Aus Linux-Magazin 09/2007

Moderne Datenbanken, die emsigen Arbeiter der IT

Die Vertreter der Softwaregattung Datenbanken agieren diskret im Hintergrund der meisten spektakulären Applikationen. Für Entwickler und Administratoren sind die bienenfleißigen Datensammler die wichtigsten Nutztiere überhaupt, denen sie Verständnis und Pflege widmen müssen.

Inhalt

30 | Oracle sicher machen Einfache Varianten, um in Oracle sowohl die Kommunikation als auch die gespeicherten Daten zu verschlüsseln.

34 | Überwachen und Fehler früh erkennen Linux- und Oracle-Bordmittel reichen, um die Verfügbarkeit der Datenbank zu testen und Deadlocks zu finden.

40 | Monitoring and Advisory Service Mit der kommerziellen Enterprise-Edition von MySQL kommt ein spannendes Monitoring-Tool zur Langzeitdiagnose.

44 | Informix 11: Features satt Gerade beim Thema Hochverfügbarkeit versucht die neue Version zu punkten.

50 | Objektdatenbank Db4o Objekte in Containern statt typisierte Daten in Tabellen: Die Programmierer objektorientierter Sprachen freut’s.

56 | Freie Geo-Informationen PostgreSQL als Backend für durchgängige GIS-Lösungen.

62 | Open Office dockt an Von der Kunst, sehr verschiedene externe Datenbanken anzubinden.

Fast so, wie “Tempo” als Synonym für “Papiertaschentuch” herhält, was den Hersteller natürlich freut, denkt die Mehrheit der IT-Menschheit bei “Datenbank” zuerst an Oracle. Der gefühlten und auch tatsächlichen Marktbedeutung des proprietäten und kostenpflichtigen Produkts mit dem sibyllinischen Namen wird der Datenbanken-Schwerpunkt mit den ersten beiden Artikel gerecht.

Der erste beschreibt, wie jeder Oracle-Admin sowohl die Kommunikation zwischen Client und Server als auch die gespeicherten Daten selbst verschlüsselt – ein Muss für sensible Datenbestände. Mit Anamnese und Diagnose laufender Oracles befasst sich der nächste Beitrag. Das Besondere: Es geht nicht um teure Drittanbieter-Software, sondern um selbst geschriebene Shellskripte.

Bei MySQL, der unter Linux und bei Webhostern überaus beliebten Datenbank, wohnt im Haus noch eine große Schwester, die kostenpflichtige Enterprise DB. Firmenkunden, die sich für eine Liaison mit dem gereiften Mädchen entscheiden, bekommen nicht nur einen Supportanspruch, seit 2006 ist mit MySQL Monitoring and Advisory Service auch eine Software mit Web-GUI dabei, die Performance-Parameter und auftretende Deadlocks nicht nur als Momentaufnahme, sondern fortlaufend zu diagnostizieren vermag – und das für mehrere Datenbankserver gleichzeitig. Der Artikel ab Seite 40 nimmt sich die Spring Edition 2007 vor.

Informix will in derselben Liga spielen wie Oracle – obwohl Hersteller IBM mit DB2 eigentlich ein extra Enterprise-Produkt im Markt hält. Die neueste Version jedenfalls, Informix 11, offeriert einen beachtlichen Strauß nennenswerter Features – insbesondere solche für Hochverfügbarkeit. Der vierte Artikel beschreibt Big Blues DB-Nachwuchs.

Wo gibt’s denn so was?

Tabellenfreie Datenbanken? Ja, die gibt es: Db4o zum Beispiel. Sie gehört zu den noch recht seltenen Objektdatenbanken, die Objekte programmiererfreundlich in Containern speichern. Gleichwohl setzen BMW, Boeing, Bosch oder Intel das Produkt der Firma Db4objects schon produktiv ein, von dem es auch eine GPL-Variante gibt. Wer mehr wissen will, erfährt es ab Seite 50.

Im daran anschließenden Postgis-Artikel steht GDI nicht für Graphics Device Interface, hier bedeutet es Geodaten-Infrastruktur. Im Kern weist der Beitrag den Weg, um mit PostgreSQL als Backend ein leistungsstarkes geografisches Informationssystem aufzubauen, das keine proprietären Komponenten braucht.

ODBC oder JDBC, das ist bei Open Office die Frage

Den Abschluss des Schwerpunkts macht Open Office: Dabei geht es kaum um die eingebaute Datenbankkomponente Base, sondern darum, fast beliebige externe Datenbanken an Open Office anzudocken. Das eröffnet in der Firma beispielsweise die Möglichkeit, für Calc Daten aus einem ERP-System zu melken, um eigene Berechnungen anzustellen oder Statistiken anzufertigen. Die Anbindung selber erfolgt per ODBC oder JDBC – was wann besser ist und welche Treiber Zicken machen, gibt’s ab der Seite 62 zu lesen.

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