Rumäniens Lehrer lassen Linux liegen

Dass Linux-Migrationen häufig weniger an technischen und vielmehr an menschlichen Problemen scheitern, zeigt ein aktueller Bericht aus Rumänien.

Wie Gijs Hillenius vom Open Source Observatory schreibt, setzen viele Linux-Laptops in rumänischen Schulen Staub an, weil niemand sie bedienen kann. Er bezieht sich dabei auf einen Bericht des rumänischen Fernsehens. Demnach verschenkte die Supermarktkette Profi Linux-Laptops mit vorinstalliertem Edubuntu an diverse Schulen in dem Land.

Laut TV-Bericht werden 1000 von 1800 Laptops nicht verwendet. In einer Schule wurden die Geräte nicht einmal ausgepackt, in anderen wurde Windows darauf installiert. Ein Schulleiter konstatiert, Lehrer könnten unmöglich die Nutzung von zwei verschiedenen Systemen vermitteln. Ein IT-Spezialist geht laut Bericht hingegen davon aus, dass es nur ein paar Wochen dauere, den Umgang mit Linux zu erlernen.

Verfechter von Open-Source-Software sind naturgemäß entsetzt und wollen die Linux-User-Groups im Land dazu bringen, die Schulen und ihre Lehrer zu unterstützen. Allerdings sei es nicht unwahrscheinlich, dass viele Schulen keine Hilfe von Außen möchten.

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