Aufgewacht – jetzt ist die richtige Zeit dafür: Klaus Knopper bringt sein Knoppix 8.5 Linux-Magazin Edition heraus und gewährt gleich kurzweilige Einblicke ins Räderwerk und beschreibt die neuen Features, für die er in den letzten Monaten manche Unruhe in Kauf genommen hat.
Die Cebit ist Geschichte, die jährliche Exklusiv-Ausgabe des Knoppix-Livesystems existiert weiter. Viele Jahre hatte ich auf der Open-Source-Bühne in Hannover meine Distribution vorgeführt, doch schon letztes Jahr kam der Open-Source-Park nicht mehr zustande – vielleicht ein Sinnbild für das bevorstehende Ende der ganzen Computermesse. Nun haben das Linux-Magazin und ich die Chemnitzer Linux-Tage ausgesucht, um Knoppix 8.5 vorzustellen und vorzuführen (siehe Kasten “Bühne frei!”).
Seit fast 20 Jahren erscheint etwa halbjährlich meine Zusammenstellung von GNU/Linux-Software unter dem Namen Knoppix (Knoppers Unix System). Das System ist so ausgelegt, dass es ohne Installation von DVD, USB-Flashdisk oder übers Netzwerk fertig konfiguriert sofort läuft. Das Software-Set eignet sich beispielsweise zum Arbeiten, Surfen im Internet, Spielen, Unterrichten, Lernen, Programmieren und Retten von Daten defekter Betriebssysteme.
Bühne frei!
Seit dem inhaltlichen Schwenk der Cebit und dem nachfolgenden Aus hat das Linux-Magazin nach einem neuen Podium gesucht, auf dem Klaus Knopper einen oft überraschenden Anwendungstipp an den anderen reihen kann – und zwar im Angesicht seiner Fans. Seine Vorträge haben sich bislang immer als Publikumsmagnet erwiesen. Die Redaktion freut sich, 2019 eine super Bühne gefunden zu haben: Klaus wird für alle Besucher der 21. Chemnitzer Linux-Tagen zwei ausführliche Präsentationen halten.
Unter dem Motto “Natürlich intelligent” geht er am Samstag, dem 16. März, ab 13:00 Uhr der Frage nach, wie viel KI in Knoppix steckt. Er zeigt, wie sich Systemsoftware mit Hilfe von künstlicher Intelligenz selbstständig an neue Umgebungen anpassen kann. Heimischer und praktischer geht es am Sonntag, 17. März, um 10:00 Uhr zu, wenn er unter dem Titel “Intelligente Geräte – Wer kontrolliert das Smart Home?” den Themen Security und Privacy im häuslichen Umfeld Raum gibt.
Unter https://www.linux-magazin.de/special/knoppix-auf-den-chemnitzer-linuxtagen-2019/ gibt es Details zum Nachsurfen. Finanziell möglich gemacht haben das Ganze die Sponsoren B1 Systems, Gonicus und Tuxedo Computers. Das Linux-Magazin wird vor Ort vertreten sein und beabsichtigt, ein limitiertes Kontingent von Knoppix-8.5-Ausgaben zu einem vergünstigten Preis unter die Besucher der wohl größten Linux-Community-Veranstaltung im deutschsprachigen Raum zu bringen.
DELUG-DVD
Wer die mit DVD ausgestattete Variante des Linux-Magazins besitzt, legt den Datenträger mit der A-Seite in sein Laufwerk und bootet den Rechner davon. Wer mag, darf über eingetippte Bootoptionen das Startverhalten des Knoppix-Systems beeinflussen.
Debian-Pakete-Mix als Grundlage
Die Version 8.5.0 ([1], Abbildung 1) habe ich im Auftrag des Linux-Magazins wie in den letzten Jahren zusammengestellt, nur diesmal zeitlich passend zu den Chemnitzer Linux-Tagen. Sie basiert in dieser Ausgabe auf der Next-Generation-Version des Debian-Zweigs Testing (Codename Buster). Die Vorab-Zweige nehme ich in erster Linie in Anspruch wegen der neueren Grafikbibliotheken, die für aktuelle Hardware notwendig sind, und der aktuellen Desktop-Programme.
Um eine möglichst breite Hardware-Unterstützung zu erreichen, verwende ich den (bei Redaktionsschluss) kürzlich erschienenen Kernel 4.20.6 sowie Xorg 7.7 (Core 1.20.3). Als optisches Schmankerl und komfortable Erweiterung zur sehr flott startenden Desktopoberfläche LXDE dient der 3-D-Compositor Compiz 0.9.13.1 (Abbildung 2).

Abbildung 1: Egal ob von DVD oder USB-Stick gebootet: Das (nicht nur) im deutschsprachigen Raum populäre Live-Linux Knoppix kommt exklusiv nun als Version 8.5 zu den Linux-Magazin-Lesern.
Bootoptionen als Notnagel
Normalerweise benötigt Knoppix keine Bootoptionen, um die vorgefundene Hardware inklusive Grafikkarte zu erkennen und das System optimal zu konfigurieren, es enthält eine Art “künstlicher Intelligenz”, um je nach Situation zu entscheiden, welche Einstellungen zu einem Computer passen müssten, worüber es auf den Chemnitzer Linux-Tagen auch einen Vortrag gibt.
Die zunehmende Anzahl verschiedener Chipsätze, die nicht alle im Fehlerfall sauber aussteigen, sondern mitunter zum Aufhängen eines Softwaremoduls führen, macht es aber manchmal doch notwendig, das eine oder andere Feature oder eine einzelne Komponente – diagnostisch und vorübergehend – abzuschalten, um zum regulären Desktop durchzustarten oder das System näher zu untersuchen. Dazu tippt der Benutzer hinter dem Bootprompt (Abbildung 3) »knoppix64« (bei aktuellen 64-Bit-CPUs) oder »knoppix« (bei älteren 32-Bit-Computern) für den Linux-Kernel, gefolgt von den gewünschten Optionen.
Häufig verwendete Bootoptionen nennt gleich die Boot-Hilfe, abrufbar mit [F2]+ oder [F3], andere sind in der Textdatei »KNOPPIX/knoppix-cheatcodes.txt« aufgelistet. Klemmt etwa der Desktop, wenn der 3-D-Windowmanager Compiz starten soll, helfen oft die Bootoptionen »knoppix nocomposite« oder »knoppix no3d«. Die eine schaltet die Composite-Erweiterung des Grafiksubsystems ab, die andere verhindert nur den Start der Compiz-Erweiterung für den Desktop.








Hallo ,
eigentlich gibts hier nichts zu disktutieren , aber leider muss auch ich mein unqualifizierten Beitrag hier reinsetzen, weil auch ich wollte die aktuelle Knoppix ISO downloaden .
Aber hier stand irgendwo , das die aktuelle Delug Knoppix ISO solange gesperrt bleibt bis der abverkauf beendet ist,jedoch bekomme ich auf knopper.net auch NUR die 8.2er zum download angeboten obwohl die Delug Knoppix8.3er ISO längst seit letztem Jahr darussen ist – doch jetzt gerade gibts nichtmal die download Option im knopper.net – Wartungsarbeiten ohne das was davon drin steht ??
Ich könnte nicht mer abwarten bis ein neues CD-version von Knoppix erschient, und so fand Ich BunsenLabs. BunsenLabs hat auf deren webseite zur verfügung 32-bit und 64-bit DVD-ISOs, und ein CD-ISO (nur) für 32-bit rechner. BunsenLabs ist recht kompakt, und ist regulär auf die neuesten Debian-versionen basiert. Die BunsenLabs-distribution ist bequem, und ermöglichte mir treiber und browser-erweiterungen (die offiziell nur für Ubuntu entwickelt waren) für die Estnische ID-karte (ein smartcard) zu installieren. Nachdem könnte Ich mit meine ID-karte ins bank gehen und banküberweisungen machen, das elektronische steuererklärung bei den Estnischem Finanzamt einzureichen, das saldo bei meinem handy-operator zu checken, die… Mehr »
I really like Knoppix as a USB-based Distro. Have the previous version and anxiously waiting for the 8.5 release to be available to the general public. It’s also one of two distros I use as a carrot on a stick to entice non-Linux users. The other is Mint/Cinnamon (which is indeed available to the general public…)