dateien bietet in kleinen Netzen eine simple Alternative zum Betrieb eines komplexen DNS-Servers. Das Bearbeiten der »/etc/hosts« per Editor birgt aber auch Fehlerquellen, die das Go-Tool Goodhosts zu umgehen versucht. Fertige Binärpakete finden Sie bei Github. Für seine Arbeit benötigt Goodhosts administrative Rechte. Ohne Parameter aufgerufen, gibt es den aktuellen Inhalt der »/etc/hosts« aus. Neue Einträge legen Sie mit dem Unterbefehl »add« an, gefolgt von der IP-Adresse und dem oder den zugehörigen Host-Namen. Mit »check« und »remove« suchen beziehungsweise entfernen Sie Einträge. Die Unterbefehle »backup« und »restore« ermöglichen das Anlegen und Wiedereinspielen von Sicherungen. Beim Bearbeiten von Einträgen mit »edit« öffnet Goodhosts lediglich die »hosts«-Datei im Standardeditor. Generell ist das Tool nicht auf die Arbeit mit der »/etc/hosts« beschränkt: Mit dem Parameter »–file« können Sie damit auch andere Dateien pflegen, die einen ähnlichen Aufbau wie eine »hosts«-Datei aufweisen.
Goodhosts bietet vor allem Einsteigern die Sicherheit, beim Bearbeiten der »/etc/hosts« keine Fehler zu machen, kann aber auch erfahrenen Anwendern die Arbeit erleichtern. Es erledigt seine Aufgabe tadellos, lediglich das Fehlen einer Manpage fällt unangenehm auf. Immerhin gibt es eine Online-Hilfe (»-h«).
Jq 1.7
JSON-Prozessor für die Kommandozeile
Quelle: https://github.com/jqlang/jq
Lizenz: MIT
Alternativen: Sed, Awk
Sed, der Standard-Stream-Editor auf Unix-Systemen, stößt bei Formaten wie JSON an seine Grenzen. Hier springt das in C implementierte Jq in die Bresche. Das aktuelle Release 1.7 liegt auf Github in Form fertiger Binärpakete für viele Plattformen und Betriebssysteme vor.
Jq erwartet die zu verarbeitenden Daten als Datenstrom über die Standardeingabe, wobei Leerzeichen als Trenner fungieren. Als Parameter geben Sie den Filterausdruck an, den Jq auf die eingehenden Daten anwenden soll. Die durchlaufen dann sequenziell alle vorgegebenen Filter. Einige Parameter für Jq können Steuerelemente enthalten, die manche Shell als eigene Meta-Elemente interpretiert. Die Jq-Entwickler empfehlen deshalb, Parameter grundsätzlich in einfache Anführungszeichen zu setzen. Standardmäßig interpretiert Jq eingehende JSON-Objekte sofort bei Eintreffen und filtert sie. Soll es seine Arbeit erst beginnen, wenn alle Daten vorliegen, geben Sie den Schalter »-s« an. Im Gegensatz dazu interpretiert Jq mit »-R« alle Daten im Rohformat und filtert sie zeilenweise. Das Resultat der Verarbeitung landet in der Standardausgabe, wobei optionale Parameter für die Formatierung und farbliche Aufbereitung sorgen. Eine Ausgabe im ASCII-Format gelingt mit »-a«.
Die aktuelle Version ist das erste Major-Release seit fünf Jahren. Sie korrigiert zahlreiche Fehler und poliert viele Optionen auf. Ein Update lohnt sich also.
Searxng latest
Meta-Suchmaschine
Quelle: https://github.com/searxng/searxng
Lizenz: AGPLv3
Alternativen: Searx
Searxng, die Weiterführung des im September 2023 eingestellt Searx-Projekts, streut Internet-Suchanfragen über mehrere Suchmaschinen, um die Privacy zu verbessern. Während sich Searx in den Repos der meisten Distributionen findet, gibt es von Searxng bisher nur eine Entwicklerversion, die Sie via »git clone« beziehen, per »make install« in einer virtuellen Entwicklungsumgebung einrichten und mit »make run« lokal starten.
Das Werkzeug prüft die Verbindung zu den genutzten Suchportalen und öffnet einen Browser mit der Suchoberfläche, die an die frühe Google-Suchplattform erinnert. Geben Sie einen Suchbegriff ein, ermittelt Searxng das Ergebnis auf verschiedenen Plattformen und gibt es gebündelt aus. Dabei ergänzt es jeden Treffer um die Angabe, über welche Suchmaschinen es den jeweiligen Link gefunden hat. Außerdem bietet es eine Reihe alternativer Suchvorschläge an. Im Einstellungsmenü oben rechts treffen Sie Einstellungen zum Erscheinungsbild sowie zur Privatsphäre und legen fest, welche Suchplattformen Searxng bei einer Anfrage kontaktiert. Dabei können Sie getrennt angeben, welche Plattformen das Tool für allgemeine, Bild-, Video- oder Dateisuchen nutzt. So befragt es beispielsweise bei der Videosuche auch CCC-TV, Peertube und die öffentlich-rechtlichen Mediatheken.
Derzeit eignet sich Searxng eher für Experimentierfreudige. Es lohnt sich jedoch, das Projekt im Auge zu behalten.
Ssh-tunnel-manager latest
SSH-Tunnel verwalten
Quelle: https://github.com/magdyamr542/ssh-tunnel-manager
Lizenz: Freeware
Alternativen: Ssh
SSH unterstützt seit Langem das Tunneln von Verbindungen. Wollen Sie nicht jedes Mal alle Verbindungsparameter manuell eingeben, können Sie auf das Go-basierte Werkzeug Ssh-tunnel-manager zurückgreifen. Release- oder Binär-Pakete gibt es noch nicht; Sie müssen das Repository klonen und den Code selbst kompilieren. Nach der Installation legen Sie mit »add« eine neue Konfiguration an, die das Tool als JSON-Datei im Ordner »$HOME/.ssh-tunnel-manager/« ablegt. Für jeden Tunnel geben Sie einen eindeutigen Namen, den FQDN des SSH-Gateways, den verwendeten Gateway-Benutzernamen sowie FQDN und Port des Ziels an. Die Authentifizierung erfolgt per passwortlosem SSH-Key, das Tool unterstützt weder passwortgeschützte Schlüssel noch herkömmliche Credentials. Mit »list« aufgerufen, zeigt Ssh-tunnel-manager alle konfigurierten Verbindungen an, nicht mehr benötigte Einträge entfernen Sie mit »remove«. Eine Verbindung starten Sie mit dem Unterbefehl »tunnel«, gefolgt vom Verbindungsnamen. Über weitere Parameter geben Sie den Port an, auf dem die Zielmaschine eingehende Verbindungen erwartet. Lauscht der SSH-Dienst des Gateway-Servers nicht auf Port 22, lässt sich Ssh-tunnel-manager nicht verwenden, die Angabe eines alternativen Ports ist nicht vorgesehen.
Der noch recht junge Ssh-tunnel-manager ist ein interessantes Tool mit Potenzial, es fehlen aber noch grundlegende Funktionen. (Uwe Vollbracht/jlu)











