Auf der Cebit hat die Open Source Business Alliance den kostenlosen “Ratgeber für Beschaffer der Öffentlichen Hand und Bieter bei Vergabeverfahren” präsentiert. Der bietet Verantwortlichen (nicht nur) in Behörden Hilfestellung, Ratschläge und Vertragsvorlagen zum nachhaltigen und erfolgreichen Einsatz von Open Source Software – und erklärt einige Basics der Open-Source-Welt.
Dass Open Source Software in Behörden immer mehr an Bedeutung gewinnt, steht außer Frage. Und das bereitet vor allem Beschaffern zunehmend Probleme: Bieter und Ausschreiber in öffentlichen Vergabeprozessen müssen rechtssicher ausschreiben und sich dabei an bürokratische Vorgaben wie die “Ergänzenden Vertragsbedingungen für die Beschaffung von Informationstechnik” (EVB-IT) halten. Nicht immer geht das ohne Klimmzüge, widersprechen doch manche Stellen von OSS-Lizenzen auf den ersten Blick dem Vergaberecht.

Die Arbeitsgruppe Public Affairs der OSBA hat zusammen mit RA Dr. Till Jäger die Handreichung verfasst.
Doch geht es nach der Open Source Business Alliance, dann gibt es für all diese Fälle rechtskonforme Lösungen – und viele davon hat der Linux-Anwenderverband jetzt auf der Cebit in seinem Büchlein “Ratgeber für Beschaffer der Öffentlichen Hand und Bieter bei Vergabeverfahren” zusammengefasst.
Rücksicht
Der Ratgeber, so die Pressemitteilung der OSBA, erläutere nicht nur den Beschaffern, “wo das Open-Source-Lizenzmodell besonders zu berücksichtigen beziehungsweise eine A?nderungsregelung vorzunehmen ist. Zugleich vermittelt er notwendige Hintergründe und Detailwissen.” Er ist kostenlos auf der Webseite als PDF erhältlich, umfasst 36 Seiten und erläutert die betreffenden Paragraphen mit detaillierten Erklärungen, etwa, warum der Begriff “Hersteller” im Zusammenhang mit Open-Source-Software schwierig zu fassen ist (siehe Seite 33).
“Die Open Source Business Alliance hat in Gesprächen mit den Beschaffern der Öffentlichen Hand und den Anbietern von Freier und Open Source Software immer wieder festgestellt, dass das Lizenzierungsthema zahlreiche Fragen aufwirft”, sagt Peter Ganten, Vorsitzender des Verbandes. “Wir haben mit Dr. Till Jaeger den ‘Open Source Papst unter den Juristen’ für diesen nützlichen und wertvollen Praxisratgeber gewinnen können, der mit Hilfe von Praktikern detailliert und kenntnisreich die wichtigsten Antworten gibt.”




