Erst strukturiertes Ablegen macht aus den unfassbar riesigen Datenmengen unserer Tage nutzbare Information. Das dafür einzig brauchbare Archivsystem sind moderne Datenbanken – die acht wichtigsten, kostenlosen und Linux-fähigen Vertreter mussten sich einen gründlichen Eignungstest gefallen lassen.
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Inhalt |
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36 | Acht Datenbanken im Vergleich Der Preis ist bei keiner ein Kriterium. Was entscheidet dann? 46 | Partitionierte Tabellen Eine riesige Tabelle mit vier Milliarden Zeilen handhabt Informix nach dem Motto “Teile und herrsche”. 50 | Oracles Zwillingssystem Das Geheimnis der Ausfallsicherheit heißt immer Redundanz. Data Guard verdoppelt sicherheitshalber alles und hält eine komplette Systemkopie bereit. 58 | Der Access-Killer? Das neue Open Office bietet seinen Konkurrenten nun auch mit einer Büro-Datenbank Paroli. Doch was taugt die neue Komponente Base? 64 | Tux liest Zu MySQL gibt es regalmeterweise Bücher, trotzdem kommen ständig neue hinzu. Zwei lesenswerte Titel empfiehlt der Rezensent auf der Bücherseite. 108 | Recht Gut zu wissen: Der Gesetzgeber hat explizit an Datenbanken-Inhaber gedacht. |
Der Wissensdurst, der aus den Menschen von jeher Jäger und Sammler von Daten und Fakten machte, bringt sie heute in die Gefahr, zu ertrinken. In der Informationsflut, die mit ständig steigendem Tidenhub an den Küsten unserer Wissensgesellschaft aufläuft: Heute – das haben Wissenschaftler der University of Berkely berechnet – kommen in jedem Jahr mehr Informationen hinzu, als in allen Wörtern enthalten sind, die jemals Menschen sprachen.
Mehr als 5 Exabytes – eine Zahl, so gigantisch, dass sie auch durch einen Vergleich nicht wirklich greifbar wird. Etwa den mit dem Informationsgehalt der weltgrößten Bibliothek, der amerikanischen Library of Congress mit 130 Millionen Bänden, den die jährlichen Informations-Neuzugänge um mehr als das 37000fache übertreffen.
Was Wunder, dass Parolen wie die vom “Information Lifecycle Management” oder Termini aus der Such- und Speichertechnologie weit oben in den Hitlisten der IT-Schlagwörter rangieren – zusammen mit Begriffen aus der Welt der Datenbanken. Die erfand man Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts, als die aus heutiger Sicht lächerlichen Informationszuwächse bereits die Grenzen jener Ablagesysteme sprengten, die sich allein auf Dateien und Ordner verließen.
Dem nunmehr Datenbank-gestützten Wissensdrang von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft ist sicherlich nicht Einhalt zu gebieten. Mit funktionalen, performaten Datenbanken kann man aber das Beste draus machen.
Kräftemessen
Datenbanken werkeln als Rückgrat komplexer Anwendungen prinzipbedingt stets hinter den Kulissen. Doch diese Ausgabe des Linux-Magazins holt acht bekannte und weniger bekannte Vertreter ins Rampenlicht eines großen Vergleichs. Unter den Probanden finden sich Veteranen und Shootingstars, Leicht- und Schwergewichte, solche, die eher als Geheimtipp, und solche, die als Gemeingut gelten. Alle eint eine verführerische Eigenschaft: Keine kostet einen Cent. Wer unter diesen Bedingungen mit welchen Vorteilen punkten kann, erläutert der Beitrag ab Seite 36.
Alle Testkandidaten taugen auch für Businessanwendungen, manche kommen den Anforderungen geschäftskritischer Applikationen sogar in besonderer Weise entgegen. Oracle etwa bietet eine ganze Palette an Features zum Schutz vor Systemausfällen. Eins davon eignet sich wegen geringer Softwarekosten und überschaubarem Administrationsaufwand besonders für kleine und mittlere Unternehmen: Der Workshop ab Seite 50 stellt Oracle Data Guard vor.
Eine andere Forderung aus dem Geschäftsbereich betrifft den Umgang mit sehr großen Datenmengen. Der Artikel ab Seite 46 beschreibt, wie Informix eine Tabelle mit mehreren Milliarden Datensätzen zu verwalten vermag. Partitionierung ermöglicht hier, was mit herkömmlichen Techniken nicht mehr handhabbar wäre.
Am anderen Ende angesiedelt ist die Datenbank-Komponente des neuen Büropakets Open Office 2. Taugt sie bereits als Ersatz für das viel beschäftigte Konkurrenzprodukt Microsoft Access? Die Antwort gibt der Beitrag ab Seite 58.
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