Zwanzig Prozent ihrer Arbeitszeit dürfen Googles Ingenieure an eigenen Projekten arbeiten. Ein Resultat ist Oppia, eine interaktive Lernplattform für den OER-Bereich (Open Educational Ressources).
Der Code von Oppia steht unter der Apache-Lizenz 2.0, eine gehostete Version findet sich auf Oppia.org. Interessierte können den Python-Code aber auch aus Googles Code-Repository ziehen und Oppia auf Googles App Engine laufen lassen, eine detaillierte Anleitung liefert das Code-Repository. In diesem betonen die Macher auch, dass die Software nicht von Google kommt, aktuell ist die gestern veröffentlichte Version 1.2.1.
Oppia soll Schüler und Studierende in die Lage versetzen, online und interaktiv Aufgaben zu lösen. Lehrende können dabei auch selbst Aufgaben für Oppia entwerfen. Die Inhalte der Plattform stehen dann unter der freien CC-BY-SA-Lizenz. Einziger Wermutstropfen: Zur Zeit scheint Oppia nur in englischer Sprache bereit zu stehen.
Die Macher von Oppia gehen davon aus, dass Menschen besser lernen, wenn sie selbst mitgestalten und nicht nur Inhalte lesen und Videos anschauen. Die Schüler antworten dabei auf Fragen eines virtuellen Lehrers soweit sie dazu in der Lage sind und erhalten Hilfestellung, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Freiwillige sollen Oppia mit Fragen und Antworten füttern, so dass die OER-Lösung im Laufe der Zeit mehr Fragen und Antworten kennt.
Wer sich das mal anschauen möchte, findet auf Oppia.org ein konkretes Beispiel.



