Aus Linux-Magazin 06/2015

Auf den Punkt gebracht

Open Stack bei Red Hat

04/15, S. 30: Mit großem Interesse haben wir Ihren Artikel “Hoch gestapelt – Open-Stack-Distributionen im Test” gelesen, in dem die Open-Stack-Produkte von Red Hat vorgestellt wurden. Der Artikel enthielt jedoch leider eine Reihe sachlicher Fehler, die einer Berichtigung und Klarstellung bedürfen.

Dem Artikel zufolge ist die Red Hat Enterprise Linux Open Stack Platform nur im Rahmen der Lösung Red Hat Cloud Infrastructure erhältlich. Dies entspricht nicht der Wahrheit. Die Red Hat Enterprise Linux Open Stack Platform kann als eigenständiges Produkt oder im Rahmen von Red Hat Cloud Infrastructure erworben werden.

Weiterhin sorgte der Artikel mit Angaben zu Einschränkungen des Funktionsumfangs für eine gewisse Verwirrung, die wir hiermit ausräumen möchten: Die Red Hat Enterprise Linux Open Stack Platform wird als eigenständiges, vollständig unterstütztes Produkt mit vollem Funktionsumfang angeboten. Daher sind sämtliche Dienste und Produktfunktionen von Open Stack verfügbar. Es bestehen weder für das kommerzielle Produkt noch die kostenlose 90-tägige Testversion Einschränkungen.

Darüber hinaus wurde in dem Artikel falsch beschrieben, inwieweit Red Hat Enterprise Linux Bestandteil der Red Hat Enterprise Linux Open Stack Platform ist. Zur Erklärung: Red Hat bietet eine Version an, die sämtliche Technologiekomponenten von Open Stack sowie eine Berechtigung für Red Hat Enterprise Linux 7 für die Open-Stack-Controller- und Management-Nodes des Hosts umfasst. Eine zweite Version beinhaltet neben den Berechtigungen für Red Hat Enterprise Linux auch eine Berechtigung für eine unbegrenzte Anzahl von virtuellen Maschinen mit Red Hat Enterprise Linux 6 oder 7. Für jene Kunden, die eine vollständige Private-Cloud-Lösung und nicht nur die Open-Stack-Dienste benötigen, werden beide Versionen auch im Rahmen von Red Hat Cloud Infrastructure angeboten.

Laut dem Artikel beginnen die Preise bei rund 3000 Euro. Das müssen wir richtigstellen, da die günstigste Version (ohne unbegrenzte Anzahl virtueller RHEL-Gastsysteme) bereits für rund 2000 Euro erhältlich ist, wahlweise mit Standard-Support zu Geschäftszeiten oder Premium-Produktionssupport rund um die Uhr.

Alex Stellwag, Open Stack Technical Specialist, Red Hat

I-SCSI mit LIO

04/15, S. 74: Mit Interesse habe ich den Artikel über I-SCSI mit LIO gelesen. Er hat mir geholfen mich schnell zu orientieren. Ich bin mir nicht sicher, ob das Beispiel aus der zweiten Abbildung nicht einfacher (und praxistauglicher) geworden wäre, wenn man nur eine TPG (Target Portal Group) erzeugt und dort zwei IP-Adressen (beziehungsweise Portale) hinterlegt hätte anstatt zwei TPGs mit jeweils einer IP-Adresse.

Hintergedanke: Wer nur eine TPG hat, muss LUNs und ACLs nur an genau einer Stelle konfigurieren, und die Konfiguration greift sofort für beide Portale/IP-Adressen. Bei einer Konfiguration wie im Beispiel müsste der Admin stets sicherstellen, dass er Konfigurationsänderungen an der einen TPG (etwa neue LUNs, ACLs, etc.) immer manuell auch auf der anderen TPG nachbildet, da sonst das Multipathing nicht mehr funktioniert.

Michael Drüing, per E-Mail

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