Es ist ein bisschen ungerecht, dass der Hype um den Raspberry Pi den vielfältigen Rest dieser Geräteklasse überstrahlt. Denn viele der Ein-Platinen-Computer haben mit ihrer Rechenpower, zahlreichen Schnittstellen und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis das Zeug, den Hertzschlag des Bastlers zu beschleunigen.
Wer dieser Tage auf Messen und Konferenzen umherstreift, gewinnt den Eindruck, dass der Raspberry Pi das Zentralgestirn aller Geeks und Nerds ist. Was als Projekt für Bildungscomputer startete, ist im Mainstream angekommen. Wer technikmäßig etwas auf sich hält, nennt mindestens einen der Minicomputer sein Eigen. Und wenn selbst der für exotische Zielgruppen unverdächtige “Spiegel” Online-Artikel wie “Mini-Rechner Raspberry Pi: So basteln Sie einen Smart-TV für 60 Euro” veröffentlicht, macht das klar: Das Thema hat die Geek-Umlaufbahn verlassen und setzt zur Landung in dicht bewohntem Gebiet an.
Die Vermutung, dass im Gefolge des Raspberry-Pi-Erfolgs auch andere günstige Ein-Platinen-Computer zu Ruhm kommen, erweist sich bislang als falsch. Die wahrscheinlich anfänglich euphorischen Hersteller müssen den Raspberry-Hit mittlerweile als Fluch erleben. Denn obwohl ihre Produkte oft besser ausgestattet, von Profis entwickelt, länger am Markt und mit stärkeren CPUs und GPUs ausgerüstet sind, können sie vom Raspberry-Boom kaum profitieren.
Dieser Artikel will das ändern und bietet einen Überblick über durchweg nennenswerte Pi-Alternativen und beschreibt deren Ausstattung. Generell gilt, dass alle Bastelrechner mit ARM-CPUs arbeiten und Linux-fähig sein müssen. Häufig bekommt man ohne Mühe auch Android zum Laufen. Viele Hersteller bieten zudem Open-Source-Frameworks für ihre Produkte an und – anders als bei Tablet-PCs – entwickeln sie auch weiter.
Damit ein Gerät es in diesen Artikel schaffen konnte, muss es zudem über einen Händler in Europa zu beziehen sein, um die nervige Fahrt zum Zollamt zu vermeiden. Bastler, die den Aufwand nicht scheuen, können bei fernöstlichen (Ebay-)Händlern Boards noch billiger erwerben. Die größte Ersparnis winkt jedoch bei der Peripherie – Displays und Sensoren sind für ein paar Hongkong-Dollar zu haben, und bei Einzelbestellungen bleibt man in der Regel unter der Zoll-Freigrenze.
Pc Duino
Den Anfang macht Pc Duino [2], der dem Raspberry Pi gar nicht so unähnlich ist. Das von der gleichnamigen Firma hergestellte Rechnerlein bietet im Vergleich zum Pi durchaus Mehrwert: 1 GByte RAM und 2 GByte fest installierter Nand-Speicher sind mehr, als jede Himbeere bieten kann. Das Rechnen übernimmt eine Cortex-A8-CPU, die permanent mit einer Taktrate von 1 GHz läuft. Anders als der Raspberry Pi nimmt Pc Duino keine SD-Karten, sondern die kleineren Micro-SD-Karten auf. HDMI- sowie RJ-45- und zwei USB-Anschlüsse gehören zum Standardprogramm.
In Sachen Betriebssystem läuft auf Pc Duino alles, was auf einer ARM-CPU grundsätzlich lauffähig ist. Etwas verquer nennt der Hersteller “Linux 3.0 + Ubuntu 12.10”, natürlich sind auch andere ARM-Distributionen möglich, wenn auch ohne den offiziellen Segen des Herstellers. Der Pc Duino bildet damit eine großartige Alternative zum Raspberry Pi, die preislich durchaus attraktiv ist, weil der Kasten in Europa bereits unter 50 Euro zu haben ist. Kompatibel mit dem bürgerlichen Wohnzimmer ist das Gerät allerdings nicht, denn passende Gehäuse sind im Augenblick nicht zu bekommen. Wer nicht auf Geek-Romantik steht, muss vorerst die Platine hinter einer Vase oder Kuckucksuhr verstecken.
Pc Duino
CPU: Cortex-A8, 1 GHz
Externer RAM: 1 GByte
Anschlüsse: Micro-USB (Strom), Arduino-Pin, HDMI, 2x USB, RJ-45, Jtag, Micro-SD
Onboard-Speicher: 2 GByte Nand-Flash
Abmessungen: 125 x 52 Millimeter
Preis: ab 50 Euro
Bezugsquelle: EXP Tech,http://www.exp-tech.de
Pandaboard ES
Der nächste Kandidat, das Pandaboard ES [3], begründet die zweite Evolutionsstufe der einigermaßen bekannten Pandaboards. Jene richtet sich vorrangig an solche Entwickler, die Hardware zum Testen suchen. Pandaboard ES will mehr sein als der Raspberry Pi.
Das wird zunächst beim Preis deutlich, denn das ES gibt sich mit rund 170 Euro nicht bescheiden. Wer noch rund 65 Euro drauflegt, erhält ein “Multimedia Kit”, das zum Board ein Gehäuse, Micro-USB-Netzteil, eine SD-Karte mit 8 GByte, eine externe WLAN-Antenne und ein HDMI-Kabel enthält. Wer bedenkt, dass Netbooks und Nettops bereits für ähnliche Preise zu haben sind, überlegt sich die Anschaffung genau.
Die inneren Werte des Pandaboard ES stimmen: Eine Dualcore-Cortex-A9-CPU sorgt für Taktgefühl mit bis zu 1,2 GHz, dem 1 GByte RAM zur Seite stehen. HDMI, Netzwerk und WLAN gehören zum Paket genau wie Bluetooth und USB-Ports. Wer ein LCD-Display anschließen will, kann das tun. Jtag steht für Debugging zur Verfügung, sogar ein zweiter Monitor lässt sich ansprechen.
Skurriles Detail: Um keinen vollständigen DVI-Anschluss verbauen zu müssen, kommt das Pandaboard ES mit einer zweiten HDMI-Schnittstelle, die in Wirklichkeit ein DVI-D-Port ist und nur funktioniert, wenn man sie kombiniert mit einem HDMI-DVI-D-Adapter verwendet. Als Speichermedium schluckte das Pandaboard ES eine SD-Karte, auf der wie gehabt praktisch jedes ARM-Linux eine gemütliche Heimat findet.
Pandaboard ES
CPU: Dualcore Cortex-A9, 1,2 GHz
Externer RAM: 1 GByte DDR2
Anschlüsse: Micro-USB (USB-OTG), Strom, HDMI, 2x USB, RJ-45, Jtag, SD
Funk-Technologie: WLAN, Bluetooth
Abmessungen: 114 x 102 Millimeter
Preis: ab 170 Euro
Bezugsquelle: Tigal, http://www.tigal.com
Beagleboard xM
Das Beagleboard xM [4] verfolgt einen anderen Ansatz als das Pandaboard ES und Pc Duino. Die Entwickler erklären auf ihrer Website ausdrücklich, dass das Geräte keine fertige Entwicklungsplattform sein soll, sondern lediglich eine Community-basierte Grundlage, auf der Entwicklungsplattformen aufsetzen können. Bis auf die eingebaute serielle Schnittstelle ist die Hardware Hausmannskost und der Raspberry-Pi-Hardware überdies recht ähnlich. Dazu gehört die Cortex-A8-CPU mit 1 GHz genauso wie die 512 MByte RAM.
Den externen Anschluss eines Monitors ermöglicht der als HDMI-Anschluss ausgeführte DVI-D-Port. Vier USB-Ports sind bei den vorgestellten Geräten Spitze, RJ-45 ist selbstverständlich vorhanden. Wer einen Fernseher mit S-Video-Eingang hat, kann das Beagleboard XM auch darüber laufen lassen. Der lokale Speicher kommt von einer Micro-SD-Karte, eine 4-GByte-Karte liegt dem Gerät bei.
In Sachen Betriebssystem kommt der Beagle mit allem zurecht, was ARM unterstützt, dazu gehören Debian und Ubuntu. Allein beim Preis, 150 Euro, büßt das xM an Attraktivität ein. Wenigstens ist ein Gehäuse aus Plastik verfügbar, das die Technik versteckt – auch wenn man es separat erwerben muss.
Beagleboard xM
CPU: Cortex-A8, 1 GHz
Externer RAM: 512 MByte DDR2
Anschlüsse: Micro-USB (USB-OTG), DVI-D (als HDMI-Port), 4x USB, RJ-45, Jtag, Micro-SD, Stereo Out/In, S-Video, RS-232, Kamera, Strom
Abmessungen: 76 x 76 Millimeter
Preis: ab 150 Euro
Bezugsquelle: Wetterott,http://www.wetterott.com
Cubieboard
Als Raspberry-Pi-Killer bringt Cubieboard eine Platine gleichen Namens [5] in Stellung. Schon preislich rangiert das Cubieboard im gleichen Segment: 49 US-Dollar lautet der Listenpreis. In Deutschland muss man derzeit knapp 60 Euro berappen, voraussichtlich wird der Preis noch etwas fallen, denn das Cubieboard ist frisch am Markt. Wer 10 Euro mehr aufwendet, bekommt ein Kit, bestehend aus Board, USB-Stromkabel, SATA-Kabel und einem einfachen Gehäuse.
Ein Cortex-A10-Prozessor mit 1 GHz sorgt für mehr Rechenleistung als die 700-MHz-CPU des Raspberry Pi, 1 GByte DDR3-Speicher sind ebenfalls mehr, als der Pi bietet. 4 GByte fest installierter Nand-Flashspeicher machen einen Micro-SD-Kartenslot theoretisch überflüssig, trotzdem ist er vorhanden. Zwei USB- und ein RJ-45-Port helfen verbinden.
Monitore steuert der Cubie über einen echten HDMI-Anschluss an. Ein Klinkenstecker liefert Audiosignale, falls der Ton nicht ohnehin über HDMI an die Außenwelt dringt. Das Cubieboard besitzt spannenderweise einen SATA-Port, um entsprechende Storage-Devices direkt mit dem Device zu verbinden.
Insgesamt stellt das Cubieboard also eine sehr interessante Alternative zum derzeitigen Platzhirsch dar, auch mit Blick auf den Preis. Die Installation von Ubuntu funktioniert gut, auf der Produktwebsite findet sich zudem eine Video-Anleitung, die unter Mithilfe von Berry zu einem lauffähigen System führt.
Cubieboard
CPU: Cortex-A10, 1 GHz
Externer RAM: 1 Gbyte DDR3
Anschlüsse: Micro-USB (USB-OTG für die Stromzufuhr), HDMI, 2xUSB, RJ-45, Jtag, Micro-SD, 3,5-Millimeter-Klinke
Abmessungen: 100 x 60 Millimeter
Preis: ca. 60 Euro
Bezugsquelle: EXP Tech, http://www.exp-tech.de
Cubox
Dass ARM-Entwicklerboards auch Nicht-Entwickler ansprechen, ist den Herstellern der Systeme freilich nicht entgangen. Für das Raspberry Pi kursieren im Netz bereits diverse Anleitungen, um aus dem Rechner in Kreditkartengröße einen Fileserver oder ein Multimediasystem zu machen. Die Firmen reagieren auf diesen Trend zum Minisystem und bringen im Augenblick auch Entwicklerboards im schönen Gehäuse auf den Markt.
Die Cubox [6] ist ein Beispiel hierfür. Denn im Grunde ist die Cubox gar nicht spektakulär: Ein ARM-PJ4-Prozessor mit 800 MHz gehört wirklich nicht zu dem, was die Spitze in diesem Segment im Augenblick zu bieten hat. Auch 1 GByte RAM ist Standard. Auftrumpfen kann die Cubox am ehesten mit ihren Anschlüssen: Gigabit-Ethernet sucht man bei manch anderen Geräten ebenso vergebens wie einen E-SATA-Port. Ansonsten erhält der Kunde Hausmannskost: zwei USB-Ports, S/PDIF-Ausgang, Micro-SD und Micro-USB für die Stromversorgung.
Wer mehr Geld auf den Tisch legt, erhält die Pro-Ausstattung mit 2 GByte RAM. Apropos: Die Cubox siedelt sich auf Augenhöhe mit den teureren Developer-Boards an, die Grundversion kostet umgerechnet 145 Euro und die Pro-Version 175 Euro. Beide sind derzeit nur über einen Händler in England zu bekommen.
Cubox
CPU: 800-MHz-PJ4
Externer RAM: 1 GByte DDR3
Anschlüsse: Micro-USB (USB-OTG für Strom), HDMI, 2x USB, RJ-45, Micro-SD, E-SATA, S/PDIF
Abmessungen: 54 x 54 x 42 Millimeter
Preis: ab ca. 145 Ero
Bezugsquelle: New IT, http://www.newit.co.uk
Wandboard
Das Wandboard [7] ist ein typischer SoC-Computer, der mit nützlichen Zusatzfeatures aufwartet. Der Hersteller liefert das System in zwei Varianten, eine mit Single- und eine mit Dualcore-CPU. Die Dual-Variante kommt mit 1 GByte RAM und WLAN sowie Gigabit-Ethernet daher. Beide bieten HDMI, Audio, RS-232, einen USB- und einen Micro-USB-Port für USB-OTG und Stromversorgung.
Anders als die anderen Entwicklerboards kann das Wandboard zwei Micro-SD-Karten aufnehmen. Wer nicht die bloße Platine will, kann ein passendes Gehäuse mitbestellen. Preislich orientiert sich das Wandboard im Mittelfeld: Die Dual-Version mit Gehäuse und WLAN-Antenne kommt auf 110 Euro.
Wandboard
CPU: Freescale Cortex-A9 (Single- oder Dualcore), 1 GHz
Externer RAM: 512 MByte/1 GByte
Anschlüsse: Micro-USB (OTG für die Stromzufuhr), HDMI, 2x Micro-SD, USB, RJ-45, RS-232, 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, S/PDIF
Funk-Technologie: WLAN inklusive Antenne (nur Dualcore)
Abmessungen: 95 x 95 Millimeter
Preis: Singlecore ab 60, Dualcore ab 76 Euro
Bezugsquelle: Denx CS, http://www.denx-cs.de
Toradex Colibri T20
Hauptberufliche Embedded-Entwickler nehmen die Arbeit ab einer Klasse auf, für die die Colibri-T20-Produktfamilie [8] beispielhaft stehen kann. Der Schweizer Hersteller liefert dem Käufer ein Carrierboard, auf dem Huckepack ein kleineres CPU-Board sitzt. Der Gag ist, dass es von beiden Platinen mehrere Versionen gibt und jede gegen jede austauschbar ist. Als Entwickler bestellt man sich das Pärchen, das dem späteren Gerät am ähnlichsten ist, und legt los. Der Hersteller erhofft sich, dass beim späteren Serienprodukt wieder sein CPU-Modul zum Einsatz kommt.
Als geschickt in Sachen Grafikleistung darf auch die Bestückung mit dem Nvidia-Gforce-Chip bezeichnet werden, denn Full-HD-Videos in Hardware zu dekodieren und per HDMI zu übertragen ist bei dieser Ausstattung kein Problem. Bei der Art und Menge der Ports und Anschlusspins macht sich die Ausrichtung auf Profis bemerkbar, bei den Preisen auch.
Toradex Colibri T20
Vier kompatible CPU- und vier Carrierboards verfügbar. Zum Beispiel:
CPU: Nvidia Tegra 2 (Cortex-A9 Dualcore), 1 GHz
Externer RAM: 512 MByte DDR2
Anschlüsse: 2x USB (OTG für die Strom), HDMI (Dual-Display-Controller), 2x Micro-SD, 100-MBit/s-Ethernet, 2x I2C + DDC, 4x SPI, 1x One-Wire, 3x RS-232, 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, Anschlüsse für RGB- und LVDS-Displays, diverse Analog- und Digital-Pins
Abmessungen: 100 x 72 Millimeter
Preis: T20 512MB V1.2A ca. 100 Euro; Iris Carrier Board ca.80 Euro
Bezugsquelle: Montadex, http://www.toradex.com
Cotton Candy
Weit vom Entwicklerboard ist Cotton Candy [9] entfernt. Der Hersteller beschreibt sein Produkt als “Any Screen Microcomputer” und gibt so die Marschrichtung vor: Cotton Candy erreicht im geschlossenen Gehäuse den Käufer und soll sich unterwegs mit jedem Bildschirm problemlos verbinden lassen. Eine A9-Cortex-CPU mit zwei Kernen zu je 1,2 GHz treibt den Stick an, 1 GByte RAM reicht für die meisten Dinge aus.
Das Gerät lässt sich um eine Micro-SD-Karte erweitern, kommt mit einem HDMI-Anschluss und benötigt lediglich den Saft, den ein USB-Anschluss bereitstellt, beispielsweise den eines USB-Hub am Monitor. Der Stick sieht schön aus und ist überaus handlich – als tragbarer Mini-PC, der wirklich überall nutzbar ist.
Cotton Candy
CPU: Cortex-A9 Dualcore, 1,2 GHz
Externer RAM: 1 GByte DDR3
Anschlüsse: USB (für die Stromzufuhr), Micro-USB (OTG) HDMI, Micro-SD
Funk-Technologie: WLAN, Bluetooth
Abmessungen: 80 x 25 x 10 Millimeter
Preis: ab ca. 155 Euro
Bezugsquelle: C-Stick (Norwegen), http://store.cstick.com
Compulab Trim Slice Pro
Recht mutig mutet das Geschäftsmodell von Compulab an. Die Firma hat in Form des Trim Slice Pro [10] einen Minicomputer auf den Markt gebracht, der ganz ähnlich wie Cotton Candy ein Überall-Computer sein soll, sich aber mit insgesamt 3 Watt Stromaufnahme zufrieden gibt. In Sachen Hardware hebt sich das Gerät erstmal nicht maßgeblich von den Konkurrenten ab.
Im Innern des Geräts verrichtet eine Nvidia-Tegra-2-CPU (Cortex A9) mit 1 GHz ihren Dienst, 1 GByte RAM steht ihr zur Seite. USB- und Micro-USB-Anschlüsse sind genauso vorhanden wie S/PDIF, Gigabit-Ethernet WLAN und ein Slot für SD-Karten. Ein RS-232-Anschluss entsteht per Adapter, die Video gibt’s über HDMI und DVI-D.
So weit, so normal – als Besonderheit liefert der Hersteller das Gerät mit einer 32 GByte großen SSD aus, die sauber in das Gehäuse integriert ist. Allein der Preis sorgt tatsächlich für Verwunderung: Stolze 460 Euro will der französische Distributor IPC4U für das Gerät haben. Wo der Vorteil von einer echten SSD gegenüber einer gleich großen Micro-SD-Karte liegt, verrät der Hersteller jedoch nicht. Wer auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen ist, wird beim Trim Slice Pro fündig, muss aber den Prestige-Faktor finanziell entrichten.
Trim Slice Pro
CPU: Nvidia Tegra 2 (Cortex-A9), 1 GHz
Externer RAM: 1 GByte DDR3
Anschlüsse: Strom, Micro-USB (OTG) HDMI, DVI-D, SD, 3x USB, RJ-45, RS-232, WLAN-Antenne, 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, SATA (intern)
Funk-Technologie: WLAN, Bluetooth
Abmessungen: 130 x 95 x 15 Millimeter
Preis: ab rund 460 Euro
Bezugsquelle: IPC4U (Frankreich), http://www.ipc4u.fr
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Die hier getroffene Auswahl beschreibt nur einen Bruchteil des Marktes, bildet ihn aber beispielhaft ab. Wer ungefähr 500 Euro anlegt, bekommt ein echtes Entwicklerkit, das aus einem etwa PC-Hauplatinen-großen Evaluationsboard mit schier unendlich vielen Schnittstellen, IO-Pins und Steckern besteht. Darauf thront dann eine handliche CPU-Platine, von der es meist mehrere Modelle gibt. Gewöhnlich liegen dem Kit noch diverse Kabel und ein kleiner Touchscreen bei, außerdem eine DVD mit Betriebssystemen und viel Entwicklersoftware.
Am günstigsten erwirbt man Boards der 200-Euro-Klasse übrigens bei den Spezialmessen, zum Beispiel der Embedded World in Nürnberg. Fast immer finden sich ein Aussteller, der Besuchern gegen eine Visitenkarte und 10 oder 20 Euro Schutzgebühr ein solches System in die Hand drückt.
Infos
- Konrad Lischka, “Mini-Rechner Raspberry Pi: So basteln Sie …”: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/raspbmc-dieser-multimediaplayer-kostet-60-euro-a-893773.html
- Pc Duino: http://www.pcduino.com
- Pandaboard ES: http://pandaboard.org/content/pandaboard-es
- Beagleboard xM: http://beagleboard.org/hardware-xM
- Cubieboard: http://cubieboard.org
- Cubox: http://solid-run.com
- Wandboard: http://www.wandboard.org
- Toradex Colibri T20: http://www.toradex.com/products/colibri-arm-computer-modules/colibri-t20
- Cotton Candy: http://www.fxitech.com
- Trim Slice Pro: http://trimslice.com/web/















