Aus Linux-Magazin 04/2015

Open-Stack-Hoster im Test

© Markus Feilner, BY-CC-SA 4.0

Wer sich bei den Clouddiensten eines externen Anbieters einmietet, trifft bei einigen davon zugleich auf Open Stack. In Deutschland stapeln Teuto Net und Host Europe einige Produkte offen. Auf internationalem Terrain ist das Linux-Magazin auf HP und Rackspace gestoßen.

Eigentlich darf es dem IaaS-Kunden egal sein, auf welche Technologie sein Cloudanbieter setzt. Es mag aber auch ein Türöffner sein, wenn man etwas hinter die Kulissen schauen kann und dort Vertrautes – also Open Stack – wiederfindet. Der Erfolg dieser quelloffenen Wolken-Technologie hat den Nebeneffekt, dass Cloudbetreiber damit werben.

Ein Pionier ist der Open-Stack-Mitgründer Rackspace, aber auch HP war früh dabei. Für Kunden mit Vorliebe für Deutschland bieten sich Teuto Net und als jüngster Bewerber Host Europe an.

Rackspace

Das Anlegen eines Benutzers in der Rackspace-Wolke [1] ist in wenigen Minuten erledigt. Es sind nur die üblichen Angaben wie Login-Name, Passwort, Sicherheitsfrage und natürlich Zahlungsdetails nötig. Auf der Webseite des Dienstleisters stehen drei Modelle zur Auswahl. Allen ist gemeinsam, dass die Rechnung zwei Posten aufweist. Da ist einmal die reine Benutzungsgebühr. Dieser Anteil ist variabel und richtet sich danach, wie sehr der Anwender die Infrastruktur in Anspruch nimmt. Dazu kommt ein Service-Betrag. Hier gibt es die eben genannten drei Kategorien. Die preiswerteste Variante heißt “Managed Infrastructure” und schlägt mit etwa 50 Euro pro Monate zu Buche. Der Cloudeinsteiger ist hier mehr oder weniger auf sich gestellt, kann aber auf Rat und Anleitung von Rackspace zurückgreifen.

Für 500 Euro gibt es “Managed Operations: SysOps”. Wie der Name schon andeutet, tritt der Open-Stack-Pionier zusätzlich als Verwalter für den Betrieb auf. Dazu gehören Wartungsarbeiten an den laufenden Instanzen wie beispielsweise Patching des Betriebssystems oder die Überwachung der Applikationen. Die letzte Ausbaustufe hört auf den Namen “Managed Operations: DevOps Automation”. Beim Preis von 2500 Euro pro Monat ist dann auch ein Preisnachlass für die Benutzung der Infrastruktur dabei. Ein geschenktes Startguthaben sucht man bei Rackspace leider vergeblich.

Bitte einmal volltanken

Ist alles erledigt, öffnen sich für den Anwender gleich zwei Schaltzentralen. Da ist einmal die Verwaltung des Benutzerkontos an sich, wo der Anwender Dokumentation, Tipps, Account-Informationen und Rechnungen findet sowie den Zugriff auf den Support von Rackspace. Zum anderen ist der Zugang zu der eigenen Open-Stack-Instanz möglich. Sobald das Anmeldefenster für die Open-Stack-Cloud von Rackspace erscheint (siehe Abbildung 1), fühlt man sich wie zu Hause.

Abbildung 1: Im Test funktionierten nur Firefox und Chrome problemlos mit der Open-Stack-Cloud von Rackspace, an Konqueror verschluckt sich das Webinterface.

Abbildung 1: Im Test funktionierten nur Firefox und Chrome problemlos mit der Open-Stack-Cloud von Rackspace, an Konqueror verschluckt sich das Webinterface.

Rackspace hat die grafische Benutzerschnittstelle deutlich aufgebohrt. Die Auswahl des Betriebssystems für einen Compute-Rechner ist mit den korrespondierenden Icons aufgehübscht. In Tabelle 1 sind die momentan verfügbaren Linux-Distributionen angegeben. Darüber hinaus stehen auch mehrere Windows-Versionen zur Auswahl – wahlweise mit oder ohne MS-SQL-Server. Achtung: Es lohnt sich vor dem endgültigen Anlegen des Servers die veranschlagten Kosten zu prüfen. So ist ein Fedora logischerweise deutlich preiswerter als RHEL.

Tabelle 1

Linux-Distributionen bei Rackspace

Distribution

Version

Centos

6, 7

Core OS

Stable

Debian

7

Fedora

21

RHEL

6, 7

Ubuntu

14.10, 14.04 LTS, 12.04 LTS

Auf einfache Weise kann man bei Rackspace physische statt virtuelle Server anfordern. Preislich ist das dann eine ganz andere Liga. Ein einfaches Compute-Blech ist noch unter 1 Euro pro Stunde zu haben, also vergleichbar mit virtuellen Servern.

Wer viel Hauptspeicher oder schnelle Platten braucht, sollte besser tiefe Taschen haben. Die Preise starten hier bei deutlich über 2 Euro pro Stunde. Interessanterweise bietet Rackspace für physische Server mehr Auswahl an Distributionsversionen. In der Storage-Ecke hat der Anwender die Wahl zwischen SATA-Platten oder SSDs. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt entspricht der preisliche Unterschied knapp dem Faktor drei.

Sonst noch was?

Die Benutzerschnittstelle gefällt außerordentlich. Im Unterschied zum Vanilla-Open-Stack kann der Anwender direkt auf seine Support-Anfragen zugreifen oder schauen, wie der aktuelle Rechnungsstand ist. Es ist sogar möglich, den Service-Level zu wechseln.

Eine generelle Sache gibt es zu beachten: Ein Vorteil von Rackspace ist die Präsenz auf mehreren Kontinenten, wobei aber das Rechenzentrum in Großbritannien eine Sonderrolle spielt: Wer dort seine private Wolke haben möchte, benötigt einen separaten Account. Für die anderen stehen Nord-Virginia, Dallas, Hongkong und Sydney zur Auswahl.

Die Wolke bei HP

Wie Rackspace tritt auch HP in mehreren Rollen im Open-Stack-Umfeld auf, neben einer eigenen Distribution gibt es auch ein Hostingangebot unter dem Namen HP Helion Cloud [2]. Was die globale Präsenz angeht, kann der Benutzer nur zwischen Ost- oder Westküste der USA wählen. Asien oder gar Europa bleiben außen vor. Dafür lockt HP mit einem recht annehmbaren Startangebot, es entspricht 300 Euro auf drei Monate verteilt. Die Internetseite ist dabei etwas irreführend, da sie von einer 90-tägigen kostenlosen Testphase spricht. Das Anlegen eines Benutzerkontos geht denkbar einfach. Analog zu Rackspace sind nur ein paar persönliche Angaben und die Kreditkarten-Informationen fällig.

Bei der Aktivierung gab es im Test ein kleines Verifizierungsproblem auf HP-Seite. Innerhalb von 30 Minuten kontaktierte der Helpdesk den Tester vom Linux-Magazin – und alles löste sich im Wohlgefallen auf, und das an einem Samstag, abends gegen 23 Uhr. Was für ein beeindruckender Service. Abgesehen davon zahlt man bei HP nur für die reine Benutzung. Der von Rackspace bekannte Service-Anteil entfällt.

Deutlich mehr Vanilla

Die Anmeldemaske passt in das erwartete Open-Stack-Schema. Auch nach dem Login sieht es sehr nach einem Vanilla-Open-Stack aus. Natürlich hat HP Anpassungen vorgenommen, verglichen mit den Veränderungen bei Rackspace sind diese aber eher minimal (Abbildung 2). In den Tests gab es immer wieder Probleme bei der ersten Anmeldung nach einem Browser-Neustart.

Abbildung 2: Bei HP ist die Schaltzentrale der Open-Stack-Cloud ziemlich nahe an der Vanilla-Version.

Abbildung 2: Bei HP ist die Schaltzentrale der Open-Stack-Cloud ziemlich nahe an der Vanilla-Version.

Die Fehlermeldung über nicht vorhandene Cookie-Unterstützung stiftet zusätzlich Verwirrung. Typischerweise klappt es im zweiten Anlauf problemfrei, dabei spielte die Auswahl des verwendeten Browsers überraschenderweise keine Rolle. Insgesamt ist die bei HP beheimatete Open-Stack-Wolke spartanischer als etwa das Pendant bei Rackspace. Es gibt hier keine Möglichkeit, einen physischen Server auszuwählen. Analoges gilt für die Datenträger-Technologie (siehe SATA versus SSD bei Rackspace). Insgesamt entspricht solche Abstraktion ohnehin eher dem As-a-Service-Modell.

Bevor es losgeht, muss der Anwender noch die benötigten Dienste aktivieren. Die sind dabei recht grob kategorisiert. Es gibt Compute, Object Storage und Monitoring. Die Aktivierung muss für jedes HP-Rechenzentrum separat erfolgen: also einmal für die Ost- und einmal für die Westküste.

Die Auswahl des Betriebssystems für die Cloudinstanzen sorgte für etwas Verwirrung. Ein Blick in die Liste unter dem Menüpunkt »Images« zeigt viele Einträge. Zwar sind einige als veraltet bezeichnet, haben aber trotzdem den Status “aktiv”. Beim tatsächlichen Erstellen der Instanz ist die Liste deutlich kürzer (siehe Tabelle 2). Dies gilt gleichermaßen für Linux und Windows.

Tabelle 2

Linux-Distributionen bei HP

Distribution

Version

Kommentar

Centos

5, 6

von HP

Ubuntu

10.04 LTS

von HP

Centos

7

Partner-Image

Debian

7

Partner-Image

Fedora

19, 20, 21

Partner-Image

Ubuntu

12.04 LTS, 13.10, 14.04 LTS, 14.10

Partner-Image

Teuto Stack

Wer im deutschen Sprachraum auf eine gehostete Open-Stack-Wolke setzen möchte, hat zurzeit nicht viel Auswahl. Doch zwei Unternehmen fallen mit ihrem Angebot auf: Die in Bielefeld beheimatete Firma Teuto Net [3] sowie Host Europe [4]. Umso interessanter werden diese, weil sie mit ihren Open-Stack-Produkten andere Ziele verfolgen. Grund genug, sich beide Lösungen genauer anzusehen – den Anfang macht Teuto Stack von Teuto Net (Abbildung 3).

Abbildung 3: Bei Teuto Stack setzt man auf Hausmannskost und serviert den Kunden das Open-Stack-Dashboard, gewürzt mit einem eigenen Theme.

Abbildung 3: Bei Teuto Stack setzt man auf Hausmannskost und serviert den Kunden das Open-Stack-Dashboard, gewürzt mit einem eigenen Theme.

Auffällig ist, dass Teuto Net bereits seit einiger Zeit mit einer Plattform auf Open-Stack-Basis im Geschäft ist. Vormals hatte das Produkt allerdings den Namen O-Stack. “Teuto Stack” macht, so glaubt man in Bielefeld offensichtlich, besser deutlich, zu welchem Unternehmen das Produkt gehört.

Kunden haben bei Teuto Net die Auswahl zwischen drei Produkten. Variante 1, die “Private Cloud”, hat dabei mit einem gehosteten Open Stack nichts zu tun. Sie umfasst lediglich eine modifizierte Open-Stack-Installation durch Teuto Net sowie Support und Training für die betreibenden Admins zum Pauschalpreis.

Managed Private Cloud

Spannender ist die Variante “Managed Private Cloud”. Hier erhält ein Kunde das gleiche Produkt wie bei der “Private Cloud”, den Betrieb der Plattform gewährleistet aber Teuto Net. Der Kunde kriegt also ein schlüsselfertiges System, bei dem er augenblicklich in die Cloud durchstarten kann.

Variante 3 der Teuto-Net-Produktpalette richtet sich an Open-Stack-Neulinge, die sich das Ding mal aus der Nähe ansehen wollen, ohne sich gleich in ein finanzielles Abenteuer zu stürzen. Die Teuto-Stack-Public-Cloud ist das direkt von Teuto Net betriebene Open Stack, auf das alle Kunden auf Basis der eingekauften Funktionen Zugriff haben.

Die Verrechnung erfolgt On Demand, wobei Teuto Net sich eine eigene Währung ausgedacht hat, nämlich die “Cloud Computing Units”. In CCUs gibt Teuto Net die Fähigkeiten einer virtuellen Instanz an; danach verrechnet das Unternehmen die benutzten Instanzen auf Grundlage ihrer CCUs. Zehn CCUs entsprechen laut Aussage des Unternehmens einer Xeon-E5-2620-HT-CPU. Hinzu kommen RAM und Plattenplatz.

Kosten

Das wirkt etwas wirr. Leichter tun sich Kunden mit den Instanzengrößen, die Teuto Net vorgibt: “light” entspricht zwei CCUs mit maximal 1 GByte RAM und 4 GByte Plattenplatz auf SSD-Speicher. Hinzu kommen 2 IP-Adressen sowie 20 GByte Ceph-Speicherplatz bei allen angebotenen Instanzengrößen.

Die erste “Light”-Instanz erhalten die Teuto-Net-Kunden sogar gratis; für jede weitere werden 3 Cent für jede angefangene Stunde fällig. Die “Standard”-Instanz hat sechs CCUs, 4 GByte RAM und 20 GByte SSD-Speicher. Sie schlägt mit 6 Cent pro Stunde zu Buche. “Ultra” kostet 18 Cent pro Stunde und bietet 16 CCUs, 128 GByte RAM und 300 GByte HDD-Platz.

Nicht zu vergessen ist externer Traffic, der pro angefangenem GByte immerhin mit 20 Cent zu Buche schlägt. Alle Preise sind übrigens netto, also ohne Umsatzsteuer zu verstehen. Die Pakete sind monatlich kündbar. Die Angebote enthalten Unterstützung durch Teuto Net bei Problemen und die Sicherheit, dass die Daten bei einem deutschen Unternehmen auf Servern liegen, die in Deutschland gehostet sind. Wer die Dienste von Teuto Stack testen möchte, hat dazu im Rahmen einer 30-tägigen kostenlosen Probezeit die Möglichkeit.

Solide Arbeit

Was die technische Funktionalität von Teuto Stack angeht, lässt sich die am besten als “solide” bezeichnen. Das Produkt ist nicht Teuto Nets erster Ausflug in die Open-Stack-Welt; beim Vorgängerprojekt O-Stack sammelte man die letzten Monate über bereits einige Erfahrung. Geschäftsführer Burkhard Noltensmeier bestätigte auf Nachfrage, dass die aktuelle Inkarnation von Teuto Stack gerade frisch und nach vielen Tests in den Live-Betrieb übergegangen ist.

Dass man es als Nutzer mit Open Stack zu tun hat, ist dem Webinterface von Teuto Stack zu entnehmen: Es handelt sich um ein Open-Stack-Dashboard im Teuto-Stack-Look. Als Speicher steht das schon erwähnte Ceph zur Verfügung, auch SSD-basierter Speicher mit hohen IOPS-Werten lässt sich verwenden. Eigene Images erlaubt Teuto Stack problemlos. Insgesamt präsentiert sich Teuto Stack also unprätentiös und robust, sodass sich ein Blick auf die Plattform lohnt, wenn Admins auf der Suche nach einer Public Cloud mit Open Stack sind.

Host Europe: Den Hype mitnehmen

Wenn ein kleiner Anbieter wie Teuto Stack die Sache mit Open Stack auf die Reihe bekommt, dann kann ein Hosting-Halbschwergewicht wie Host Europe wohl kaum den Trend verschlafen. Das dachte man sich offensichtlich in Köln und gab in Sachen Open Stack Gas. Mittlerweile hat auch Host Europe ein Portfolio an verschiedenen Open-Stack-Anwendungen, wobei die Produktpalette jedoch nicht ganz so breit ausfällt wie bei Teuto Stack.

Der markanteste Unterschied zu den anderen Kontrahenten besteht sicherlich darin, dass Host Europe zurzeit keine typische Public Cloud betreibt. Kunden haben also nicht die Möglichkeit, in einer von Host Europe für alle bereitgestellten Cloud erste Gehversuche zu unternehmen. Zu Redaktionsschluss waren die Host-Europe-Angebote für Open Stack ausschließlich “Dedicated Clouds”. Im Klartext bedeutet das: Der Kunde bekommt bei Host Europe dedizierte Hardware in Form eines gemieteten Serverpakets.

Das ist nicht ganz billig: Unter 2000 Euro pro Monat geht nichts, dafür erhält der Kunde insgesamt 288 GByte RAM und 48 verfügbare CPU-Kerne für VMs. Wer tief in die Tasche greift und knapp 6000 Euro ausgibt, erhält 192 vCPUs und insgesamt 1152 GByte nutzbaren RAM. Alle Tarife sind monatlich kündbar. Hinzu kommen Kosten beispielsweise für Speicherplatz, den Host Europe per zentraler Plattform anbietet. Wie bei Teuto Stack sind eigene Images möglich.

Ein alter Bekannter: Das Dashboard

Überhaupt finden sich einige Parallelen zwischen Teuto Stack und Host Europe. So nutzen beide das Open Stack Dashboard, also das Standard-GUI für Open Stack. Die Host-Europe-Server stehen samt und sonders in Deutschland, allerdings gehört die Host-Europe-Gruppe seit 2013 zum britischen Investmentkonzern Cinven. Zwar sind über den GCHQ bis dato nur wenige Katastrophen in NSA-Qualität bekannt, doch ob Daten auf Servern von Host Europe tatsächlich sicher sind, wenn der britische Geheimdienst beim Host-Europe-Eigentümer klingelt, bleibt de facto ungewiss.

Hier ist Teuto Net im Vorteil, denn das Unternehmen ist ausschließlich in der Hand von Deutschen. Host Europe tut allerdings sein Möglichstes, um eventuelle Zweifel gar nicht erst aufkommen zu lassen: Der Anbieter ist ISO-27001-zertifiziert und wirbt explizit mit dem Siegel “Made in Germany”.

Wer sich in die Betreuung bei Host Europe begibt, erhält vom Unternehmen Hinweise und Tipps zur Planung des eigenen Setups. Ein TÜV-Zertifikat soll zusätzliche Sicherheit vermitteln. Obendrein sichert Host Europe den Kunden seiner Produkte spezifische Verfügbarkeitslevel zu. Auch vom Dashboard abgesehen setzt Host Europe vorrangig auf die Teile von Open Stack, die offiziell dazugehören. Object Storage, Virtualisierung und Orchestrierung sind de facto im Lieferumfang enthalten. Die Identifizierung übernimmt Keystone.

Technisch begegnen sich beide Lösungen auf Augenhöhe. Für welchen der beiden Ansätze sich Kunden entscheiden, dürfte sich also letztlich maßgeblich an persönlichen Präferenzen orientieren.

Fazit

Rackspace, HP, Teuto Stack und Host Europe machen jeweils auf ihre ganz eigene Art deutlich, dass gehostetes Open Stack funktioniert. Dabei sind Rackspace und Host Europe die beiden Extreme: Die Public Cloud von Rackspace auf der einen Seite steht den ausschließlich gehosteten Private Clouds bei Host Europe gegenüber. Teuto Stack füllt die Lücke in der Mitte, indem es den eigenen Kunden beide Möglichkeiten bietet und deutschen Kunden garantieren kann, nur in Deutschland beheimatet zu sein.

Technisch tun sich die vier Lösungen nicht viel: Allen Ansätzen gelingt es bemerkenswert gut, die Open-Stack-Komponenten vor den Augen der Nutzer zu verstecken. Bei allen stehen die Standardkomponenten bereit, die zu Open Stack gehören, und jeder einzelne Anbieter fügt das gewisse Gewürz hinzu, das aus Open Stack die Cloud des Anbieters macht. Solide ist das bei Rackspace wie bei HP, Host Europe und Teuto Stack.

Als Open-Stack-Version setzen die Hoster auf Icehouse (HP) oder Juno (Teuto Stack und vermutlich auch Host Europe). Rackspace nutzt keine spezielle Version, sondern ist der aktuellen Open-Stack-Entwicklung immer zwei Wochen hinterher und so auf dem aktuellsten Stand von allen Hostern.

Die Bedingungen, unter denen sich die Lösung testen lässt, sind einigermaßen unterschiedlich: Bei Rackspace und HP legt sich der Kunde seinen Zugang quasi selbst an, bei Teuto Stack ist manuelle Intervention des Anbieters nötig und bei Host Europe kann man augenblicklich nur die Anmeldung für eine nicht näher betitelte “Warteliste” abgeben. Das ist etwas eigenartig, weil Host Europe seit Monaten Google-Werbung für sein Open Stack schaltet.

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