
Abbildung 1: Warum Linux? Der Hauptgrund liegt für unsere Leser in der Stabilität und Sicherheit des freien Betriebssystems.
Zweifel am Sinn des Ganzen kommen selbst Linux-Benutzern hin und wieder. Um ihnen entgegenzutreten, fragten wir letzten Monat nach Gründen für den Linux-Einsatz. Die Leser des Linux-Magazins lieferten zahlreiche interessante Antworten.
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Inhalt |
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58 | Blender Die neue Blender-Version bringt neue Features wie die Simulation von Flüssigkeiten und Weichkörpern. 62 | Tooltipps Fünf Programme stellen sich einem Kurztest: Amsn, Bing, Ddclient, Lftp und Mp3blaster. |
Vor einem Monat haben wir sie an gleicher Stelle gestellt: Die Frage nach dem Warum. Aus welchen Gründen benutzt man ausgerechnet Linux, trotz freier und proprietärer Alternativen? Die Antwort ist stets subjektiv. Die Neugier nach der Motivation unserer Leser veranlasste uns, sie per Online-Umfrage um ihre Meinung zu bitten [1]. Bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe des Linux-Magazins hatten sich bereits 180 Linux-Benutzer beteiligt. Ein herzlicher Dank an sie alle!
Messbares
Die nackten Zahlen zeigt das Diagramm in Abbildung 1. Mit knapp 90 Prozent haben fast alle Umfrage-Teilnehmer angegeben, dass sie die Stabilität und Sicherheit des freien Betriebssystems schätzen. Am anderen Ende der Skala greifen etwas mehr als 10 Prozent auf Linux zurück, weil sie es für das kleinste Übel unter den verfügbaren Betriebssystemen halten.

Abbildung 1: Warum Linux? Der Hauptgrund liegt für unsere Leser in der Stabilität und Sicherheit des freien Betriebssystems.
Die im Juli beim Linux-Symposium im kanadischen Ottawa von Kernelentwickler Greg Kroah-Hartman vertretene Ansicht, Linux unterstütze mehr Hardware als jedes andere Betriebssystem [2], teilen nur 12 Prozent. In dieser Hinsicht wiegen die zahlreichen Portierungen auf unterschiedliche Architekturen die Probleme mit aktuellen Consumer-Geräten für die meisten Linux-Benutzer offenbar nicht auf.
Dass Linux kostenlos ist, spielt ebenfalls eine große Rolle: 84 Prozent der Befragten gaben den Preis als Grund für den Linux-Einsatz an. Gegenüber dieser Freiheit wie in “free beer” ist “free speech” weniger wichtig, aber immerhin sind es fast zwei Drittel, die das Betriebssystem auch aus politischer Überzeugung verwenden.
Fast alle Umfrage-Teilnehmer verwenden Linux privat und auf dem Desktop (jeweils 95 Prozent), 80 Prozent setzen es außerdem beruflich ein. 84 Prozent betreiben auch Linux-Server. An Messbarem bleibt hinzuzufügen, dass sich der durchschnittliche Teilnehmer der Online-Umfrage seit etwa sieben Jahren mit Linux befasst.
Im Detail
Ein besonderer Dank geht an die Absender zusätzlicher Kommentare zum Thema. Dabei haben sich die in Zahlen bereits wiedergegebenen Ansichten verstärkt und Details herauskristallisiert. Auf technischer Seite wurde besonders häufig die Shell erwähnt und im indirekten Zusammenhang damit die durchdachte Systemkonfiguration und die Möglichkeit, sie per Texteditor anzupassen. Darüber hinaus zeigt sich ein tiefes Misstrauen gegenüber proprietärer Software. Namentlich bei Microsoft fürchten zahlreiche User Hintertürchen, sei es aus Gleichgültigkeit oder Absicht.
Viele Benutzer bevorzugen Linux wegen der grafischen Oberflächen, von X.org bis KDE finden sie Vorteile. Die Leser des Linux-Magazins können die häufig unterstellte Schwäche auf dem Desktop offenbar nicht bestätigen.
Programmierer fühlen sich heimisch, da sie den Quellcode vom Betriebssystem bis zu den Anwendungen anpassen und weiterentwickeln können und sich Sprachen von C bis Perl und Python unter Linux meist einfacher als unter anderen Systemen benutzen lassen.
Viel Gutes
Als Fazit der Umfrage lässt sich vor allem schließen: Linux lebt von seiner Vielfalt. Die verschiedensten Gründe führen Computer-Besitzer zu Linux – und dann lässt es sie oft nicht mehr los.
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Infos |
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[1] Warum Linux? [https://www.linux-magazin.de/] [2] Greg Kroah-Hartman, “Mythen, Lügen und Wahrheiten über den Linux-Kernel”: [http://www.kroah.com/log/linux/ols_2006_keynote.html] |
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