Es trifft jeden Systemverwalter, aber auch normaler Anwender bleiben davon nicht verschont: der Alptraum der Paketabhängigkeiten, den jede Linux-Distribution mit sich bringt. Dieser Schwerpunkt im Linux-Magazin lässt die Betroffenen ruhiger schlafen.
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Inhalt |
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36 | Smart PM Das neue Frontend will mit klugen Algorithmen das Problem der Abhängigkeiten für bestehende Formate lösen. 40 | Debtool Der minimalistische Paketmanager der LinVDR-Distribution. 43 | Debian-Pakete bauen Entwickler und Admins erzeugen aus Quelldateien eigene Debian-Pakete. 48 | Klik Der Traum aller Linux-User wird wahr: auf Doppelklick Anwendungen installieren und loslegen. Auch für Live-Distributionen geeignet. 52 | Autopackage Ein neues Format für distributionsübergreifende Pakete, die sich leicht installieren lassen. 57 | Tipps und Tools Kleine Kniffe, große Wirkung: Der Artikel verrät wenig bekannte Funktionen der Paketprogramme und stellt kleine Zusatztools vor. |
Am Anfang war alles noch einfach: Die ersten Linux-Distributionen brachten die gesamte Software einfach schon mit. Einige andere Kommandozeilenprogramme konnte man vielleicht noch im Quellcode aus Usenet-Gruppen laden und dann selbst übersetzen. Fertig kompilierte Software von dritter Seite gab es praktisch nicht. Mit zunehmender Verbreitung von Linux, immer neuen Distributionen und einer Unmenge an freier Software wurde die Lage dann unübersichtlicher und erste Ansätze zur strukturierten Installation von Software entstanden.
So führte Red Hat den so genannten Red Hat Package Manager RPM ein, den Suse und Mandrake später übernahmen. Das Tool benutzt eine zentrale Datenbank installierter Dateien, die das spätere schmerzlose Entfernen ermöglicht. Weil RPM nicht von Anfang an perfekt war, mussten die Entwickler das Dateiformat mehrfach anpassen. Deshalb sind nicht alle RPM-Versionen untereinander kompatibel. Dass »rpm« Abhängigkeiten nicht automatisch auflöst und die nötigen Pakete aus dem Internet herunterlädt, kompensierten die Entwickler erst beim Fedora-System mit der Einführung des RPM-Frontends Yum.
Debian-Benutzer hatten mit Apt ein solches Programm schon früher, denn ihr Paketsystem ist modular aufgebaut, ganz unten liegt das Paketformat Deb. Allerdings ist die Debian-Entwicklung nicht ohne weiteres kompatibel zu RPM. Mit der immer größer werdenden Zahl an Distributionen, Software- und Library-Versionen spitzte sich das Problem weiter zu.
Täglich grüßt das Murmeltier
Mittlerweile ist der Leidensdruck so groß geworden, dass Entwickler erneut versuchen die entstandenen Probleme zu lösen. So soll Smart PM für RPM, Deb- und Slackware-Pakete die existierenden Frontends Apt respektive Yum ablösen. Nicht nur will es Abhängigkeiten besser auflösen, Smart PM unterstützt auch ein breiteres Spektrum an Software-Repositories für Mandriva, Debian, Fedora Core und Slackware. Der auf den nächsten Seiten folgende Artikel gibt einen Überblick über Funktion und Bedienung von Smart PM.
Andere Projekte setzen eher auf einfache Benutzung durch den Endanwender. Inspiriert von den Vorbildern Windows und Mac streben sie an, dass Benutzer Programme einfach nur herunterladen und dann starten – keine Suche nach fehlenden Bibliotheken und Ähnliches mehr. Pakete im Autopackage-Format erfüllen diese Ansprüche: Sie enthalten die nötigen Dateien in einem distributionsneutralen Format. Beim Anklicken passt ein Skript sie an die Distribution an und lädt fehlende Files herunter. Mehr Details zu Autopackage verrät der Artikel auf Seite 52.
Wem der Sinn nicht nach solcher Zukunftsmusik steht, der wird vielleicht bei den Debian-Artikeln dieses Schwerpunkts fündig. Der eine stellt das minimalistische Debtool der bekannten LinVDR-Distribution vor, das zwar nicht den ganzen Umfang der Debian-Palette bietet, aber dafür einige spezielle Fähigkeiten besitzt (Seite 40).
Der Workshop auf Seite 43 richtet sich an Admins und Entwickler, die aus dem Quellcode selber Debian-Pakete bauen wollen. Eine Sammlung kleiner Tipps und Tricks zu den bekannten Paket-Tools für RPM und Deb schließt das Thema ab.
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