Kolab Enterprise: OSS-Groupware übernimmt Red-Hat-Modell für Enterprise-Version

Kolab Systems hat soeben in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass es in Zukunft zwei Versionen von Kolab geben wird: Eine Enterprise-Version mit professionellem Support unter dem Namen Kolab 13 und eine Entwicklerversion als Kolab.org. Beide werden Open-Source bleiben, Kolab 13 jährlich erscheinen und auch auf RHEL kommen. Die Community-Version wird analog zu Fedora kürzere Zyklen einhalten und schneller veralten.

Wie der Kolab-Evangelist Torsten Grote in einer Pressemitteilung mitteilt, gibt es ab sofort Kolab Enterprise 13, die “erste Release einer neuen Generation von Kolab Plattformen”. Damit stehe Kolab auch für Red Hat Enterprise Linux zur Verfügung, bleibe aber komplett Open-Source-Software.

Kolab Systems bietet Schweizer Datenschutz und sichere Open-Source-Groupware.

Kolab Systems bietet Schweizer Datenschutz und sichere Open-Source-Groupware.

Im Vergleich zur Community-Edition komme die Enterprise-Variante aber mit zahlreichen Addons, über die sich vor allem “professionelle Anwender und ISPs freuen werden”, schreibt Grote. Kolab habe sich auf der ganzen Welt bewährt und laufe in mehr als 500.000 Installationen. Vor allem in Zeiten der NSA-Diskussionen überzeuge der sicherheitszentrierte Ansatz, den die vom BSI initiierte Groupware verfolge.

“Einzigartige Sicherheit”

Der sei einzigartig unter Groupware-Herstellern, schreibt Grote: Die in der Schweiz ansässige Firma Kolab Systems bietet Kolab-Module für Elliptic Curve Cryptography (ECC) für Perfect Forward Secrecy (PFS) aller Komponenten, auch der internen Kommunikation zwischen Kolab-Servern und -Prozessen. Auch die integrierte Open-Flow-Technologie helfe bei sicherheitskritischen Setups.

Kolab Enterprise soll jährlich erscheinen, die Versionsnummer spiegelt das Jahr wieder (wie die 13 für 2013), es wird “re-based auf der Community-Edition, die von der Community aggressiver entwickelt wird”, erklärt Kolab Systems CEO Georg Greve. Die sollen halbjährliche Releases herausbringen, wobei ähnlich wie bei Fedora ältere Versionen auch nicht lange supported werden und die jeweils neueste eine Art Playground für Entwickler wird. Analog zu Red Hats Modell wird Kolab Enterprise dann die Variante, die Unternehmen einsetzen sollen, schreibt Greve.

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