Aus Linux-Magazin 07/2011

Leserbriefe

Abbildung 2: Charly Kühnast ist Admin, Autor und Familienvater. Im Linux-Magazin 02/02 erschien seine erste Kolumne zum Tool Ngrep.

Langsames Ecryptfs

06/11, S. 50: Zum Artikel über verschlüsselte Dateisysteme: Meine eigenen Messungen von Verschlüsselungsverfahren (DM-Crypt und Ecryptfs) und Dateisystemen (Ext 4 und Btrfs mit/ohne Komprimierung) auf einer C300-SSD von Crucial kommen zu anderen Ergebnissen. Vor allem der Vergleich von Ecryptfs und DM-Crypt fällt gegenteilig aus: Bei meinen Tests war Ecryptfs häufig langsamer als DM-Crypt (Abbildung 1).

Abbildung 1: In den Tests von Rene Mayrhofer fällt Ecryptfs durch Langsamkeit auf (rote Felder).

Abbildung 1: In den Tests von Rene Mayrhofer fällt Ecryptfs durch Langsamkeit auf (rote Felder).

Die Ergebnisse meiner Messungen beim Kompilieren des Kernels und beim Benchmark Bonnie++ sind in [http://www.mayrhofer.eu.org/ssd-linux-benchmark] zu finden, inklusive der vollen Ausgaben von Bonnie++. Es würde mich interessieren, ob die Autoren eine Erklärung für die Diskrepanz haben und wie ich vielleicht mit Ecryptfs bessere Performance erzielen könnte.

Rene Mayrhofer, per E-Mail

Das ist interessant, ich habe die im Artikel beschriebenen Messungen selbst vorgenommen und mehrfach kontrolliert. Mir ist die erheblich bessere Performance von Ecryptfs aufgefallen. Zu den Unterschieden habe ich eine Vermutung: Kann es sein, dass Ihnen bei Ihren Tar-Befehlen (die ja recht CPU-lastig sind) die Systemauslastung des Crypto-FS in die Quere kam? Diese differierte bei meinen Messreihen stark und war bei Ecryptfs mit um 90 Prozent sogar sehr hoch. Die hohe CPU-Last sei bei Ecryptfs häufig ein Showstopper, meint auch ein anderer von mir befragter Spezialist. (mfe)

RTFM

06/11, S. 3: Mit großer Freude habe ich Ihr Editorial zur immer spärlicher werdenden Dokumentation gelesen. Ein weiteres wunderbares Beispiel ist Grub 2. Der Bootloader nähert sich immer mehr einer fertigen Release (aktuell 1.99rc2), aber die Dokumentation bewegt sich auf einer sehr rudimentären Ebene.

Bernhard Treutwein, per E-Mail

Cron-Sonntag

06/11, S. 59: In Charlys Sysadmin-Artikel zu Cron lese ich, dass “die Wochentage in der Crontab von 0 bis 6 und nicht von 1 bis 7 durchnummeriert” seien. Genau genommen erlaubt der Vixie Cron für das Feld »day of week« die numerischen Werte 0 bis 7. Den Sonntag kann man wahlweise als 0 oder als 7 schreiben (siehe auch »man 5 crontab« ). Somit ist allen gedient: Wer den Montag als ersten Tag der Woche betrachtet, nimmt 1 bis 7, wer die Woche mit dem Sonntag beginnt, verwendet 0 bis 6.

Harald Geiger, per E-Mail

As Time Goes By

06/11, S. 59: Auch Charly wird älter! Danke für die tollen Kolumnen der letzten Jahre – und für das aktuelle Foto!

André Kunde, per E-Mail

Alle zehn Jahre ist ein neues Foto angebracht. Ich habe gerade das Linux-Magazin 02/02 gefunden, in der meine erste Kolumne erschienen ist (Abbildung 2). Die Zeit rennt! (Charly Kühnast)

Abbildung 2: Charly Kühnast ist Admin, Autor und Familienvater. Im Linux-Magazin 02/02 erschien seine erste Kolumne zum Tool Ngrep.

Abbildung 2: Charly Kühnast ist Admin, Autor und Familienvater. Im Linux-Magazin 02/02 erschien seine erste Kolumne zum Tool Ngrep.

Errata

06/11, S. 94: Im Haskell-Artikel fehlt im Abschnitt zur List Comprehension das mathematische Zeichen für “ist Element von”. Korrekt müsste der Ausdruck lauten:

{ n*n | n ? N , n mod 2 != 0 }

Daneben hat sich in Listing 3 ein Fehler eingeschlichen. Richtig ist die Zeile:

fak n = n * fak(n - 1)
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