Cpuid 20120225
Informationen zur CPU ausgeben
Quelle: http://www.etallen.com/cpuid.html
Lizenz: GPLv2
Alternativen: IO-Tools
Wer wissen möchte, welcher Prozessor in einem System steckt, der greift entweder zu Schraubenzieher und Datenblatt oder zu Cpuid. Das C-Programm gibt alles Wissenswerte über die Zentraleinheit preis. Neben Vendor-ID, Prozessortyp, Modellvariante oder Stepping-ID sind besonders die Feature-Informationen interessant. Cpuid offenbart zudem die Seriennummer des Prozessors und zeigt, ob der Chip Virtualisierung oder MMX-Technology zu bieten hat beziehungsweise ob Bios-Setup und Kernel diese Funktionen aktiviert haben oder nicht.
Bei Mehrkernprozessoren verrät der Parameter »-1« nur die Informationen zur ersten CPU, was sinnvoll ist, wenn alle Kerne identisch sind. In der Voreinstellung schreibt das Tool alle Daten in gut strukturierter Form auf die Standardausgabe. Alternativ haben Anwender die Möglichkeit, mit »cpuid -r« die Rohinformationen anzuzeigen und diese etwa in einer Datei zu speichern, um sie später auszuwerten. Das ist praktisch, wenn es darum geht, Prozessoren in großen Serverfarmen zu erfassen.
Cpuid entlockt Prozessoren ihre Geheimnisse. Die Anwender sehen auf einen Blick, welche Funktionen ein Kern zu bieten hat und ob diese aktiviert sind. Mit diesen Informationen optimieren sie dann die Bios-Einstellungen oder den Kernel.
Httpry 0.1.7
HTTP-Paketsniffer
Quelle: http://dumpsterventures.com/jason/httpry
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Justniffer, Webalizer Xtended
Dieses Tool empfiehlt sich vor allem Webmastern, die HTTP-Anfragen protokollieren und anzeigen möchten. Eine Analyse führt es zwar nicht durch, dafür erfasst und parst es den Traffic für spätere Auswertungen. Httpry schreibt seine Meldungen entweder in Echtzeit auf die Konsole oder läuft dezent als Dienst im Hintergrund und übergibt seine Statusinformationen an Syslog.
Die gesammelten Daten speichert die Option »-o« in eine Datei. Die Formatierung bestimmen Admins über weitere Aufrufoptionen hinter dem Schalter »-f« . Die Datei »format-string« aus dem »doc« -Verzeichnis des Programmarchivs zeigt, wie Anwender die Ausgabe zusammenstellen und Informationen zu Timestamps, Source- und Destination-IPs, Ports und so weiter arrangieren.
Das Programm beschränkt sich auf die Request- und Response-Verbindungen. Den vollständigen HTTP-Datenstrom erfasst es nicht. Um nicht den Überblick zu verlieren, können Admins Httpry dazu bringen, nur bestimmte Netzwerkschnittstellen zu beobachten, oder die Anzahl der Antworten pro Minute auf einen maximalen Wert begrenzen. Frei definierbare Filterregeln erlauben es zudem, das Datenvolumen weiter einzugrenzen.
Httpry behält den Datenverkehr auf Webservern im Auge und erleichtert Admins die spätere Analyse.
Arping 2.11
Pingen mit ARP-Requests
Quelle: http://www.habets.pp.se/synscan/programs.php?prog=arping
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Ping, Scapy, Divine
Arping arbeitet ähnlich wie Ping, versendet neben ICMP- aber auch ARP-Anfragen. Der Anwender kann somit wählen, ob er die IP-Adresse, den Hostnamen oder die MAC-Adresse des Zielsystems beim Aufruf angibt. Das Tool erfordert Rootrechte. Um einen Computer anzupingen, geben Nutzer hinter dem Befehl die MAC- oder IP-Adresse der Gegenstelle an. Wer gerne ein akustisches Feedback hätte, der fügt »-a« hinzu.
Die Ausgabe zeigt die Paketgröße, die MAC- und IP-Adresse des Zielrechners sowie die für den Request benötigte Antwortzeit. Optional reduzieren die Parameter »-r« und »-R« die Ausgabe auf die IP- beziehungsweise die MAC-Adresse. Hilfreich ist auch die Option »-d« , die Arping dazu veranlasst, besonders auf doppelte Antworten zu achten. Das ist dann der Fall, wenn eine IP-Adresse mit mehreren unterschiedlichen MAC-Adressen antwortet. Mit »-p« veranlasst der Nutzer das Tool dazu, das Interface in den Promiscuous Mode zu versetzen. Notwendig wird dies, wenn er etwa als Quell-IP oder -MAC eine andere Adresse als die echte angibt.
Arping ist eine interessante Alternative zu Ping. Das Tool erweist sich als besonders hilfreich, wenn Nutzer sich einen Überblick über unbekannte Netze verschaffen möchten.
Colormake 0.9
Make-Ausgabe einfärben
Quelle: https://github.com/pagekite/Colormake
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Colormake2, Pretty Make
Für Anwender, die ihre Programme selbst aus den Quellen kompilieren, erweist sich Make als lebenslanger Begleiter. Allerdings ist die Ausgabe dieses Helfers meist alles andere als übersichtlich. Colormake bringt Farbe ins Spiel und macht die Make-Meldungen auf der Konsole besser lesbar.
Colormake selbst besteht aus zwei Komponenten. Während »colormake.pl« für die optische Aufbereitung der Make-Ausgabe zuständig ist, sorgt das Shellskript »colormake« dafür, dass der Output von Make überhaupt bei dem Perl-Skript landet. Das Programmarchiv beinhaltet zudem ein Tool namens »clmake« , das »colormake.pl« mit dem Pager »less« kombiniert.
Anwender rufen »colormake« anstelle des Kommandos »make« auf. Der Wrapper färbt die Ausgabe je nach Status ein. So erscheinen Meldungen vom GCC beispielsweise in Magenta, Warnungen in Grün, Fehler in Rot und Kommentare in Dunkelgrau. Sagen die Standardeinstellungen nicht zu, dürfen Nutzer ein individuelles Farbschema zusammenstellen und in der Konfigurationsdatei »~/.colormakerc« eintragen.
Laut Readme kann es bei manchen Makefiles erforderlich sein, den Interpreter »#!/usr/bin/colormake« in die erste Zeile einzutragen. Colormake kennt lediglich die Option » –short« , welche die Ausgabe von Make verkürzt. Tippfaule Anwender greifen zu den beiden Skripten »colormake-short« und »clmake-short« , die den Parameter schon integriert haben.
Colormake gestaltet die Make-Ausgabe übersichtlicher. Durch den Griff in den Farbtopf fallen Probleme oder Warnungen viel besser auf.
Darkstat 3.0.715
Netzwerkverkehr ermitteln und darstellen
Quelle: http://unix4lyfe.org/darkstat
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Collectd, Antg
Darkstat fertigt Statistiken über den Datendurchsatz in Netzwerken an. Dazu läuft der Paketsniffer im Hintergrund und protokolliert den Verkehr der angegebenen Netzwerkschnittstelle. In der Voreinstellung versetzt das Tool das Interface in den Promiscuous Mode, was Anwender von Fall zu Fall mit dem Parameter »–no-promisc« unterbinden.
Der eigentliche Clou sind die übersichtlichen Graphen und Tabellen, die das Tool aus den erfassten Daten generiert. Sie stellen den Traffic der letzten Minute, Stunde, des Tages und des vergangenen Monats dar. Die Tabellen listen den Datendurchsatz für jedes Zielsystem individuell auf. Die Anzahl der Einträge begrenzen Nutzer mit »–hosts-max« . Den Fully-qualified Host Name der Zielsysteme notiert das Tool in der Voreinstellung ebenfalls, was die Option »–no-dns« jedoch unterdrückt.
Die Ergebnisse betrachten Nutzer komfortabel im Browser. Darkstat bringt seine eigene HTTP-Engine mit, die auf Port 667 Anfragen entgegennimmt. Über »-p« und »-b« passen Anwender dies an eigene Bedürfnisse an. Wer über einen längeren Zeitraum Daten aufzeichnen möchte, der sollte außerdem über »–export« und »–import« Dateinamen angeben, denn Darkstat kann alle erfassten Daten beim Beenden speichern und beim Start erneut einlesen. So gehen bei einem Reboot die gesammelten Fakten und die Darkstat-Statistiken nicht verloren.
Darkstat ermittelt schnell und ohne großen Aufwand den Datendurchsatz einer Netzwerkschnittstelle und bereitet die Ergebnisse übersichtlich und optisch ansprechend auf.
Rdup 2.1.13
Datensicherung auf der Konsole
Quelle: http://miek.nl/projects/rdup
Lizenz: GPLv3
Alternativen: Disk Archiver, Rsync
Regelmäßige Backups fallen bei (zu) vielen Anwendern aus Bequemlichkeit unter den Tisch. Rdup bietet seine Hilfe an und geht beim Erstellen und Verwalten von Sicherungen zur Hand. Dabei stellt das Tool nur die Liste der zu sichernden Dateien (mit ihrem absoluten Pfad) zusammen. Führt der Nutzer eine inkrementelle Sicherung durch, erkennt Rdup anhand der Ctime, ob es Veränderungen gab. Für die eigentlichen Archivierungsfunktionen arbeitet es mit bewährten Tools wie Tar, GPG und Gzip zusammen. Die Manpage zeigt zahlreiche Beispiele dafür, wie Nutzer die Werkzeuge miteinander kombinieren können.
Einfache Sicherungen erstellen Anwender mit dem Shellskript »rdup-simple« . Ohne lange Einarbeitungszeit in Rdup und dessen Bodenpersonal generiert es Backups. Beim Aufruf erwartet es lediglich die Angabe des Quell- und Zielverzeichnisses. Der Parameter »-z« sorgt für eine Kompression der Daten und »-n« garantiert einen Testlauf ohne Folgen. Um Daten zu verschlüsseln, wählen Anwender zwischen mehreren Verfahren aus. Rdup chiffriert unter anderem mit AES, GPG oder Mcrypt.
Ebenfalls im Paket enthalten sind die beiden Tools »rdup-up« und »rdup-tr« . Während das erste Verzeichnisstrukturen aus einer Rdup-Sicherung wiederherstellt, ermöglicht es das zweite, Rdup-Backups in andere Archivformate wie Tar, Cpio oder Pax zu konvertieren.
Als Kommandozeilentool eignet sich Rdup bestens für den Einsatz in eigenen Skripten oder auf Remotesystemen. Rdup selbst stellt nur die zu sichernden Dateien zusammen und reicht die Liste an andere Programme weiter. Einsatzbeispiele und Anregungen finden Anwender in der Manpage und auf der Projektwebseite. (U. Vollbracht/hej)










