Aus Linux-Magazin 02/2014

Werkzeuge im Kurztest (Seite 3)

Balance ist ein leistungsfähiges und flexibles Tool, das sich als Load Balancer oder 6-to-4-Gateway eignet.

All World IT Dbackup 0.0.20

Datensicherung leicht gemacht

Quelle: http://devlabs.linuxassist.net/projects/awit-dbackup

Lizenz: GPLv3

Alternativen: Synbak, Areca, Rsnapshot

All World IT Dbackup, kurz Awit Dbackup, ist ein einfaches Perl-Skript zur Datensicherung und Wiederherstellung. Dbackup nutzt in der Voreinstellung das Xz-Format zum Komprimieren; »–compress« nimmt alternative Formate wie Gzip oder Bz2 entgegen.

Anwender rufen Dbackup mit »–backup« gefolgt vom Quell- und Zielverzeichnis auf. Das Tool fasst die zu sichernde Ordnerstruktur nicht in einer Archivdatei zusammen, sondern bildet sie im Zielverzeichnis vollständig ab. Für jeden Ordner legt das Tool vier Dateien an. In »dbackup0.tar.xz« speichert es die Files der einzelnen Ebenen. Außerdem erzeugt es »dbackup0.index« und »dbackup0.manifest« . Die versteckte Datei ».dbackup-state« bildet den Status ab.

Bei jedem weiteren Backup-Lauf aktualisiert Dbackup nur die Verzeichnisse, in denen es Änderungen findet, und erhöht danach die Nummer in den vier Sicherungsdateien. Alte Backups überschreibt es nicht. Die Parameter »–exclude-data« und »–exclude-system« schließen zuvor definierte Daten- und Systemverzeichnisse aus. Mit »–exclude-file« und »–exclude-fs-type« legen Nutzer zudem eigene Ausnahmen fest.

Die Option »–restore« , gefolgt vom Backup- und Zielverzeichnis, stellt eine Sicherung wieder her. Dabei rekonstruiert das Tool immer den letzten Sicherungszustand. Die Optionen »–tar-keep-newer« beziehungsweise »–tar-keep-old-files« regeln, ob Dbackup bereits vorhandene Dateien ersetzt oder nicht.

 

Dbackup ist noch ein recht junges Tool, überzeugt aber bereits jetzt wegen seiner einfachen Bedienung.

Lazygal 0.8

Statische Bildergalerien erzeugen

Quelle: http://sousmonlit.dyndns.org/~niol/playa/oss/projects/lazygal

Lizenz: GPLv2

Alternativen: Web-Gallery, Igal

Lazygal stellt Bildersammlungen ganz ohne PHP und Datenbank zur Schau. Das Python-Skript erzeugt statische Galerien, unterteilt große Kollektionen in mehrere Unterseiten und eignet sich als Kommandozeilentool auch für den Einsatz via SSH.

Konfigurationswünsche hinterlegen Nutzer in der Datei »~/.lazygal/config« oder übergeben sie beim Aufruf. Eine Einrichtungsdatei empfiehlt sich vor allem dann, wenn Lazygal regelmäßig ausstellen soll. Hier speichern Anwender Einstellungen zur Bild- und Thumbnail-Größe oder zur Qualität von JPG-Dateien. Darüber hinaus legen sie ein Galerieverzeichnis fest, in dem Lazygal die fertigen Webseiten bereithält. Die Parameter »theme« und »default-style« passen das Erscheinungsbild an. Einige fertige Themes sind im Quellarchiv enthalten. Mit XHTML- und CSS-Kenntnissen passen Nutzer diese an oder schreiben eigene.

Steht die Konfiguration, rufen Anwender Lazygal zusammen mit dem Quellverzeichnis der Bilder auf. Das Tool arbeitet sich rekursiv durch die Verzeichnisstruktur und sortiert die Schnappschüsse nach Exif-Datum, rotiert sie gegebenenfalls und passt die Größe an. Wer ein Update will, der ruft das Tool noch einmal auf, und Lazygal bearbeitet nur jene Bilder, die noch nicht in der Galerie sind. Modifizierte Bilder erkennt das Tool jedoch nicht selbstständig.

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