Seit Jahren streitet sich die Linux-Community um Systemd und Dbus. Eine zentrale Rolle in den Diskussionen nahm dabei vor allem Systemd-Entwickler Lennart Poettering ein. Mit der Veröffentlichung einer Systemd-Kdbus-Variante, die auf Fedora erfolgreich Systemd mit dem Kernel Dbus bootet sowie einigen deutlichen Blogposts und Kommentaren in sozialen Netzen hat er die Diskussion wieder angefacht.
“Einen weiteren Meilenstein” habe man erreicht, schreibt Lennart Poettering auf der Systemd-Mailingliste. Alle Userspace Tools funktionieren mit Kdbus, ein Fedora System habe vollständig fehlerfrei damit gebootet. In einem langen Google-Plus-Post nennt er die Details und erntet innerhalb kürzester Zeit lautstarke Kritik.

Versöhnliche Posts und politische Korrektheit gehören nicht unbedingt zu Poetterings Stärken. Systemd dagegen schon.
Wer die neuen Features testen will, müsse laut Poettering Systemd aus dem Git holen, kompilieren und danach das neueste Kdbus auf die gleiche Art installieren. Danach sollte der Bootloader “kdbus” als Parameter akzeptieren. Ist der angegeben, verwende der Kernel beim Start Kdbus anstelle von Dbus-daemon. Auf Fedora 20 habe Poettering das getestet, es sollte aber auch auf allen anderen aktuellen Distris funktionieren, schreibt der Systemd-Mastermind.
Verspätetes Weihnachtsgeschenk
Das sei ein spätes Weihnachtsgeschenk von ihm, Kay Sievers, Daniel Mack und anderen, schreibt Poettering, der sich seitdem in den Kommentaren, Mails und im Web einer Menge kritischer Antworten gegenüber sieht. Auch Greg Kroah-Hartman stieg kürzlich in die Diskussion ein:





