Japanische Medien melden, dass Samsung noch 2013 ein Tizen-basiertes Mobiltelefon auf den Markt bringen wolle, um den Business-Markt besser adressieren zu können. Helfen dabei soll auch der große japanische Provider NTT Docomo.
Tizen, der Nachfolger der Meego-, Moblin- und Maemo-Plattform für freie Mobilgeräte steht offenbar vor einem wichtigen Schritt: Japanische Medien wie die Daily Yomiuri berichten, mit dem Einstieg von Docomo, Japans größtem Mobilfunkprovider, wolle das Konsortium noch 2013 ein erstes, vor allem im Business-Bereich konkurrenzfähiges Mobiltelefon auf den Markt bringen. Das solle weltweit gleichzeitig geschehen, und die Konzerne würden damit versuchen, der Marktherrschaft von Google und Apple Einhalt zu gebieten, und zwar dort wo diese die größten Schwächen hätten: Im Business-Einsatz. Docomo hatte zuletzt stark rückläufige Neukundenzahlen zu beklagen, was Analysten auf das Fehlen eines iPhones im Angebot zurückführten. Das soll jetzt offenbar Tizen richten.
Tizen basiert vollständig auf Linux und bringt – anders als Android – fast alle für das Open-Source-Betriebssystem typischen Funktionen mit, zum Beispiel neben dem Linux-Kernel auch ein sicheres Paketsystem (RPM), die Enlightenment Foundation Libraries und das Webkit Runtime Environment. Für Anwendungsentwickler bietet Tizen Jquery, Jquery Mobile und HTML5-Webtechnologien. Tizen genießt neben Samsung und Docomo breite Unterstützung, beispielsweise von Intel. Über die Hardware in Docomos Tizen-Telefon ist noch nichts bekannt, außer dass es konkurrenzfähig zu Apples iPhone 5 und dem Samsung Galaxy SIII werden soll.





