Paket-Déjà-vu
12/2008, S. 102: Ich hatte neulich ein Déjà-vu-Erlebnis in Bezug auf Tobias Eggendorfers Artikel “Wie DHL Kundendaten preisgibt”: Ich bekam von DPD eine Sendung zugestellt. Eigentlich sollte die aus zwei Teilen bestehen, es kam aber nur ein Paket an. Die Paketschein-Nummer für das gelieferte Paket hatte ich. Damit rief ich dann beim DPD-Service an und wollte wissen, wo denn der zweite Teil der Lieferung steckt. Dort sagte man mir, dass bei zusammengehörigen mehrteiligen Lieferungen jedes Paket seinen eigenen Paketschein hat.
Aus Neugier habe ich einfach meine Paketscheinnummer um eins hochgezählt und in die Sendungsverfolgung eingetragen – und ich erhielt alle Informationen über das noch fehlende Paket. Dann habe ich noch mal um eins weitergezählt – auch das war eine gültige Paketscheinnummer. So erfährt man immer noch die Route des Pakets, die Ziel-Postleitzahl, den Nachnamen der annehmenden Person und die Uhrzeit der Auslieferung.
Volkmar Glauche, per E-Mail
Interessant. Ich möchte Ihnen dazu den Artikelunterhttps://www.linux-magazin.de/Heft-Abo/Ausgaben/2010/01/Angriff-auf-Paketeans Herz legen, in dem wir die von Ihnen beschriebene Problematik bei DPD (und UPS) bereits untersucht haben. Das Problem der Enumeration besteht offenbar immer noch. (mg)
Open Office kanns
05/2011, S. 102: Ich finde Mike Schillis Artikel “Gute Etikette” aus der Sicht des Perl-Coders recht informativ. In diesem Fall aber ist das Anwendungsbeispiel doch etwas ungünstig gewählt: Open Office bietet seit Jahren auf komfortable Weise alles, was man zur Generierung von Serienetiketten aus diversen Datenbanken (JDBC) und -quellen braucht. Durch die Kombination von MySQL-Datenbankadapter oder CSV mit Calc, Seriendruckfunktion und Etikettenvorlagen ist diese Aufgabenstellung meiner Meinung nach schneller und komfortabler lösbar. Das Schreiben oder Anpassen eines Skripts dürfte auch bei den meisten Perl-Profis länger dauern.
Ich beispielsweise habe mich bei einer ähnlichen Aufgabenstellung schließlich doch für den Office-Weg entschieden, obwohl der Kunde ein Perl- oder Python-Skript vorschlug. In kurzer Zeit (zwei Stunden hatte ich bis zum fertigen PDF) erzeugte ich mit Open Office rund 8000 individuelle Guthabentickets für einen Wireless-ISP – mit Logo und beidseitig bedruckt –, die als PDF auf A4-Seiten passten. Als Datenquelle diente mir die zur Radius-Authentifizierung verwendete MySQL-Datenbank des Kunden.
Niels Dettenbach, per E-Mail
Apple vs. Duden
Es fällt mir auf, dass Sie Apple-Produkte konsequent falsch schreiben. Die Dinger heißen iPhone, iPod und iPad, nicht I-Phone, I-Pad und I-Pod.
Ulf Klose, per E-Mail
Das Linux-Magazin schreibt schon länger Produktbezeichnungen nicht zwangsweise so, wie das Marketing des Herstellers es gerne hätte – denken Sie an Dinge wie E-Directory oder Z-Series. Der Hintergrund: Als Zeitschrift bemühen wir uns, Duden-konform zu schreiben.Beispiel I-Phone: Substantive, dazu zählt die Bezeichnung eines Mobiltelefons, beginnen laut Duden stets mit einem Großbuchstaben.Um den Charakter der ursprünglichen Schreibweise nicht völlig aufzuheben, versuchen wir eine Transformation der Marketing-induzierten Apple-Schreibweise ins Schriftdeutsche. Dazu trennen wir zuerst das “I” ab zu I Phone. Weil das aber typografisch auseinanderdriftet und schnell als “1 Phone” missdeutet wird, koppeln wir es wieder an zu I-Phone. (jk)




