Aus Linux-Magazin 06/2013

Auf den Punkt gebracht

Haben Sie Anregungen, Statements oder Kommentare? Dann schreiben Sie an redaktion@linux-magazin.de. Die Redaktion behält es sich vor, die Zuschriften und Leserbriefe zu kürzen. Sie veröffentlicht alle Beiträge mit Namen, sofern der Autor nicht ausdrücklich Anonymität wünscht.

Linux-Maintenance

03/13, S 22: Ich habe mich offen gesagt sehr gefreut über das Magazin-Hauptthema, das in meinem professionellen Umfeld seid über zehn Jahren immer wieder Fragen und Probleme aufwirft. Trotz der schlechten Erfahrungen von Herrn Knopper, die sich mit meinen als Autor von Software aus der anderen Perspektive durchaus decken, zeigt Ihr Vorstoß, wie gut die einzelnen Distributionen die verschiedenen Anforderungsprofile bedienen.

Sie stellten eine Behauptung auf: “Noch niemand Unabhängiges hat sich ernsthaft darangesetzt, die Maßnahmen zur Paketpflege systematisch zu untersuchen.” Das ist so nicht richtig, aber in einer Linux-freundlichen Community veröffentlicht man so was ohne entsprechendes Renommee nicht – und kaum sonst jemand interessiert sich dafür. Schade ist, dass das Magazin die Chance nicht ergriffen hat, Fragen über Aktualität, Stabilität, Zuverlässigkeit und vor allem den Preis der zugesicherten Leistung entsprechend zu stellen und zu kategorisieren.

Jens Rehsack, per E-Mail

Knoppix 7.1 und WLAN

04/13, Delug-DVD: Ich habe mir das Linux-Magazin 04/13 gekauft, um Knoppix 7.1 zu besitzen und auf einem USB-Stick zu installieren. Mein Stick funktioniert auch weitestgehend perfekt in allen von mir getesten Computern. Nur bei meinem Wortmann Terra Tab 1080 mit Realtek-WLAN (RTL 8188) erkennt das Tab zwar das Netzwerk, aber trotz der Eingabe der korrekten WPA-Verschlüsselungsparameter bricht der Aufbauversuch nach zirka einer Minute ergebnislos ab. Ist Knoppix nicht mit diesem Realtek-WLAN kompatibel?

C. Koller, per E-Mail

Kern-Technik mit Fehlfunktion

04/13, S. 96: Die Formeln zur Gewichtung des Nice-Wertes auf Seite 96 und in Tabelle 1 auf Seite 97 sind unterschiedlich und meines Erachtens nicht korrekt, siehe http://oakbytes.wordpress.com/2012/06/06/linux-scheduler-cfs-and-nice/.

Karl-Heinz Pohl, per E-Mail

Affen armselig

05/13, S. 3: Den Wechsel von Miguel de Icaza zur Mac-Plattform in der gezeigten Form zu kommentieren ist ein Zeichen schlechten Verlierertums. Da wendet sich eine Schlüsselfigur der OSS-Szene von Linux auf dem Desktop ab und anstatt die Gründe kritisch zu hinterfragen, wird Herrn Icaza eine Sehnsucht nach neuen, rollitragenden Freunden angedichtet. Und als ob es auch noch der weiteren Herabwürdigung bedarf, wird sein Verhalten mit der Nutzung von iPads durch Orang-Utans in Bezug gesetzt. Das, mit Verlaub, ist ziemlich armselig und geht auch komplett am Kern der Sache vorbei. Die Verbreitungszahlen von Linux im Vergleich mit Mac OS X auf Desktops und Mobilrechnern legen doch nahe, dass Icaza mit seiner Resignation beileibe nicht allein dasteht. Warum wohl?!

Ich stelle bei der Arbeit an Linux-Desktops immer wieder fest, dass zwar der Look der Oberflächen zunehmend besser wird, aber unter der Haube immer noch mehr hakt, also beim Feel. Da sind die erwähnten allfälligen Scherereien mit WLAN und Stromspar-Einstellungen eine Sache, die teils unausgegorenen, inkonsistenten und in sich unlogischen Bedienkonzepte eine andere.

Anstatt Leuten, die genug von Halbheiten und Inkonsistenzen haben, unfreundliche Vergleiche hinterherzuwerfen, sollte die OSS-Welt lieber von der Konkurrenz lernen. Die visuellen Effekte von Mac OS abzukupfern, wie es Ubuntu Unity ganz unverhohlen tut, ist aber nur die halbe Arbeit. Man muss auch die zugrunde liegenden Konzepte verstehen und implementieren.

Peter Eckel, per E-Mail

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