Ab vielleicht 100 Clients ist Automatisieren ein Muss für die Administration. Unter Linux bieten sich vielfältige Möglichkeiten, um Aufwand zu sparen oder erst gar nicht entstehen zu lassen – von zentralistischer Rundumbetreuung bis zu wartungsfreien Clients in Selbstverwaltung.
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Inhalt |
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30 | Vintela Admins in der Linux-Diaspora finden hier eine Windows-Lösung, die freie Klienten wie ihresgleichen aufnimmt. 34 | Empirum Betreuung im heterogenen Umfeld, und zwar lebenslang – das ist die Offerte von Empirum Pro. 38 | SC Venus Das Programm stammt von einer Unix-Skriptsammlung ab und hat sich zu einer ernst zu nehmenden Administrationslösung für heterogene Netze gemausert. 42 | Zustandslose Clients Clients, die ohne Administration auskommen und sich bei der Hardware zur Not mit dem Vorjahresmodell begnügen. 54 | Net-SNMP Das Protokoll überwacht nicht nur Server, sondern den ganzen Rechenzentrums-Zoo. 64 | Avahi Den Admin überflüssig machen – zumindest, solange es um die Vergabe von IP-Adressen, die Nameserver-Konfiguration und das Auffinden von Netzwerk-Services geht. |
Die sprichwörtlichen Turnschuh-Admins blieben zwar dank ihres sportiven Berufsbildes von Fettleibigkeit verschont, aber geholfen hat ihnen das nicht viel – sie sterben aus. Noch bleibt ihnen eine enge Nische. In kleinen Umgebungen veranstalten Grüppchen hin und wieder noch den Marathon mit Installations-CD, Upgrade-Hürdenläufe oder Troubleshooting-Sprints. Aber jenseits einiger hundert Clients ist der Trend eindeutig: Automatisierung beherrscht die Administration.Das zeigt exemplarisch auch eine breit angelegte Marktstudie des Systemhauses Deron [1] aus dem vergangenen Jahr: Unternehmen mit weniger als 100 Clients nutzen demnach nur zu 40 Prozent Tools für die Softwareverteilung. In der Größenklasse 500 bis 1000 Clients springt dieser Anteil aber bereits auf mehr als das Doppelte. Ähnlich sieht es bei den Inventarisierungswerkzeugen aus: Wer mehr als 500 Rechner im Blick behalten muss, benutzt in zwei Dritteln aller Fälle ein solches Tool. Noch näher liegt der Griff zu Remote-Control-Software – nur fünf Prozent aller Befragten konnten damit nichts anfangen. Das beschert den Admins zwar Bewegungsarmut, sonst aber ist alles einfacher, billiger und besser: Weniger Personal betreut mehr Clients in kürzerer Zeit mit größerem Erfolg.
Lösungen für Linux
Wie Admins all dieser Segnungen auch unter Linux teilhaftig werden, untersuchen die folgenden Beiträge. Der erste (ab Seite 30) richtet sich an exilierte Tuxe: Linux-Clients in einer Windows-Welt. Eine Managementsuite aus dem Hause Quest integriert sie in Microsofts Active Direçtory und sich selbst in den Systems Management Server aus Redmond. So entsteht eine Welten verbindende Administrationslösung für die Linux-Diaspora.Ebenfalls auf heterogene Netze ausgerichtet ist Empirum Pro der Matrix42 AG (Seite 34), das allerdings keiner bestehenden Managementlösung unter den Rock schlüpft, sondern von Grund auf eigenständig entwickelt wurde. Eine lupenreine Unix-Lösung für einen ähnlichen Zweck ist dagegen SC Venus, das der Beitrag ab Seite 38 vorstellt.Je größer das Heer betreuungsbedürftiger Rechner, desto stärker der Zwang zur Automatisierung. Wenig überraschend brachte die Deron-Studie denn auch ans Licht, dass sich zwei von drei Admins mit mehr als 10000 Clients deren Administration lieber komplett sparen und stattdessen auf Thin Clients setzen. Wie ein alter Linux-Rechner zu einem zweiten Leben als praktisch wartungsfreier, platten- und zustandsloser Client kommt, erläutert der Artikel ab Seite 42. Einen anderen Weg, um zumindest einen Teil des Administrationsaufwands erst gar nicht entstehen zu lassen, weist Avahi (Seite 64, weiterführender Artikel ab Seite 90).Wer viele Rechner betreut, muss schließlich auch die Infrastruktur im Blick behalten. Hier hilft Net-SNMP, das den meisten Geräten, die den Serverraum bevölkern, nützliche Informationen entlockt (Seite 54).
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Infos |
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[1] Systemhaus Deron: [http://www.deron.de] |
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