CSV-DB
CSV-Dateien mit SQL-Statements bearbeiten
Quelle: http://sandbox.ltmnet.com/csvdb
Lizenz: GPLv3
Alternativen: MySQL
CSV DB ist eineDatenbank-Engine, die das Verwalten von CSV-Dateien mit SQL-Befehlen ermöglicht. Dazu stehen die DML-Kommandos »select« , »update« , »insert« und »delete« sowie die DDL-Befehle »drop« und »create« zur Verfügung. Zwei »show« -Kommandos zeigen außerdem alle vorhandenen Tabellen und deren Aufbau an.
Beim Aufruf übergibt der Anwender mit »-f« eine CSV-Datei. Der Parameter kann mehrmals zum Einsatz kommen. CSV DB interpretiert jede Datei als eigenständige Tabelle und führt sie unter ihrem Dateinamen. Soll sie einen anderen Bezeichner erhalten, legt der Nutzer mit »-n« ein Alias an. Wichtig ist, dass der Parameter direkt hinter der betreffenden CSV-Datei im Aufruf steht. Als besonderes Schmankerl bietet CSV DB an, mit »-a« Apache-Logdateien als Tabelle zu laden. Mit »-e« übergibt der Anwender ein SQL-Statement beim Programmaufruf, das CSV DB dann ausführt. Das Ergebnis der Abfrage erscheint in der Standardausgabe.
CSV DB ist ein praktisches Tool, das CSV-Dateien und sogar Apache-Protokolle mit SQL-Statements auswertet. Das erspart dem Admin den Import in eine vollwertige Datenbank. Da CSV DB alle grundlegenden DML-Befehle unterstützt, kann es auch als Datenspeicher für eigene Skriptlösungen dienen.
Pgpry 0.1.1
Open-PGP-Passphrasen wiederherstellen
Quelle: http://pgpry.sourceforge.net
Lizenz: GPLv3
Alternativen: keine
Ist das Passwort für den Open-PGP-Schlüssel weg, ist guter Rat teuer. Als Retter in der Not empfiehlt sich Pgpry, es verspricht die Rekonstruktion der Passphrase mit Hilfe der Schlüsseldatei. Drei Strategien zum Knacken stehen zur Wahl: »incremental« , »random« und »dictionary« . Eine umfangreiche Wörterbuchdatei vorausgesetzt, führt letztere Methode am schnellsten zum Ziel.
Hat der Anwender ein komplexes Passwort gewählt, entscheidet er sich besser für »random« oder »incremental« . Beide Vorgehensweisen sind allerdings sehr zeitintensiv. Wer sich noch an Teile der Passphrase erinnert, kann diese mit Präfix- und Suffix-Listen angeben und damit das Suchfeld eingrenzen. Auf Wunsch startet das Tool mehrere Jobs, um die Suche zu beschleunigen.
Pgpry erwartet alle Angaben als Aufrufparameter beim Start; »–help« gibt eine Übersicht über alle Optionen. Den Schlüssel überreicht der Anwender über die Standardeingabe. Dazu empfiehlt es sich, den Inhalt direkt mit »cat« umzuleiten. Den aktuellen Status seiner Suche verrät das Tool in einer so genannten »state« -Datei. Unterbricht der Nutzer die Arbeit und setzt sie später wieder fort, schaut Pgpry zuerst nach einer solchen »state« -Datei und setzt die Suche an der richtigen Stelle fort.
Abzüge gibt’s in der B-Note: Die Dokumentation des noch relativ jungen Tools ist dünn – nur ein Readme steht bereit, das den Inhalt der Webseite enthält.
Pgpry ist die letzte Rettung für alle, die ihr Open-PGP-Passwort verlegt oder vergessen haben. Voraussetzung ist jedoch, dass die Schlüsseldatei noch vorhanden ist.
Dropbear 2011.54
Kompakter SSH-Server
Quelle: https://matt.ucc.asn.au/dropbear/dropbear.html
Lizenz: MIT
Alternativen: Open SSH
Wer auch auf Embedded Devices nicht auf SSH verzichten möchte, der sollte einen Blick auf Dropbear werfen. Die SSH-Suite enthält einen Server sowie die beiden Programme Dbclient und Dropbearkey und ist eine kompakte Alternative zu Open SSH.
Anwender konfigurieren den Server über Kommandozeilenparameter. Vor dem ersten Einsatz erzeugen sie einen RSA- oder DSS/DSA-Hostkey. Dazu kommt das Tool Dropbearkey zum Einsatz. Es reicht aus, beim Aufruf den Typ und einen Dateinamen anzugeben. Den fertigen Schlüssel speichert Dropbearkey im Verzeichnis »/etc/dropbear« . Soll er woanders landen, teilt der Anwender dies über »-d« beziehungsweise »-r« beim Aufruf mit. Weitere Parameter deaktivieren das Login als Root (»-w« ), die Authentifizierung via Passwort (»-s« ) oder die Portweiterleitung (»-j« ).
In der Voreinstellung agiert Dropbear als Dienst im Hintergrund. Wer weitere Ressourcen einsparen möchte, der kann den Server auch mit Inetd oder Xinetd kombinieren.
Dropbear ist ein flotter und schlanker SSH-Server, der vor allem auf Geräten mit begrenzten Ressourcen eine gute Figur macht. Eine Reihe von Router-Distributionen nutzt das Tool bereits als Standard-SSH-Dienst.
Fgr 4.7.4
Symbiose aus Find und Grep
Quelle: http://xffm.org/fgr.html
Lizenz: GPLv3
Alternativen: Find ‘Em All
Das Tool Fgr spürt Textpassagen in Dateien auf. Die Entwickler bewerben die Spürnase als Alternative zu bewährten Find-Grep-Kombinationen. Zur Suche in Textdateien greift Fgr tatsächlich auf Grep zurück, erzeugt seine Liste aller zu durchsuchenden Dateien aber mit einer eigenen Routine.
Um nach einer Zeichenkette zu suchen, übergeben Anwender diese oder ein Suchmuster gemeinsam mit dem Suchpfad beim Aufruf. Das Suchmuster darf auch reguläre Ausdrücke enthalten. Um in großen Verzeichnisbäumen die Fahndung nicht ausufern zu lassen, stellt das Tool Parameter zur Verfügung, welche die Suche einschränken. So gibt es beispielsweise Optionen, die sich nur auf Dateien bestimmter Größe oder auf ein Dateisystem konzentrieren.
Alternativ beschränkt sich Fgr auf Dateien mit einem bestimmten Änderungs- oder Zugriffs-Zeitstempel. Auf Wunsch bezieht das Tool versteckte Dateien und Ordner mit ein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, nur nach ganzen Wörtern oder vollständigen Zeilen zu suchen oder nur Dateien zu nennen, in denen das gesuchte Muster nicht enthalten ist.
Fgr ist ein performantes Tool, das dabei hilft, Texte oder Suchmuster in Dateien zu finden – eine gute Alternative zu Find-Grep-Einsätzen.
Kitsune 1.1.1
Einfaches Blogsystem
Quelle: http://puszcza.gnu.org.ua/software/kitsune
Lizenz: MIT
Alternativen: Blazeblogger
Kitsune verhilft Bloggern schnell und unkompliziert zu einem eigenen Webtagebuch. Einzige Voraussetzung für das Perl-Programm ist ein Webserver mit CGI-Unterstützung. Ein Datenbank-Backend ist nicht erforderlich. Alle Artikel erwartet Kitsune im Textformat. So können Anwender im Lieblingseditor bloggen und ihre Beiträge danach im Blogverzeichnis abspeichern. Die erste Zeile interpretiert das Perl-Tool immer als Überschrift und hebt sie entsprechend hervor. Den Rest stellt Kitsune dann als Fließtext dar. Mit HTML-Tags darf der Anwender eigene Formatierungen vornehmen.
Bei jedem Aufruf erzeugt Kitsune die Webseite mit dem Blog neu. Die Reihenfolge der Artikel ergibt sich aus den Timestamps der Textdateien. Ändert der Anwender also einen alten Eintrag und setzt danach den Zeitstempel nicht wieder zurück auf den Zeitpunkt der ersten Erstellung, ordnet das Blogsystem ihn beim nächsten Aufruf ganz oben auf der Liste ein.
In der Voreinstellung zeigt das Programm zehn Artikel pro Seite an. Wer mehr Content einblenden möchte, passt den Perl-Code entsprechend an. Hier können Nutzer auch den Pfad zum Blogverzeichnis angeben und eine CSS-Datei für den eigenen Look definieren. Wer bei den Blogartikeln nicht die ».txt« -Endung verwenden möchte, der findet hier auch eine Option, um eine alternative Datei-Endung festzulegen.
Kitsune ist schnell installiert und eingerichtet. Das schlanke Blog benötigt wenig Ressourcen und läuft ganz ohne Datenbank im Hintergrund.
Rho 1.0.27
Schlanker Texteditor mit Emacs-Syntax
Quelle: http://rho.tuxfamily.org
Lizenz: Creative Commons Non Commercial Share Alike License 3.0
Alternativen: Emacs, Nano, Joe
Rho ist ein Texteditor für die Konsole und bringt nur wenige Kilobyte auf die Waage. Die Tastenkürzel zur Steuerung hat das Tool beim Emacs beziehungsweise der Bash abgeschaut, sodass sich viele Anwender und Admins schnell zurechtfinden sollten. [Strg]+[X]+[H] listet für alle Fälle die möglichen Tastenkombinationen und Funktionen auf.
Neben den Standardfunktionen wie Ausschneiden, Einfügen, Markieren und Bearbeiten von Textblöcken beherrscht Rho auch den Umgang mit mehreren Buffern. Dies ermöglicht es, mehrere Dateien zeitgleich zu bearbeiten. Eine Liste aller geöffneten Files verrät der Shortcut [Strg]+[X],[Strg]+[B]. Programmierer dürften sich über die Split-Screen-Funktion freuen, die das Editorfenster horizontal teilt. Rho bietet insgesamt sechs verschiedene Arbeitsmodi, die der Nutzer auch kombinieren kann. So schaltet beispielsweise »OVER« vom Einfügen- in den Überschreiben-Modus, wohingegen »VIEW« den aktuellen Buffer in den Nur-Lesen-Status versetzt.
Der Anpassung an eigene Bedürfnisse dient die Datei ».rhorc« im eigenen Homeverzeichnis. Hier kann der Anwender zum Beispiel eigene Makros und Prozeduren definieren und diesen auch Tastenkombinationen zuordnen. Eine Beispielkonfiguration ist im Archiv enthalten. Die Onlinehilfe erklärt anschaulich, wie Nutzer ihre eigenen Makros und Funktionen schreiben und dort verankern.
Rho ist ein handlicher Texteditor mit einem großen Funktionsumfang. Das Tool eignet sich ideal für Emacs-Fans, die eine abgespeckte Version des Editors suchen. (U. Vollbracht/hej)










