“Voller IPv6 Support” steht lakonisch an erster Stelle der Neuerungen, mit denen die jüngst veröffentlichte Version 2.3 von Open VPN aufwarten kann.
Damit lassen sich sowohl IPv6-Tunnel über IPv4-Netze anlegen wie auch diverse Infrastrukturprobleme lösen, beispielsweise verteilte Netzwerksegmente durch virtuelle Bridges kombinieren. Die Einrichtung von IPv6 zeigen Howtos, weitere Neuerungen in Open VPN umfassen die Integration von Polar SSL als Ersatz für Open SSL und das neue Plugin-API. Die Managementkonsole bietet jetzt auch Zugriff auf die Verschlüsselungskeys, eine Option namens “x509-track” erlaubt es auch Skripten, detailliert auf einzelne Felder von Zertifikaten zuzugreifen. Weitere Details nennt das Changelog.
Wie James Yonan, der Erfinder von Open VPN auf der Announce-Mailingliste ) bekannt gab, hat kürzlich der iOS-Client von Open VPN den “offiziellen Segen von Apple erhalten”. Für iPhone- und iPad-Besitzer bedeutet das, dass sie einfach den “OpenVPN Connect Client” aus dem Appstore herunterladen können und ihre Verbindungsdaten eintragen. Bisher war dafür immer das Rooten des Gerätes notwendig. Yonans Firma Open VPN Technologies entwickelte den iOS-Client und führte die Verhandlungen mit Apple.
Damit schließt Open VPN die letzte Lücke bei Clients: Windows, Linux und Mac-OS-Clients gehörten seit jeher zum Standardumfang der GPL-Software, Android enthält seit Version 4.1 ebenfalls defaultmäßig einen Open-VPN-Client, Besitzer älterer Android-Releases müssen noch rooten.




