Das erste stabile Release der Samba-4.1-Reihe erschien am Freitag, verschlüsselt unter anderem Transportdaten für SMB 3 und beherrscht die Active-Directory-Login-Protokolle von Windows 2000.
Samba 4.1.0 bringt laut Ankündigung erstmals Client Tools und -Bibliotheken mit, die mit den neuen Protokollen SMB 2 und SMB 3 können. Letzteres setzt auf der Gegenseite allerdings einen Samba-Server ab Version 4.0.0 oder ein Windows 2012 und Windows 8 voraus. Als Standardprotokoll für Smbclient und Smbcacls kommt allerdings weiterhin SMB 1 zum Einsatz, über die Option “-mSMB3” lässt sich aber zum Beispiel SMB 3 aktivieren. Alternativ hilft der Eintrag “client max protocol = SMB3” in der “[global]”-Section in der “smb.conf” weiter.
Eine weitere Änderung: Die Unix-Extensions funktionieren mit Smbclient nicht mehr, da SMB 2/3 sie nicht unterstützen. Das betrifft unter anderem den verschlüsselten Datentransport. Da dieser dank fehlender Extensions für SMB 2/3 weg fällt, muss nun eine Alternative her. Für SMB 2 wird eine solche in den Release Notes nicht erwähnt, wer SMB 3 verwendet, kann die AES-CCM-Verschlüsselung (RFC 5084) über den Parameter “-e” aktivieren, was aber auf der anderen Seite einen recht aktuellen Server voraussetzt.
Daneben läuft die Directory-Replikation im Active Directory Domain-Controller-Modus nun effizienter und stabiler, gibt es einen serverseitigen Copy-Support über “FSCTL_SRV_COPYCHUNK” von SMB 2. Das erhöht Kopieraktionen für Dateien deutlich, weil diese dafür nicht übers Netzwerk wandern. Weiterhin verbessert das Btr-FS-VFS-Modul solche Kopieraktionen auf Shares, die Btr-FS einsetzen. Die Option “vfs objects = btrfs” aktiviert das Feature in der “smb.conf”. Wer SWAT sucht, das Samba Web Administration Tool, wird neuerdings nicht mehr fündig, denn SWAT wurde entfernt — im wesentlichen aus Security-Gründen. Samba 4.1.0 seht unter der GPL, der Quellcode lässt sich über die Webseite herunterladen.




