Die Entwickler des Linux-Distributors Suse haben einen Prototypen von Kgraft, einer Lösung zum Kernel-Update ohne Reboot, veröffentlicht.
Das Tool erlaubt Kernel-Patches, insbesondere für Security-Fixes, ohne Downtime. Kgraft ermöglicht das, indem es ein Kernelmodul erzeugt, das den gewünschten Code für die Änderungen enthält. Dieses lässt sich dann wie jedes andere Modul laden.
Diese Vorgehensweise ist vom Tool Ksplice bekannt, das ein Artikel im Linux-Magazin 08/2008 beschrieb. 2011 kaufte Oracle den Hersteller Ksplice.com und reservierte das Tool künftig für Anwender des hauseigenen Unbreakable Enterprise Kernel.
Mit Kgraft steht nun eine Alternative zur Verfügung, die Suse in den Upstream-Kernel einbringen möchte. Wer sich näher informieren möchte, findet einer Suse-Webseite einen Screencast und Vortragsfolien. Das Git-Repository mit dem Quellcode ist ebenfalls verlinkt.




