Aus Linux-Magazin 01/2013

Auf den Punkt gebracht

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Mail-Attachments

10/12, S. 61: Vielen Dank an Charly für den netten Artikel zum Mailen auf der Kommandozeile. Auf meinem Ubuntu ist »/usr/bin/mail« ein Link zu »heirloom-mailx« , denn das beherrscht Anhänge. Sie lassen sich mit »mail -a Datei« hinzufügen.

Irgendwann hatte ich mich mal geärgert, dass ich auf dem einen System (Suse) Anhänge verschicken konnte und auf einem anderen (Debian) nicht. Bis ich herausfand, dass Suse ein schlaueres Mailtool installiert. Seitdem verwende ich überall Heirloom-Mailx. Es steht unter SLES, Ubuntu und RHEL zur Verfügung, während Biabam nur in den Ubuntu-Paketarchiven steckt.

Übrigens erklärt die Seite http://mmj.dk/biabam/ schon in der ersten Zeile, was Biabam bedeutet: “Biabam Is A Bash Attachment Mailer.”

Schlomo Schapiro, per E-Mail

Restore im Eigenbau

11/12, S. 36: Ich wollte Arch Linux auf meinem Lenovo-Netbook updaten. Da ich den Rechner selten benutze, war der Stand allerdings ein halbes Jahr alt und die Aktualisierung schlug fehl. Nebenbei las ich den Artikel “Daten ausgraben”, und so kam ich auf die Idee, das Update über einen Restore zu erledigen.

Ich versuchte mit Hilfe des Artikels einen Clone-Server aufzusetzen, was mir schließlich mit Fedora 14 gelang. Der PXE-Code von Lenovo scheint nicht der beste zu sein, deswegen dauerte es eine Weile, bis er das 99 MByte große Initram-FS übers Netzwerk geladen hatte. Außerdem baute ich das Kickfile nach, doch leider ohne Erfolg: Es brach immer ab und danach wollte Anaconda ein Fedora-System installieren.

Daraufhin erstellte ich ein Konzept für einen selbst gemachten Clone-Server. Dabei sollte das Initram-FS möglichst klein sein. Zudem verzichtete ich auf einen Webserver und setzte auf NFS. Außerdem wollte ich eine Hochsprache verwenden, am liebsten Ruby.

Mit Hilfe von »ldd« ermittelte ich alle benötigten Bibliotheken und legte mit folgendem Befehl eine Ramdisk an, die nur 25 MByte umfasst:

find . -print0 | cpio --null -ov--format=newc | gzip -9 >/tmp/initrd.cpio.gz

Den Großteil der Ruby-Skripte wollte ich nicht in der Ramdisk haben, stattdessen legte ich sie auf NFS ab. Lediglich »start.rb« , das Kernelparameter entgegennimmt, ist im Initram-FS enthalten. Außerdem mountet es die NFS-Freigabe nach »/mnt/nfs« und lädt von dort die restlichen Ruby-Module.

Das Modul »restore.rb« liest aus der Datei »disk.layout« die Partitionsinformation, formatiert die Festplatte, hängt die Partitionen ein und startet das Kopieren per Rsync. Daneben installiert es Grub und hängt die Partitionen wieder aus. Anschließend arbeitet »start.rb« weiter und veranlasst den Reboot. Im ersten Test dauerte ein Restore 80 Minuten. Das Modul »act.rb« dient dazu, den Rechner auf den aktuellen Stand zu bringen, danach folgt ebenfalls ein Neustart. Im Test dauerte ein Abgleich, der Firefox, Thunderbird, Libre Office und ein paar kleinere Tools hinzufügte, 7 Minuten.

Die verwendeten Skripte habe ich mitgeschickt, sie sind noch ausbaufähig und haben die eine oder andere Macke. Sollte großes Interesse an meiner Arbeit bestehen, bin ich gerne bereit, das Projekt unter GPLv2 zu veröffentlichen.

Sandy Marko Knauer, per E-Mail.

Die Skripte stehen unter https://www.linux-magazin.de/static/listings/magazin/2013/01/leserbriefe/zum Download bereit. Der Clone-Server im Artikel lief unter Fedora 17. (mhu)

Bücher digitalisieren

12/12, S. 102: Zu Mike Schillis “Papierbuch am Ende”: Wie genau laufen Scannen und OCR ab? Macht Mike das auch alles unter Linux oder nimmt er Windows- oder Mac-Software? Ist das automatisch – also Buch füttern und am Abend wiederkommen? Wie viel manuelle Arbeit muss man investieren?

Aaron Digulla, per E-Mail

Zur manuellen Arbeit: In dem Video unter http://www.youtube.com/watch?v=uP4NbFaYZVIist zu sehen, wie’s geht. Die meisten Bücher zieht der Scanner ein, ohne sich zu verhaspeln, bei Zeitschriften und Glanzpapier muss ich oft manuell eingreifen. (Mike Schilli)

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