Citrix hat Ende Juni die neueste Version seiner Xen-basierten Enterprise-Virtualisierung Xenserver komplett als Open-Source-Software freigegeben. Der Hersteller erhofft sich Input von der Community, mehr Kundschaft für seine Desktop-Virtualisierung und einen besseren Stand auf dem Markt.
Open Source – endlich, und zwar komplett! In der Ankündigung [1] der neuen Xenserver-Version 6.2 sticht ein nicht technisches Merkmal aus der üblichen Liste der Verbesserungen heraus: Citrix hat Xenserver, sein kommerzielles Produkt rund um den quelloffenen Hypervisor Xen, zur freien Software erklärt. Mit diesem Paukenschlag macht der Hersteller seine bisherige Unterteilung in Free, Advanced, Enterprise und Platinum Edition obsolet. Für Kunden gibt es nur noch eine einzige, kostenfreie Version, die zudem auch noch wesentlich mehr kann als die alte Gratisausgabe.
Auseinandergenommen und neu zusammengebaut
Bereits kurz nach der Veröffentlichung des Quellcodes begann die Community, die Komponenten, die aus einem darunterliegenden Red-Hat-Derivat den Citrix Xenserver machen, vom Betriebssystem zu entkoppeln. Das erklärte Ziel ist es, ein Xenserver-Core-Metapaket für eine möglichst große Vielfalt an Linux-Distributionen anbieten zu können.
Wie der Kasten “Xen, Libvirt und Ceph” zeigt, ist diese Arbeit für Cent OS 6.4 bereits erledigt, weitere Distributionen werden folgen. Das Konzept für »xenserver-core« sieht dabei drei Ebenen vor (Abbildung 1). Wahrscheinlich werden in naher Zukunft auch viele fertig vorbereitete Appliances entstehen, die in Form von Iso-Image-Dateien speziell angepasste Abbilder bereitstellen. (Abbildung 2).
Dabei hat Citrix nicht nur den Hypervisor und sein Management veröffentlicht: Auch den Windows-Client Xencenter, der die einfache grafische Verwaltung ermöglicht, hat der Hersteller gleich mit freigegeben. Die Weiterentwicklung der unter GPL, BSD- und einer Citrix-eigenen Lizenz [4] stehenden Komponenten übernimmt künftig die Xenserver.org-Community [5], der Hersteller bietet bei Bedarf kommerziellen Support an.
Zwar weist Citrix tapfer darauf hin, diese Freigabe käme gar nicht so überraschend, schließlich stünden wesentliche Komponenten wie der Xen-Hypervisor selbst lange schon quelloffen zur Verfügung, doch die Vermutung liegt nahe, dass die Wahrheit ein wenig anders aussieht.
Xen, Libvirt und Ceph
Auch wenn die Freigabe noch vergleichsweise neu ist, so zeigt es sich recht schnell, dass sie der Entwicklung von Xenserver gut tut. Nur eine Woche dauerte es bis zum ersten Vorschlag [2], wie sich die neue Freiheit dazu nutzen lässt, um den Xenserver an einen bestehenden Ceph-Storage [3] anzubinden. Allerdings verwenden die Setups hierfür keine normale Citrix-Xenserver-Installation, sondern eine Basis von Cent OS 6.4 und Upstream-Versionen von Qemu und Libvirt.
Der Autor der Anleitung hat jedoch gute Vorarbeit geleistet. Nach dem Import eines zusätzlichen Repository genügen ein »yum install xenserver-core« und der Aufruf eines Setup-Wizards. Danach ist das System in einem Zustand, in dem sich der Ceph-Storage-Pool an der Konsole einbinden und als Storage-Repository konfigurieren lässt. So kann der Admin ganz normal mit dem Xencenter weiterarbeiten und virtuelle Maschinen anlegen, die er auf dem Ceph-Storage-Pool ablegt.
Abschied von der Server-Virtualisierung?
Xen, das ab 2003 lange Jahre als Synonym für Virtualisierung mit Linux galt und damals den einzigen ernstzunehmenden Konkurrenten zu VMware stellte, entstand ursprünglich an der Universität Cambridge, kommerziell vermarktet von der Firma Xensource, die im Jahr 2007 für stolze 500 Millionen Dollar den Besitzer wechselte. Der Käufer? Citrix.
Was folgte, war eine ganze Reihe von Freigaben über die letzten Jahre hinweg. So gab die Company 2009 das Xen Management API (XAPI) und die Xen Cloud Platform (XCP) frei, eine Xenserver-Variante, die nur aus Open-Source-Komponenten besteht. 2011 kamen freie XAPI-Pakete für Debian und Ubuntu hinzu, 2013 folgte die Aufnahme von XAPI und Xen.org unter das Dach des Xen-Projekts, das mittlerweile von der Linux Foundation betreut wird.
Doch angesichts der Tatsache, dass Citrix selbst bei seinen Fans nicht unbedingt als ein Hort der Open-Source-Idee gilt, riecht die jüngste Ankündigung trotz allem ein wenig nach Exit-Strategie aus einem nicht mehr lukrativen Markt. Realistisch betrachtet spiegelt sie den aktuellen Markt der Enterprise-Virtualisierung wieder: KVM hat in vielen Bereichen zu Xen aufgeschlossen, es oft sogar überholt, auch wenn neben Red Hats Enterprise Virtualization [6] die wirklich schlüsselfertigen Lösungen für den Unternehmenseinsatz noch fehlen.
Am Thron des Marktführers VMware ist scheinbar nicht zu rütteln und Microsoft baut seine Hyper-V-Marktanteile kontinuierlich aus, auch im Cloudbereich, der sonst traditionell von Linux und Open Stack besetzt ist [7]. Zu allem Überfluss bietet auch der Datenbankriese Oracle eine eigene Virtualisierungslösung an, die ebenfalls auf Xen basiert.
Auch wenn Xenserver als eigenständiges Produkt nie der signifikante Umsatzbringer für Citrix war, sondern eher ein Addon zu den anderen Produkten der Firma, so bietet er doch eine Basistechnologie speziell für die Virtual Desktop Infrastructure (VDI) Xendesktop. Die stellt virtuelle Windows-Desktops bereit und ist einer der Umsatzbringer von Citrix. Da dies am besten mit einem effizienten und angepassten Hypervisor funktioniert, tut Citrix gut daran, das Interesse an Xen am Köcheln zu halten – und offensichtlich verspricht man sich genau das von der Open-Source-Strategie.
Flucht in die Cloud
Ein weiteres potenzielles Einsatzgebiet für den Xenserver stellt die Cloud dar. Da viele Admins diese traditionell eher auf Basis kostenfreier Distributionen bauen, hat Citrix erst durch die umfassende Freigabe eine funktionsreiche, flexible und vor allem kostengünstige Alternative im Angebot. Wer hingegen seine Cloud mit kommerziellen Distributionen und entsprechenden Supportverträgen aufbaut, der sollte sich die Citrix-Tools anschauen. Will er eine Windows-Cloud hosten, dann findet er hier eine gute und vor allem günstige Alternative zu Hyper-V.
So ist der Xenserver – wie auch viele Enterprise-Linux-Distributionen oder VMwares V-Sphere – seit vielen Versionen unter dem Microsoft Server Virtualization Validated Program (SVVP, [8]) zertifiziert, sodass Kunden, die einen Windows-Server virtualisiert betreiben wollen, vollen Support aus Redmond erhalten. Rackspace setzt beispielsweise seit Langem auf Xenserver für seine Windows-Cloud [9].
Lizenzen und Konsequenzen
Citrix hat das Lizenzmodell im Zuge der Veröffentlichung der 6.2er Version von einem Per-Server- auf ein Pro-Sockel-Modell umgestellt, das mit 460 Euro pro Sockel und Jahr zu Buche schlägt. Preislich entspricht das ungefähr den Kosten der bisherigen Enterprise-Edition, wobei inzwischen Subscription Advantage und Premier-Support im Preis enthalten sind. Diese Optionen mussten Kunden bislang separat erwerben. Alternativ bietet Citrix eine dauerhafte Lizenz für 1150 Euro an, bei der der Kunde aber jedes Jahr für gut 200 Euro den Vertrag für Softwarewartung erneuern muss.
Wer bislang eine Server-Lizenz hatte, kann diese gegen eine Lizenz für zwei Sockel eintauschen. Boten bisherige Versionen je nach eingesetzter Lizenz unterschiedlichen Funktionsumfang, so gibt es nun nur noch eine Version, die alle Funktionen beherrscht.
Neben der Berechtigung, Supportanfragen stellen zu können, besteht das einzige Unterscheidungsmerkmal, ob Xenserver mit oder ohne Lizenz betrieben wird, im Patch-Management mit dem grafischen Client Xencenter. Dieser ermöglicht es bei vorhandener Lizenz, aus der grafischen Oberfläche heraus auf allen Hosts eines Pools Hotfixes und Sicherheitsupdates automatisiert einzuspielen.
Manuelles Update
Wer nun befürchtet, seine unlizenzierte Xenserver-Installation stünde ohne Updates im Regen, liegt falsch. Es ist auch weiterhin möglich, die Patches per Kommandozeile einzuspielen. Dies ist zwar nicht ganz so elegant, funktioniert aber trotzdem und ist auch so seitens Citrix vollständig dokumentiert (siehe Kasten “Patchen ohne GUI”).
Ein Mischbetrieb aus lizenzierten und unlizenzierten Hosts in einem (Ressourcen-)Pool ist jedoch nicht möglich – der komplette Pool verhält sich dann, als wäre er unlizenziert.
Patchen ohne GUI
Die Kommandozeile von Citrix Xenserver ist ein mächtiges Tool für Admins, die sich damit auskennen. Exemplarisch zeigt sich das beim Einspielen eines Hotfix, im Folgenden am Critical Hotfix XS62E002 [10]. Nachdem der Admin das Patch auf einen Rechner mit installiertem Xencenter heruntergeladen hat, kann er es über die »xe« -Kommandozeile installieren.
Bademeister oder nicht?
Im ersten Schritt muss das Patch auf den Poolmaster gelangen. Ob ein Host in der Rolle des Poolmasters ist, stellt der Admin über die Eigenschaft »Pool master« in den »General« -Eigenschaften eines Hosts fest. Das Kommando gibt eine UUID aus, die der Admin im Folgenden braucht:
xe patch-upload -s Poolmaster -u root -pw Passwort file-name=Basis-Pfad/XS62E002.xsupdate 59128f15-92cd-4dd9-8fbe-a0115d1b07a2
Danach muss der Hotfix auf alle Maschinen im Pool gelangen:
xe -s Poolmaster -u root -pw Passwortpatch-pool-apply uuid=59128f15-92cd-4dd9-8fbe-a0115d1b07a2
Nun kann der Admin den Erfolg der Aktion überprüfen: Das folgende Kommando sollte den Hotfix auf allen Hosts (gelistet nach ihrer UUID) als »installiert« oder »installed« anzeigen:
xe patch-list -s Poolmaster -u root -pw Passwort name-label=XS62E001
Diese kritische Aktualisierung benötigt einen Neustart aller Maschinen, da sie den Xen-Hypervisor und die zugehörigen Tools aktualisiert. Laufende virtuelle Maschinen sollte der Admin also vorher auf andere Gastgeber migrieren. Im Erfolgsfall erscheint in den Pool-Eigenschaften hinter XS62E001 »fully applied« .
Technische Neuerungen
Neben den signifikanten lizenzrechtlichen Änderungen bringt die neue Xenserver-Version auch eine Reihe technischer Verbesserungen mit, die zwar nicht sonderlich bahnbrechend sind, aber von einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Produkts zeugen. Zum einen hat sich die Skalierbarkeit weiter verbessert. Bei entsprechender Hardware sind nun bis zu 500 virtuelle Maschinen mit Windows oder gar 650 mit Linux pro Host möglich [11], was vor allem der Desktop-Virtualisierung zugutekommt. Zum anderen hat der Hersteller die Liste der unterstützten Betriebssysteme erweitert. So werden neben neuen Versionen der wichtigsten Linux-Distributionen auch Windows 8 und Server 2012 unterstützt, was bisher als experimentell galt.
Das so genannte “Performance Monitoring Enhancements Pack for Xenserver 6.1”, das in der alten Xenserver-Version zusätzliche RRD-Metriken brachte und nachinstalliert werden musste, gehört in der neuen Version zum festen Lieferumfang und bietet nun einen deutlich besseren Einblick in den I/O-Durchsatz. Abbildung 3 zeigt einen kurzen Überblick über die für eine Festplatte auswählbaren Metriken. Xenserver speichert entsprechende Performance-Indikatoren ein Jahr lang in einer mit zunehmendem Alter gröber werdenden RRD-Datenbank. Wer sie mit anderen Tools weiterbearbeiten will, muss sie mit »rrd2csv« umwandeln.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Detailverbesserungen, etwa die Unterstützung neuer CPU-Typen, ein auf Robustheit hin überarbeitetes Powershell-SDK und Optimierungen, die vermeiden sollen, dass sich die Dom 0 durch exzessives Logging in die Knie zwingen lässt. Auch setzt Citrix nun eine aktuellere Version des Xen-Hypervisors ein (4.1.5).
Raus mit dem Ballast!
Citrix hat aber vor allem den Besen geschwungen und einige Features aus der aktuellen Release ausgekehrt, die nach Meinung der Firma obsolet sind, da nicht ausreichend verbreitet oder weil sie bereits einen würdigen Nachfolger in Form von erfolgreicheren Konkurrenzprodukten gefunden haben.
So müssen sich die Freunde eines virtualisierten Solaris nun nach einer anderen Plattform umschauen. Auch der Web Self Service ist nicht mehr dabei – eine Webschnittstelle, mit der Anwender einzelne, ihnen zugeordnete virtuelle Maschinen steuern konnten, ohne über vollständige administrative Rechte zu verfügen – quasi ein kleines Cloudportal.
Vom Ausmisten ist auch Xenconvert betroffen, das Werkzeug fürs Umwandeln physikalischer Maschinen in virtuelle. Und mangels Nachfrage wurde auch das Workload Balancing (WLB) eingestellt. Es ermöglichte auf Basis historischer Daten Entscheidungen über die automatische Platzierung von virtuellen Maschinen und gestattete es damit, Hosts gleichmäßig auszulasten.
Böse Zungen behaupten, Citrix habe in der aktuellen Version jetzt schon mehr Features entfernt als neue hinzugefügt, doch die Firma will auch in Zukunft den Lieferumfang weiter “auf das Wesentliche” reduzieren. Auf dem Prüfstand steht auch die Unterstützung für Microsofts System Center Virtual Machine Manager (SCVMM).
Trotzdem bringt der VMware-Konkurrent immer noch alle Features mit, die Admins von einer gestandenen Enterprise-Virtualisierung erwarten: Das Netzwerk lässt sich für Failover und Link-Aggregation bündeln, die Speicherverteilung dynamisieren, Xenserver unterstützt eine Vielzahl von Storage-Backends und lässt sich per Xe-Kommandozeile oder per Windows-GUI (Dotnet) administrieren. Exemplarisch zeigt das der Kasten “Patchen ohne GUI”.
Auch lassen sich recht einfach virtuelle Maschinen hochverfügbar bereitstellen. Dieses Feature fand bereits 2009 Eingang in Xenserver 5 [12] und stammt vom HA-Spezialisten Marathon. Die HA-Funktion ist schnell konfiguriert: Die einzelnen Host-Systeme mit Xenserver werden zuerst in einen gemeinsamen Ressourcen-Pool aufgenommen, auf dem der Admin dann die Hochverfügbarkeit aktiviert. Wer die Xencenter-Oberfläche verwendet und nicht von den Vorgabewerten abweicht, hat dies in deutlich weniger als zehn Klicks erledigt. Zur Ermittlung des Zustands der Hosts im Pool dient ein Heartbeat-Storage-Repository als Quorum, das allen Hosts zur Verfügung stehen muss.
Danach kann der Admin für die virtuellen Maschinen in diesem Ressourcen-Pool die Neustart-Strategie auswählen, unwichtige VMs bei einem Ausfall ihres Hosts links liegen lassen und wichtige auf einem anderen Host neu starten. Der automatische Neustart lässt sich allerdings nur konfigurieren, wenn die virtuelle Maschine auf einem von allen Hosts gemeinsam genutzten Speicherbereich liegt, beispielsweise einem zentralen NFS-Share.
Lokale virtuelle Maschinen starten auf Wunsch automatisch neu, wenn ihr Host nach einer Störung wieder zum Leben erwacht. Auch eine definierte Startreihenfolge ist möglich (Abbildung 4). Nicht minder praktisch sind die Funktionen, mit denen sich die Disk-Images durch die Gegend schieben lassen, bei Bedarf auch über Pool-Grenzen hinweg, was eine deutlich flexiblere Nutzung freier Ressourcen ermöglicht.
Xenmotion
Xenmotion, also die seit Version 6.1 bestehende Möglichkeit, virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb auf einen anderen Host zu verschieben, auch wenn die Gastgeber keinen gemeinsamen Storage-Bereich nutzen, erweist sich besonders in sehr kleinen Setups als nützlich. Damit kann der Admin – etwa aus Kostengründen – die Infrastruktur klein halten und auf teuren zentralen Storage verzichten (Abbildung 5).
Auch der Umzug in einen anderen Ressourcen-Pool ist ohne Betriebsunterbrechnung möglich [13]. Allerdings lassen sich auf lokalen Platten vorgehaltene Maschinen im Falle einer Störung nicht auf einem anderen Host neu starten.
VDI und virtuelle 3-D-Anwender im Fokus
Wer auf virtuelle Desktops mit entsprechender 3-D-Grafikleistung angewiesen ist, wie es beispielsweise im CAD-Bereich der Fall ist, der will vielleicht eine leistungsfähige 3-D-Grafikkarte in die virtuelle Maschine durchreichen – entsprechende “VT for direct I/O”-Unterstützung im Bios vorausgesetzt. Das Ganze nennt sich dann “Multi GPU Pass-Through”. Auch wenn sich damit die Packungsdichte der virtuellen Maschinen pro Host reduziert (jeder Gast reserviert eine GPU exklusiv) lassen sich doch High-Performance-Desktops und deutlich anspruchslosere Desktops auf einem Host konsolidieren.
Citrix scheint eingesehen zu haben, dass Xenserver nicht auf allen Hochzeiten tanzen kann, und besinnt sich auf zwei Kernmärkte, in denen es die Rolle des Preis-Leistungs-Siegers anstrebt. Einerseits den VDI-Markt, bei dem ein auf hohe VM-Packungsdichte optimierter Hypervisor von Vorteil ist und wo Citrix für nach 3-D-Leistung gierenden Kunden Speziallösungen anbietet, die sich dann auch mit ihrer bestehenden VDI-Umgebung kombinieren lassen.
An zweiter Stelle zielt Citrix auf den Cloudmarkt, wo eine quelloffene Hypervisor-Lösung klar von Vorteil ist. Auch wenn Xenserver auf dem offenen Xen-Hypervisor aufsetzt, der eh schon auf einem großen Prozentsatz von Cloudinstallationen arbeitet, so gibt es hier durchaus Szenarien, in denen eine Lösung mit kommerziellem Support Chancen hat. Hier verspricht sich Citrix durch die Veröffentlichung der Quellen eine deutlich bessere Positionierung sowie mehr Input und Upstream aus der Community.
Einfach, ausgereift, stabil und gut für Windows
Wer noch nicht in der Cloud angekommen ist und eigentlich nur einen einfach zu bedienenden Virtualisierer sucht, wird beim aktuellen Xenserver schnell fündig. Dort erhält er eine ausgereifte, seit Jahren flott und stabil arbeitende Virtualisierungslösung, die sich hinter der Konkurrenz nicht verstecken muss. Dann bietet der Xenserver auch ähnlich viele Features wie die Konkurrenz – zu einem attraktiven Preis.
Infos
- Release Notes zu Xenserver 6.2.0: http://support.citrix.com/article/CTX137826
- Tech-Preview von Xenserver mit Libvirt und Ceph: http://www.xenserver.org/component/easyblog/entry/tech-preview-of-xenserver-libvirt-ceph.html?Itemid=179
- Udo Seidel, “Speicher satt”: Linux-Magazin 02/2013, S. 30
- Lizenzen der Xenserver-Komponenten: http://xenserver.org/about-xenserver-open-source/gplv2-license.html/
- Xenserver-Community: http://www.xenserver.org
- Andrej Radonic, “Aufholjagd”: Linux Magazin 04/2013, S. 68
- Martin Loschwitz, “Gestapelte Fenster”: Linux-Magazin 09/2013, S. 68
- Microsoft Server Validation Program: http://windowsservercatalog.com/svvp.aspx?svvppage=svvp.htm
- Rackspace Cloud FAQ: http://www.rackspace.com/cloud/cloud_hosting_faq/
- Hotfix XS62E002: http://support.citrix.com/article/CTX138349
- Xenserver Blog, “How did we increase VM density in Xenserver 6.2?”: http://www.xenserver.org/component/easyblog/entry/how-did-we-increase-vm-density-in-xenserver-6-2.html?Itemid=179/
- Markus Feilner, “Neu im Haus”: Linux-Magazin 03/2009, S. 42
- Live-Migration von Disks und Storage mit Xenmotion: http://blogs.citrix.com/2012/08/24/storage_xenmotion/












