Aus Linux-Magazin 04/2011

Drei Open-Source-Stacks für den Unternehmenseinsatz

© styf, Fotolia.com

Alles aus einer Hand, schön aufeinander gestapelt und sicher und komfortabel miteinander verbunden, das versprechen Komplettlösungen für die Unternehmens-IT. Der Artikel untersucht die sehr unterschiedlichen Angebote von Red Hat, Open Stack und der Lisog.

Die Firmen-IT komplett auf freie Software bauen, das erfordert einiges an Planung. Immer wieder scheitern derartige Projekte im Test am Integrationsunwillen der ausgewählten Komponenten. Open-Source-Stacks (Stapel) sollen hier helfen. Provider wie Rackspace, Softwarehersteller wie Red Hat oder Verbände wie die Lisog schnüren kompatible Sammlungen von freier oder dual lizenzierter Software, mit denen sich angeblich weite Teile der IT-Landschaft einfach und schmerzfrei auf Open Source umstellen lassen.

Dieser Artikel stellt drei Projekte vor, untersucht ihre Tragweite und befragt Admins nach ihren Erfahrungen (Kasten “Admin-Erfahrungen” ).

Lisog Open Source Cloud Stack

Definitiv am weitesten gefasst präsentiert sich der Lisog Open Source Cloud Stack ([1], Abbildung 1), der von der Hardware bis zur Präsentationsebene für alle Bedürfnisse Lösungen anzubieten scheint.Auf den ersten Blick klingt das perfekt: Eine lange Liste prominenter Hersteller freier Software von Red Hat bis Pyramid hat sich einer Open-Source-, Open-Data- und Open-API-Strategie verschrieben, sie versprechen Interkonnektivität und jederzeitigen, unkomplizierten Austausch der Einzelkomponenten und Daten.

Abbildung 1: Für jeden Anwendungsfall eine Lösung, das verspricht der Lisog Open Source Cloud Stack. Er erstreckt sich über sechs vertikale Ebenen und will die Interoperabilität der beteiligten Produkte garantieren – wenn die Hersteller der gelisteten Projekte kompatible APIs geschaffen haben.

Abbildung 1: Für jeden Anwendungsfall eine Lösung, das verspricht der Lisog Open Source Cloud Stack. Er erstreckt sich über sechs vertikale Ebenen und will die Interoperabilität der beteiligten Produkte garantieren – wenn die Hersteller der gelisteten Projekte kompatible APIs geschaffen haben.

Das erweist sich in der Praxis allerdings häufig noch als schwierig. Während die Integration zwischen den verschiedenen Ebenen (vertikal) in der Regel problemlos funktioniert, stellt die Integration innerhalb einer Schicht des Stack Admins noch in vielen Fällen vor Probleme (siehe Horst Bräuners Bericht im Kasten “Admin-Erfahrungen”), die sich nur durchs bisweilen teure Sponsoring von Schnittstellen lösen lassen.

Doch immerhin verschreiben sich die Unternehmen, die im Stack gelistet sind, einem gemeinsamen Ziel und erhoffen sich dadurch Synergie-Effekte und gemeinsame Projekte. Die Open-Source-Strategie des Stack erzwingt von den Herstellern das Versprechen, Weiterentwicklungen wie die neu geschaffenen Interfaces wieder unter einer Open-Source-Lizenz zu veröffentlichen, damit die Software auch potenziellen späteren Anwendern zugute kommt. So möchten die Initiatoren dafür sorgen, dass Räder nur einmal erfunden werden müssen.

Der IT-Leiter der Stadt Schwäbisch Hall, die heute die Agorum-OX-Integration (Abbildung 2) finanziert, erhofft sich in der Zukunft von ähnlichen Entwicklungen bei anderen Kunden zu profitieren. Das rentiert sich auch für den Hersteller: Sowohl für Open Xchange als auch Agorum ist die wechselseitige Funktionalität ein Feature, das sich gut bewerben lässt. Auf der Cebit 2011 wollen die beiden die neue Schnittstelle zum ersten Mal im großen Stil ankündigen.

Abbildung 2: Agorums Dokumentenmanagement mit der Groupware Open Xchange kombiniert – ein Projekt des Lisog-Stack, finanziert vom Kunden, der Stadt Schwäbisch Hall.

Abbildung 2: Agorums Dokumentenmanagement mit der Groupware Open Xchange kombiniert – ein Projekt des Lisog-Stack, finanziert vom Kunden, der Stadt Schwäbisch Hall.

Geplant sind auch Verbindungen zum Customer Relationship Management (CRM), die Integration mit Enterprise Ressource Planning (ERP), Ticket- und Supportsystemen (ITSM) wie OTRS und den bereits ansatzweise sowohl in Open Xchange wie auch in Agorum auffindbaren Projektmanagement-Tools (PM). In der gemeinsamen Vision fänden sich in ferner Zukunft alle Werkzeuge unter einem Webfrontend, ohne dass dem Nutzer bewusst wäre, dass er hier verschiedene Softwarepakete verwendet.

Enterprise Service Bus

Die Initiatoren des Lisog-Stack planen außerdem einen Enterprise Service Bus (ESB, Abbildung 3), der mit zwei APIs den Datenaustausch zwischen den Softwareprojekten einer Ebene ermöglicht. Auf der einen Seite (rechts) könnten damit Clients, auf der anderen (links) die Server zugreifen und über beispielsweise Soperas Tools [2] kommunizieren.

Abbildung 3: Für die Idee eines zentralen Enterprise Service Bus als (zweiseitigem) API zwischen den Lisog-Stack-Produkten gewann die Lisog jüngst Fördermittel vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand.

Abbildung 3: Für die Idee eines zentralen Enterprise Service Bus als (zweiseitigem) API zwischen den Lisog-Stack-Produkten gewann die Lisog jüngst Fördermittel vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand.

Angesichts der Jugend des Stack scheint das allerdings ambitioniert, auch wenn der deutsche Staat das Projekt mit millionenschweren Fördermitteln aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand [3] unterstützt. Trotzdem scheinen beim Lisog-Stack noch die verbalen Commitments vorzuherrschen, die Programmierarbeit steht noch in den Sternen.

Open Stack

Abbildung 4: Der Compute-Manager Nova kümmert sich in Open Stack um die Nodes. Diese Knoten stellen die Rechenleistung für die private Cloud zur Verfügung, während der Storage-Manager Swift Images und Speicherplatz verwaltet.

Abbildung 4: Der Compute-Manager Nova kümmert sich in Open Stack um die Nodes. Diese Knoten stellen die Rechenleistung für die private Cloud zur Verfügung, während der Storage-Manager Swift Images und Speicherplatz verwaltet.

Nicht weniger als einen offenen Industriestandard fürs hybride Cloud Computing wollen die Vordenker hinter Open Stack [4] ins Leben rufen. Ende 2008 von der Nasa und dem großen amerikanisch-britischen Provider Rackspace ins Leben gerufen, haben sich mittlerweile knapp 50 Schwergewichte der freien Softwarewelt unter dem Open-Stack-Dach eingefunden. Jüngstes Mitglied ist Canonical, das vor wenigen Wochen auch die Integration von Open Stack in Ubuntu Server und die Ubuntu Enterprise Cloud (UEC, [5]) bekannt gab.

Der offene Stapel (als Quelltextarchiv und RPM-Paket für Suse auf der DELUG-DVD) besteht aus zwei zentralen Komponenten: Dem Compute-Manager Nova und dem Storage-Manager Swift (Abbildung 4). Während Swift schon Mitte 2010 verfügbar war [6], bringt erst die kurz vor Redaktionsschluss fertiggestellte Bexar-Release ([7], Abbildung 5) eine stabile Version von Nova mit. Open Stack ist voll auf Ubuntu ausgerichtet und lässt sich dort auch sehr einfach installieren. Mit dem Ziel Industriestandard vor Augen legten die Entwickler jedoch viel Gewicht auch auf die Interoperabilität, und so gibt es mittlerweile ein von B1 Systems gepflegtes OBS-Repository [8].

Abbildung 5: Komplett überarbeitet und erstmals mit dem Compute-Manager präsentiert sich die Bexar-Release von Open Stack, hier im Dashboard des Webmanagement-Tools.

Abbildung 5: Komplett überarbeitet und erstmals mit dem Compute-Manager präsentiert sich die Bexar-Release von Open Stack, hier im Dashboard des Webmanagement-Tools.

Die Motive ähneln denen der Lisog. So begründet auch Jim Curry, CIO von Rackspace in einer Presseerklärung die Notwendigkeit eines offenen Cloud-Standards mit den Bedenken der Unternehmen, Admins und IT-Leiter: “Viele CIOs zögern in proprietäre Cloud-Lösungen zu investieren, weil sie Angst davor haben, einem dauerhaften Lock-In zu erliegen.” Als Lock-In oder Vendor-Lock-In gilt die ausweglose Abhängigkeit eines Unternehmens von einem Softwarehersteller. “Was sie wollen, ist die Möglichkeit, Anbieter zu wechseln und durch offene Cloud-Strukturen Flexibilität zu gewinnen.”

Mit Open Stack lassen sich sowohl lokale Hardware für Rechenleistung und Storage als auch externe Ressourcen anbinden. Nach oben skaliert das Konzept dank der integrierten Eucalyptus-Tools (Eucatools) fast beliebig. Ein Admin kann so schnell mal externe, virtuelle Maschinen bei Amazons EC2 oder anderen Anbietern einkaufen und in seinem GUI verwalten. Als lokale Hypervisoren kommen freie und kommerzielle Varianten (Xen, KVM, Hyper V) in Frage, ebenfalls vom zentralen Dashboard verwaltet.

Als Neuerungen in Bexar bekam die Software IPv6, I-SCSI-Support und automatische Image-Discovery spendiert. Die nächste Version “Cactus” steht für April auf der Roadmap und soll Live-Migrationen und Optimierungen im Large-Scale-Einsatz, zum Beispiel bei großen Providern bringen.

Trotzdem beschäftigt sich Open Stack nur mit dem unteren Teil des Softwarestacks, den Unternehmen typischerweise brauchen. Die Interoperabilität der darauf aufgebauten Server steht nicht im Fokus der Entwickler. Hat der Admin seine Systeme soweit, dass die virtuellen Betriebssysteme booten, ist die Arbeit von Open Stack abgeschlossen, weiter hilft das Projekt nicht.

Red Hats Stack

 

Ganz anders Red Hat. Seit Jahren schon legt der amerikanische Distributor Wert auf vollständige Integration seines in Einzelkomponenten erhältlichen Softwarestapels. Der mittlerweile leider nicht mehr als Bundle vermarktete Red Hat Application Stack [9] setzt sich aus dem Enterprise Linux, der Enterprise Virtualisierung sowie dem Red Hat Network mit seinen Satelliten und Proxys zusammen und integriert mit dem Jboss Application Server [10] und Hibernate [11] – einem Persistenz-Framework für Entwickler – eine leistungsfähige Middleware, auf deren Basis Java-Developer Portale und Software fürs Unternehmen aufbauen (Abbildung 6).

Abbildung 6: RHEL, RHEV, RHN, Jboss, Hibernate: Die Liste der Red-Hat-Produkte im Stack lässt sich noch beliebig verlängern, als Zielgruppe stehen dabei sicherlich Unternehmen mit Entwicklerpotenzial im Fokus.

Abbildung 6: RHEL, RHEV, RHN, Jboss, Hibernate: Die Liste der Red-Hat-Produkte im Stack lässt sich noch beliebig verlängern, als Zielgruppe stehen dabei sicherlich Unternehmen mit Entwicklerpotenzial im Fokus.

Weitere Module und Produkte kümmern sich um die Infrastruktur, Verzeichnisdienste und Authentifizierung oder das Identity Management. Ein Kunde installiert die Komponenten einfach übers Red hat Network. Michael Kromer, Consultant beim Systemhaus Millenux, erklärt das so: “Klar kann sich jeder Jboss auch von Sourceforge herunterladen und auf Debian betreiben, aber Enterprise-ready ist das ohne professionelle Hilfe nicht. Wer aber schon RHEL und vor allem das RHN oder Satellite einsetzt, fügt seiner IT-Landschaft einfach per Mausklick noch einen weiteren Jboss- oder Webserver hinzu, fertig. Templates und Provisioning machen das einfach.”

Soviel Integration hat ihren Preis, und der beläuft sich nicht nur auf mehrere tausend Dollar, die die Summe der Pakete als Jahressubskription kostet. Wer von dem vom Hersteller vorgegebenen Pfad abweicht, weil er etwa eigene Software oder die fremde Groupware anflanschen will, muss selbst Hand anlegen oder auf die kostenpflichtigen Dienstleistungen des Red-Hat-Partners vor Ort zurückgreifen.

Worlds apart

Zwischen dem Lisog Open Source Cloud Stack, Open Stack und Red Hats Application Stack liegen Welten. Open Stack ist eher ein OSS-Cloud-Computing-Fundament, auf dem der Admin seine Systeme und die darauf aufbauenden Server selbst verwaltet.

Red Hats Komplettpaket ist zwar nicht frei verfügbar, weil es proprietäre Komponenten enthält. Aber dafür integrieren die Roten Hüte vom Betriebssystem und dessen Virtualisierung fast alles bis zum mächtigen Jboss-Application-Server mit Apache und Tomcat. Das RHN im Hintergrund verspricht stets aktuelle und sichere Software, und Red Hat garantiert einheitlichen und umfassenden Support. Wer sein Business sowieso auf Red Hats Infrastruktur auslegt und das nötige Kleingeld mitbringt, findet hier die ausgereifteste und am besten integrierte Stapellösung fürs Unternehmen.

Der Lisog Open Stack kann sich immerhin damit brüsten, die umfassendste Vision zu haben. Allerdings besteht der Stack heute im Wesentlichen nur aus Versprechen, die eigentliche Integrationsleistung müssen potenzielle Kunden im Einzelfall noch selbst leisten oder zumindest bezahlen. Die weitere Entwicklung zu beobachten lohnt sich trotzdem, vielleicht springt ja irgendwann genau der Konnektor für die eigenen Server raus, auf den der Admin seit Jahren wartet.

Infos

[1] Lisog Cloud Stack: [http://www.lisog.org]

[2] Sopera: [http://www.sopera.de]

[3] Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM): [http://www.zim-bmwi.de]

[4] Open Stack: [http://www.openstack.org]

[5] Andrej Radonic, “Wolkige Aussichten”: Linux-Magazin 11/10, S. 72

[6] Ramon Wartala, “Schnittstelle”:ADMIN-Magazin 01/11, S. 111

[7] Open Stack Bexar: [http://www.openstack.org/projects/compute/], [http://www.openstack.org/projects/storage/]

[8] Open Stack RPM-Repository von B1-Systems: [http://download.opensuse.org/repositories/isv:/B1-Systems:/OpenStack/SLE_11_SP1/]

[9] Red Hat Application Stack: [http://www.redhat.com/f/pdf/rhappstack/Stack__to_print_EN_final_AMD.pdf]

[10] Torsten Fink, “Nichts versäumen”: Admin-Magazin 03/08, S. 76

[11] Hibernate: [http://www.hibernate.org]

Admin-Erfahrungen


Horst Bräuner, IT-Leiter der Stadt Schwäbisch Hall über den Lisog-Stack:

“Wir in Schwäbisch Hall bedienen uns mehrerer Einzelkomponenten des Lisog-Stack. Von unten nach oben: Auf Pyramid-Hardware sorgt Rising Tide für die I-SCSI-Storage-Anbindung, für HA dient Linbit und ums Backup kümmert sich SEP. Die Archivierung wird demnächst Grau Data erledigen. Eine Virtualisierung oder Hypervisoren setzen wir nicht ein, abgesehen von diversen einzelnen Virtualbox- und VMware-Systemen.

Richtig spannend wird es im Mittelbau: Die Integration der Komponenten aus dem Lisog Stack ist in vertikaler Richtung kein Problem, wohl aber in der horizontalen Ebene. Sie können heute beinahe jede Datenbank mit den darüber liegenden Softwarelösungen verwenden, aber ein DMS mit der Groupware, dem Ticketsystem oder gar dem CRM zu verheiraten, das ist eine richtige Aufgabe!

Der Lisog-Stack ist da noch recht jung und im Wachstum begriffen. Wir haben beispielsweise Agorums DMS und Open Xchange als Groupware im Einsatz. Die Integration der beiden in ein gemeinsames Webfrontend haben wir zwar bezahlt. Aber von unserer Investition profitieren andere Kunden, weil die entwickelte Schnittstelle Open Source ist (im März ist es so weit), genauso werden wir von Entwicklungen anderer profitieren.

Die Mitglieder des Lisog-Stack sind zwar nicht verpflichtet gegenseitige Interoperabilität zu schaffen, profitieren aber von dem Dach des Stack, gemeinsamen Kunden und der garantierten Wiederverwendbarkeit der frei entwickelten Software bei anderen Projekten.

Größtes Manko am Lisog-Stack ist, dass es im Gegensatz zu beispielsweise Red Hats Stack keine zentrale Anlaufstelle gibt. Es gibt niemanden, der den Stack als Produkt verkauft, das sind alles einzelne Firmen mit eigenen Produktstrategien. Trotzdem glauben wir, dass auch der geplante Weg mit dem Enterprise Service Bus letztendlich zum richtigen Ziel führt.”


Christian Berendt, Linux-Consultant und Developer bei B1 Systems, hat Open Stack getestet:

“Wir haben in einem internen Projekt mögliche Cloud-Lösungen evaluiert und setzen derzeitig einen Proof of Technology bei einem Kunden um. Dass eines der Ziele der Entwicklung von Open Stack die Definition eines offenen Industriestandards ist, macht ihn besonders interessant.

Als große Baustelle erweist sich dabei die Dokumentation. Zwar kristallisiert sich mehr und mehr eine offizielle Variante heraus, momentan liegt aber alles noch sehr verstreut im Wiki, den einzelnen Projektseiten, Bugreports und im Sourcecode. Und das Logging ist nicht gerade aussagekräftig, im Normalfall schreibt der Server einfach einen Trace, was die Fehleranalyse im Alltag nicht gerade erleichtert.

Für die anstehenden Cactus-Release im April 2011 haben die Entwickler ihr Hauptaugenmerk auf die Quality Assurance (QA) gerichtet. Hier erwarte ich eine Behebung vieler kleiner Bugs, die momentan noch die Installation erschweren und manuelle Eingriffe erforderlich machen. Andererseits reagiert die Entwicklergemeinde sehr schnell auf Bugreports.

Die verwendete Libvirt und die Vielzahl unterstützter Hypervisoren wie Xen und KVM erleichtern auch die Migration von bestehenden Virtualisierungslösungen. Im Distributed-Storage-Bereich unterstützt Open Stack derzeit I-SCSI, weitere Treiber sollen folgen.

Anfang Februar 2011 ist Canonical dem Projekt offiziell beigetreten, Ubuntu ist die Referenzplattform und integriert Eucalyptus in der UEC. Das klingt gut, aber der Nachteil daran ist, dass für den professionellen Betrieb notwendige Features nur in der Enterprise-Version enthalten sind, die natürlich nicht frei verfügbar ist. Das wiederspricht jedoch der Philosophie von Open Stack, von dem es nur eine Variante geben wird, und zwar unter der Apache License 2.0.

Wir erhoffen uns mit der Integration in Ubuntu 11.04 eine wachsende Open-Stack-Entwicklergemeinde, die Beseitigung von starren Vorgaben an das darunter liegende Betriebssystem und letztlich eine zunehmende Qualität der Software, die im Übrigen ohne größeren Aufwand auch unter SLES und RHEL läuft.”

DIESEN ARTIKEL ALS PDF KAUFEN
EXPRESS-KAUF ALS PDFUmfang: 4 HeftseitenPreis €0,99
(inkl. 19% MwSt.)
LINUX-MAGAZIN KAUFEN
EINZELNE AUSGABE Print-Ausgaben Digitale Ausgaben
ABONNEMENTS Print-Abos Digitales Abo
TABLET & SMARTPHONE APPS Readly Logo
E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben