Aus Linux-Magazin 05/2017

Auf den Punkt gebracht

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Knoppix 8.0

04/17, S. 42: Kürzlich kaufte ich mir das Linux-Magazin 04/17 wegen des darin enthaltenen neuen Knoppix. Die dem Heft beiliegende DVD schien unbeschädigt. Ich legte sie in meinen Samsung-Laptop ein, aber es gelang mir nicht, das Knoppix-Live-System zu starten.

Joachim Gebhart, per E-Mail

Wenn Knoppix nicht funktioniert, lassen sich grob zwei Fälle unterscheiden: Im ersten ist die DVD beim Hersteller oder auf dem Transportweg sichtbar beschädigt worden, also zerkratzt, verklebt oder dergleichen. Bei solchen Defekten sorgen wir sofort für Ersatz, sobald Sie uns Ihre Adresse mitteilen. Im zweiten Fall ist die DVD körperlich intakt und eine Ersatzlieferung aller Wahrscheinlichkeit nach sinnlos, denn dann liegt die Ursache in Hardware oder Konfiguration des Rechners, der Knoppix booten soll.

Hier empfiehlt es sich zuerst, den zugehörigen Artikel in der Ausgabe zu lesen, der die DVD beilag. Er enthält schon Hinweise zur Fehlersuche. Wenn das nicht funktioniert, können wir eine möglichst detaillierte Fehlerbeschreibung (nebst Angaben zur verwendeten Hardware, möglichen Fehlermeldungen, dem Fehlerzeitpunkt im Bootprozess und so weiter) an Klaus Knopper weiterleiten. Der Knoppix-Autor kann dann in manchen, aber auch nicht in allen Fällen helfen. (jcb)

04/17, S. 42: Ich kenne Knoppix schon ab der Version 3.2. Was in der aktuellen Version nicht mehr geht:

  • In Firefox geht der Ton nicht – in Chromium ist Ton da. Eine Fehlermeldung verweist auf ein fehlendes Pulseaudio-Modul. Doch selbst mit Installation des Paketes Pulseaudio geht der Ton in Firefox nicht.
  • In Firefox lässt sich kein Passwort importieren.
  • Im K-Organizer lassen sich keine anderen Kalender (».ics«) importieren.

Helmut Schneider, per E-Mail

Das Ton-Problem in Firefox kann ich bestätigen. Die Entwickler von Firefox haben vor Kurzem beschlossen, ab Firefox 52 (auf Knoppix 8 installiert) Soundausgabe ausschließlich über den Pulseaudio-Soundserver zu unterstützen.

Da ich mit Pulseaudio sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe, gerade bei der Audio-Ausgabe des barrierefreien Adriane-Systems, und weil kein anderes Programm auf Knoppix Pulseaudio benötigt, möchte ich mich nicht zwingen lassen, Pulseaudio zu installieren. Eher würde ich auf Firefox verzichten und dafür Chromium als Standardbrowser in die Taskleiste übernehmen, auch wenn ich zuvor eher Firefox für alle wichtigen Sachen benutzt habe, gerade wegen des Noscript-Plugins.

Pulseaudio nachträglich installieren hilft übrigens auch nicht.

Ich kann da also leider nichts machen. Firefox zu patchen und als eigenes Knoppix-spezifisches Paket dauerhaft zu verwalten ist zu aufwändig. Zum Passwort-Export (eine solche Funktion finde ich nicht) und zu K-Organizer kann ich nichts sagen. (Klaus Knopper)

Container und Datenbanken

04/17, S. 22: Meines Erachtens können Storage-Plugins für zum Beispiel Docker doch nur für Single-Instance-Datenbanken interessant sein, da sie bei solchen Konstrukten helfen, die Datenbank nach Verlust eines Container-Hosts auf einem anderen Container-Host mit den (hoffentlich Crash-konsistenten) Datenfiles wieder hochzufahren. […] Und genau dies beschreiben ja auch die beiden folgenden Artikel (in denen Storage keine Rolle spielt, weil die Datenbank selbst für Ausfallsicherheit sorgt). […] Im Trove-Artikel wird außerdem erklärt, dass die im Artikel von Udo Seidel aufgeführten Storage-Arten eigentlich für den DB-Betrieb zu langsam sind.

Töns Büker, per E-Mail

Prinzipiell ist der Ansatz, wonach sich die Datenbank um ihre Ausfallsicherheit selber kümmert, richtig und sollte meiner Meinung nach sogar die erste Wahl sein. Hintergrund ist, dass die Verantwortung im Stack so nach oben wandert. In vielen traditionellen IT-Umgebungen ist dies aber nicht gegeben. Hier ist die Infrastruktur für die Datenverwaltung zuständig. Techniker und Entscheider solcher Umgebungen gehören zur Zielgruppe dieses Artikels. Aber noch mal: Die Verantwortung der Datenverwaltung – inklusive (Hoch-)Verfügbarkeit – in die Datenbank-Ebene zu legen ist der richtige Weg.

Die Geschwindigkeit von Datenbanken, die mit verteilten Dateisystemen arbeiten, ist ein kontroverses Thema. Dedizierte Hardware und vollständig angepasstes Tuning aller Komponenten des Datenspeichers können hier auf den ersten Blick klar punkten.

Dies ist aber ein Modell, das in öffentlichen Wolken wie etwa bei AWS oder Azure nicht funktioniert. Nicht-deterministische Leistungszahlen sind deshalb hier normal – sowohl aus technischer Sicht als auch per Vertrag.

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