Aus Linux-Magazin 01/2013

Das große Linux-Magazin-Winterrätsel für lange Abende

© Albix, Fotolia.com

Wer gerne vertrackte Aufgaben löst und einen Kamin besitzt, sollte ihn an einem langen freien Abend anheizen und es sich mit dem Linux-Magazin-Winterrätsel davor gemütlich machen. Leser mit moderneren Heizungen kommen natürlich auch auf ihre Kosten.

Dieses Jahr dreht sich der knifflige Knobelspaß rund um Linux und Spiele. Wer meint, dass das Thema wenig ergiebig sei, kann sein Vorurteil anhand der immerhin 20 Fragen noch mal überdenken. Unter allen richtigen Einsendungen – in den meisten Jahren waren das nur wenige – verlost die Redaktion ein Android-Smartphone.

1. Manche Computerpioniere zweckentfremden gerne alte Hardware, um darauf mit Hilfe eines Spielchens in die Tiefen des Sonnensystems abzutauchen. Die wenigsten allerdings schreiben dazu gleich ein komplettes Betriebssystem. Wie nannte der hier gesuchte Autor seine Software?

2. Wer Vi liebt, verehrt auch den ähnlich zu bedienenden Spieleklassiker. Bei der Suche nach einem mächtigen Amulett passieren Coredumps. Womit hat sich der Spieler vorher gestärkt?

3. Virtualisierung findet auch in Computerspielen statt: Wer mal gegen grüne und violette Außerirdische antrat, fand auf einem alten Rechner den Vorgänger des Abenteuers. Dort ging es so robust zu, dass besorgte Eltern und Tierschützer eine Zensur erwirkten. Wo durfte der Hamster des Hauses fortan nicht mehr hin?

4. Linux eignete sich bislang wenig als Trainingsplattform für den Häuserkampf oder die Abwehr schwer bewaffneter Aliens. Welcher CEO einer Spieleplattform fand vernichtende Worte über die aktuelle Release eines proprietären Betriebssystems und starte kürzlich den Betatest seiner Software für Linux?

5. Obwohl der Hersteller einer Simulation seine Portierung eines erfolgreichen Spiels nicht unter einer freien Lizenz anbot, gewährte er den Teilnehmern eines Wettbewerbs Einblick in dessen Code, um ihn zu erweitern. Nach welcher Gottheit benannte sich das freigiebige Unternehmen?

6. Noch bevor er begann zum Linux-Kernel für Embedded-Plattformen und zu Codegeneratoren der GCC beizutragen, nahm sich der Entwickler einer virtuellen Maschine für verteilte Rollenspiele an und gab ihr den Namen seiner Spielfigur. Wie heißt der ursprüngliche Architekt der objektorientierten Spielmaschine?

7. Eine Softwareschmiede, die zufällig ein grundlegendes Unix-Kommando im Namen trägt, prägte lange das Genre der First Person Shooter. Welcher Technikchef der Firma hat große Teile der Game-Engines unter die GPL gestellt? Dank der freien Lizenz tut die Engine noch heute in manch modernem Spiel Dienst.

8. Lisp und KI nutzte ein mittlerweile aufgekauftes Unternehmen für seinen Textparser und setzte in den 1970ern erste Standards für Abenteuerspiele. Mit freien Interpretern laufen die noch heute. Welcher Buchstabe dominiert die erfolgreichste Produktreihe genauso wie den Namen der Beschreibungssprache?

9. Automatenspielen wie Pac Man und Donkey Kong durften in keiner Spielhalle der frühen 1980er Jahre fehlen. Im Gegensatz zu den TTL-gesteuerten Pong oder Breakout besaßen die neuen einen richtigen Mikroprozessor. Welches Projekt kümmert sich seit 1996 darum, Emulatoren für diese Geräte anzubieten?

10. Plan- und Eroberungsspiele gab es 1991 bereits einige. Neu war bei einem der Spiele aber der Mehrspieler-Modus, der sich eine Funktion von X11 pfiffig zunutze machte. Spieler, die wenig Wert auf Sicherheit legten, gaben vor dem Spielstart »xhost +« ein. Welches Kommando wäre besser geeignet?

11. Eine der aufwändigsten Simulationen, die nativ als freie Software entwickelt wurde, greift auf Wunsch sowohl auf reale Wirtschafts- und Transportdaten als auch auf Wetterinformationen, Jahreszeiten und Sonnenstände zu. Welche Skriptsprache verwendet das Projekt intern vorrangig?

12. Wer sich über Spiele unter Linux auf dem Laufenden halten will, kommt um eine bestimmte deutschsprachige Community-Plattform nicht herum. Sie listet seit dem Jahr 2000 Nachrichten und Reviews von Spielen und Emulatoren und gibt Tipps zu Installation und Konfiguration. Wie lautet ihr Name?

13. Ein Projekt unter der GPL simuliert einen der erfolgreichsten Spiele-Homecomputer und große Teile seiner Familienmitglieder, die auf der gleichen CPU-Familie aufbauen. Wie lautete die Serienbezeichnung der ältesten Geräte, die ihr Hersteller vorrangig für den Büroeinsatz konzipiert hatte?

14. Die langen Wurzeln eines aufwändigen Weltraumspiels, das sich lose im Orbit des Star-Trek-Universums verorten lässt, gehen bis in die jungen Unix-Jahre zurück. Wie hieß die in den frühen 1990er Jahren populäre Fassung, bei der Raumfahrtfans über das Internet mitspielen durften?

15. Native 3-D-Spiele, die auf die Xlib setzen, sind rar gesät. 1994 veröffentlichten jedoch zwei Studenten wegen einer Studienarbeit ein Projekt für Solaris und Linux, das Szenekenner als freundliche Vorwegnahme von Castle Wolfenstein & Co. ansehen. In welchem Gebirge liegt die Hochschule der beiden?

16. Der Vater einer bekannten Linux-CD-Distribution schlägt sich auch auf dem Brett recht wacker. Bei welcher Organisation hostete er einen der ersten deutschen Schach-Server?

17. Die Vielfalt des königlichen Spiels bereitet Computern bis heute Probleme. Für in Bedrängnis geratene Gruppen eines anderen Spiels gibt es einen Fachbegriff, mit dem sich ein Konsolen- und Computerhersteller schmückte. Wie lautet der erste Buchstabe der Typenbezeichnung von dessen Computer-Flaggschiff?

18. Ein Spieledesigner, der sich auch für den Raspberry Pi stark gemacht hat, setzt bei der letzten Fortsetzung eines in der Homecomputer-Ära einflussreichen Weltraumspiels auf Crowdfunding. Von welchem Planeten stammten die fiesen Aggressoren, die im Hyperraum Weltraumhändlern auflauerten?

19. Neu implementierte Konsolenklassiker haben Konjunktur. Beim Remake für einen populären Linux-Desktop steuert der Spieler eine gefräßige Schlange und darf nicht an den Gartenmauern anecken. Wie lautet der Name des Spiels, der auch Bezüge zu einer 4-Bit-Ansammlung aufweist?

20. Eine Prozessart, deren Startsequenzen meist in »/etc/init.d« lagern, taucht auch in einem zweiteiligen Roman auf. Bei dem bleibt offen, ob es sich um eine Dystopie oder eine Utopie handelt. In der Handlung dient ein Onlinespiel als Kommunikationsplattform. Welchen Rang bekleidet dort eine Spielfigur, die als Nazi-Antagonist die Plattform verlässt?

So funktioniert’s

Meist lassen sich die Fragen durch ein einzelnes Wort beantworten, sonst zählt das erste Wort, bei Namen der Nachname. Die Lösungsworte sind in das abgedruckte Schema einzutragen. Wichtig ist nur der jeweilige Anfangsbuchstabe. Wohin mit der 4×5-Matrix und was es zu gewinnen gibt erklärt der Kasten unten.

Sony Xperia U zu gewinnen

Wer die aus 4×5 Lösungsbuchstaben bestehende Matrix (siehe Kasten oben) bis zum 8. Januar 2013 an mailto:winter@linux-magazin.de schickt, nimmt automatisch an einer Verlosung teil. Falls kein Einsender alles richtig austüftelt, bestimmt die Redaktion anhand der richtigen Teillösungen den besten Mitspieler.

Das Linux-Magazin veröffentlicht voraussichtlich in seiner Ausgabe 03/13 den Namen des Gewinners. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Als Preis für das nicht gerade einfache Rätsel winkt ein Android-Smartphone mit Ice Cream Sandwich, dessen Touchscreen-TFT-Diagonale 8,9 Zentimeter misst: das Sony Xperia U. Auf dessen Rückseite sitzt eine 5-Megapixel-Kamera mit “Sony Exmore R”-Sensor, Bildstabilisator und Geotagging, die auch 720p-Videos aufzeichnet.

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