Laufzeit-Lizenzen
Eine Laufzeit-Lizenz (Royalty) wird pro verkauftem Gerät fällig. Für Entscheider ist das ein wichtiger Posten, insbesondere wenn große Stückzahlen geplant sind: selbst ein Dollar pro Laufzeit-Lizenz ist bei beispielsweise 10 Millionen geplanten Geräten bereits viel zu teuer.
Einen Teil der Einsparung durch freie Software kann das Unternehmen dann zum Beispiel für weitere Programmierer oder Mitarbeiterschulungen verwenden.

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Anwendungsvielfalt
Es gibt fast nichts, was GNU-Tools und Linux nicht können. Die wenigen Schwächen im Desktop-Bereich können naturgemäß nicht auf Embedded Systems durchschlagen: Hier gilt es wohldefinierte Funktion in möglichst preisgünstige Hardware unterzubringen, oft sogar ohne die Mensch-Maschine-Schnittstelle Tastatur und Monitor. Der Zugriff erfolgt dann zum Beispiel mit einem beliebigen Web-Browser aus der Ferne.
Netzwerkfähigkeit gratis
Insbesondere bei eingebetteten Netzwerkanwendungen (Firewall, VPN-Bridge, Intrusion Detection System) ist der Linux-Kernel 2.4 in Kombination mit den entsprechenden Programmen kaum zu schlagen. Ein weiterer Aspekt: Etliche kleine und mittlere Unternehmen stehen derzeit vor der Herausforderung, ihre Produkte “Internet-tauglich” machen zu müssen. Ob Aufzugsystem oder CNC-Fräse – ein integrierter Web-Server zur Status-Fernabfrage muss schon sein!
Bei vielen Maschinenbaubetrieben entwickelt sich dies jedoch zu einem ernsthaften Problem: Elektronik und Software spielen hier eine untergeordnete Rolle und oft werden noch Assembler-Sprache und DOS verwendet.
Der Weg zu Linux und den GNU-Tools ist deshalb oft kürzer als zu einer überladenen integrierten Entwicklungsumgebung. Ein Beispiel für eine gelungene Migration zeigt der Artikel über den DimmPC ab Seite 48.







