Docker 0.8 mit Btr-FS-Support und Add-Option

Die Container-Virtualisierer von Docker haben die neue Version 0.8 freigegeben, die nach eigener Aussage vor allem drei nennenswerte neue Features mitbringt und ansonsten den Fokus auf qualitative Verbesserungen legt.

Namentlich haben die Entwickler die Build-Befehle optimiert: Ein “Add”-Kommando erlaubt es nun, unveränderte Teile nicht jedes Mal wieder hochladen zu müssen, was für eine enorme Zeitersparnis beim Image-Bau sorgen soll. Build-Instruktionen lassen sich zudem als Trigger umdefinieren, die Docker an einem späteren Zeitpunkt nach dem Build ausführt.

Neu und noch experimentell ist ein Storage-Treiber für Btr-FS, der für Copy-on-Write-Aktionen zum Einsatz kommt. Standardmäßig deaktiviert Docker diesen Treiber, wer ihn nutzen möchte, ruft ihn über “docker -d -s btrfs” auf. Zudem funktioniere er nur, wenn Docker bereits auf einer Btr-FS-Partition laufe, und anders als der Devicemapper-Treiber lege Docker nicht automatisch eine dedizierte Partition für Btr-FS an.

Drittens dürfen ab Version 0.8 auch die Nutzer von Apples Betriebssystem Docker einsetzen. Die Software lässt sich in zwei Schritten installieren, erst das Docker-Binary, dann die sehr leichtgewichtige Linux-VM “Boot2Docker”, die den Docker-Daemon ins Spiel bringt. Weitere Infos dazu finden OS-X-Nutzer in der Dokumentation.

Als wohl wichtigste Änderung betrachten die Macher aber die Verbesserungen in der Qualität: Man habe endlose Stunden mit debuggen, patchen und Support leisten zugebracht. Zwar sei man noch nicht am Ende der Mühen, habe aber bereits einige Ziele erreicht. Images und Container lassen sich nun zügiger entfernen, das Bauen eines Images aus den Quellen klappt wesentlich schneller. Der Docker-Daemon startet und stoppt fixer, Race Conditions wurden entfernt, Speicherlecks geschlossen und der Fußabdruck vieler Operationen optimiert. Letzteres funktioniert zum Beispiel, indem Docker Dateien nun streamt, anstatt sie im Speicher zu puffern. Alles in allem sollte Docker 0.8 also schneller und stabiler laufen.

Zur Webseite geht es hier entlang, wer die Software testen will, schaut sich am besten im Downloadbereich um, der Instruktionen für den Einsatz auf verschiedenen Linux-Plattformen anbietet.

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