Mit Version 6.5 verpasst Red Hat seinem Enterprise Linux (RHEL) ein Update mit zahlreichen Verbesserungen.
Die gibt es beispielsweise bei der Virtualisierung. Admins können nun dynamisch virtuelle Prozessoren (vCPUs) aktivieren oder deaktivieren, daneben unterstützt KVM nun Konfigurationen von bis zu 4 TByte RAM. KVM bietet nun auch direkten Zugriff auf Gluster-FS-Volumes.
Daneben hat der Hersteller die Unterstützung von NVM Express (NVMe) SSD verbessert. Der Admin kann jetzt außerdem mehr als 255 LUNs konfigurieren, die mit einem einzelnen I-SCSI Target verbunden sind. Auch die Funktionen für den Einsatz in Fibre-Channel- und I-SCSI-SAN-Umgebungen erfuhren Verbesserungen. Updates im Kexec/Kdump-Mechanismus ermöglichen es, Dump-Files auch auf Systemen mit sehr großem Arbeitsspeicher (zum Beispiel 6 TByte) zu erzeugen.
Im lokalen Netzwerk unterstützt RHEL 6.5 das Precision Time Protocol (PTP), das Applikations-Latenzen im Mikrosekundenbereich ermöglicht. Das IGMP (Internet Group Management Protocol) verschafft einen besseren Einblick in die Netzwerkaktivitäten.
Ein Überblick der Neuerungen ist bei Red Hat auch auf Deutsch zu lesen. Die umfassenden Technical Notes gibt es derzeit nur auf Englisch. Sie enthalten detaillierte Informationen zu einzelnen Softwarepaketen und bekannten Bugs.
Red Hat Enterprise Linux ist im Subskriptionsmodell zu beziehen. Der Hersteller sieht die neue Release als passende Lösung für das Anwendungszenario Open Hybrid Cloud. Darunter versteht das Unternehmen eine Struktur, die Wert auf Interoperabilität und offene Schnittstellen legt, um dem Kunden Flexibilität zu bieten.




