Aus Linux-Magazin 03/2014

Auf den Punkt gebracht

Haben Sie Anregungen, Statements oder Kommentare? Dann schreiben Sie an [redaktion@linux-magazin.de]. Die Redaktion behält es sich vor, die Zuschriften und Leserbriefe zu kürzen. Sie veröffentlicht alle Beiträge mit Namen, sofern der Autor nicht ausdrücklich Anonymität wünscht.

Lästig, aber flüchtig

01/14, S. 3: Wie schon so oft spricht mir Jan Kleinert mit seinen kritischen Bemerkungen zum Zeitgeschehen aus der Seele. Zum letzten Absatz möchte ich nur noch anmerken: Digitaler und analoger Bullshit mögen intellektuell und moralisch gleichgestellt sein, jedoch ist die Verbreitung des digitalen so aberwitzig viel schneller, dass unsere Kultur damit noch nicht umzugehen weiß. Insofern wirkt die digitale Form lästiger, bleibt aber vielleicht weniger lange im Gedächtnis, da sie durch immer neuen Bullshit verdrängt wird.

Gottfried Jäger, per E-Mail

Wetterfunk

01/14, S. 30: Danke für den Beitrag über Software Defined Radio, für mich spannendes Neuland. Beim praktischen Nachvollziehen bin ich allerdings am Ende des Artikels stecken geblieben. Mit »rtl_fm« unter Debian konnte ich bisher zwei verschiedene Außensensoren empfangen, einen GT-WT-02 auf 433 MHz und einen TX37-IT auf 868 MHz. Mit AM demoduliert (»-M« ) zeigt der GT-WT-02 bereits im Audio-Editor kräftige Rechtecksignale, vergleichbar der Abbildung 5 im Heftartikel. Der TX37-IT hingegen liefert mir alle vier Sekunden ein Signal, das im Audio-Editor zunächst unstrukturiert aussieht wie eine wellige Kurve oder eventuelles Rauschen (vergleichbar Heftabbildung 4).

Wie kann ich weiter vorgehen, um die Rechtecksignale vom 433-MHz-Sensor (Temperatur, Feuchtigkeit) zu dekodieren? Und wie mit dem welligen Signal des 868-MHz-Sensors?

Jadehase, per Linux-Magazin Online

Indiskrete Kameras

01/14, S. 36: Es gibt IP-Kameras, die selbstständig eine Internetverbindung zu einem Clouddienst beim Hersteller aufbauen und die Bilder dort ablegen. Ein Beispiel dafür ist das Modell EDI IC3115W von Edimax. Gegenüber dem Dienst autorisiert sie sich über die MAC-Adresse sowie ein beim Kauf der Kamera mitgeliefertes Passwort.

Verhindern kann man das oft nur dadurch, dass man entweder den Default-Gateway bei der IP-Konfiguration verbiegt oder im Router der Kamera die Verbindung zum Dienst verweigert. Das Verbiegen des Default-Gateway verhindert zuverlässiger den Zugang der Kamera ins Internet.

Hanjörg Resa, per E-Mail

Bilderstrom

02/14, S. 86: Zum Videostreaming in “Big Pi is watching you” habe ich eine alternative Lösung gefunden. Statt auf dem Pi Mjpeg-Streamer zu übersetzen, nutzt sie die in Raspbian vorhandenen Programme VLC und Raspivid. Wer das (zugegeben lange) Kommando in Listing 1 ausführt, kann per HTTP auf Port 8090 den Stream abgreifen.

Aleksandar Lazic, per E-Mail

Listing 1

Videostreaming mit Raspivid

01 apt-get install vlc
02
03 raspivid -o - -g 8 -fps 25 -t 0 -b 15000000| cvlc -vvv --intf dummy
--no-interact --noaudio stream:///dev/stdin --sout-transcode-venc x264 --sout-transcode-vcodec x264
--sout-transcode-fps 25  --sout-x264-preset slow --sout-x264-tune film --sout-transcode-threads 8
--no-sout-x264-interlaced --sout-x264-keyint 8 --no-sout-audio --h264-fps=25 --ffmpeg-workaround-bugs 1
--ffmpeg-codec x264 --ffmpeg-fast --ffmpeg-debug 99 --ffmpeg-hw --sout-ffmpeg-codec x264
--sout-ffmpeg-keyint 8 --sout-ffmpeg-rc-buffer-size 500 --ffmpeg-mux x264 --file-caching 1000
--sout '#standard{access=http,mux=ts,dst=:8090}'  :demux=h264

Erratum

02/14, S. 22: Im Artikel “Hort des Wissens” steht, OTRS ITSM sei die ITSM-Komponente des freien Stacks der Open Source Business Alliance (OSBA). Das ist richtig, könnte aber den Eindruck erwecken, dass die OSBA die Software auch herstellt. Der Hersteller ist jedoch die OTRS AG http://www.otrs.com]

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