Aus Linux-Magazin 07/2006

Gute Tools für schnelle Ergebnisse

TW Design

Immer weniger Programmierer geben sich mit einem simplen Editor und dem C-Compiler zufrieden. Komfortable IDEs können die Entwicklung mit komplexen Toolkits durchaus vereinfachen. Das Linux-Magazin stellt die besten Linux-Tools für Programmierer vor.

Inhalt
36 | Linux-IDEs Vier integrierte Entwicklungsumgebungen im Vergleich.

42 | GUI-Builder für Gnome Grafische Oberflächen zusammenklicken mit Glade und Gazpacho.

48 | Subversion offline-tauglich SVK realisiert verteilte Versionskontrolle über Subversion.

54 | Dietlibc Die schlanke Standard-C-Bibliothek als Glibc-Alternative.

56 | Oprofile Das beste Tool zum Profiling von Programmen und Kernel.

Wer für Linux programmiert, muss immer in Bewegung bleiben. APIs von Bibliotheken und Kernel befinden sich naturgemäß in ständiger Entwicklung und aktive Projekte sind nicht immer ausführlich und aktuell dokumentiert. Auch die vertrauten Helfer der Programmierer verändern sich ständig, alte verschwinden von der Bildfläche, neue tauchen auf, vom Editor über den Compiler bis zum Profiler. Für diesen Heft-Schwerpunkt hat das Linux-Magazin-Team eine ganze Reihe aktueller Programmierer-Tools getestet.

Am wenigsten Änderungen gibt es an der guten alten C-Bibliothek, an der scheinbar kein Weg vorbeiführt. Die GNU-Glibc unterstützt zwar neue Architekturen und fixt Bugs, das API bleibt aber im Wesentlichen stabil, abgesehen von Neuerungen wie dem Pthreads-Interface. Weil die Glibc im Lauf der Jahre allerdings ziemlich angeschwollen ist, haben einige Programmierer Alternativen entwickelt, beispielsweise für den Einsatz auf Embedded Devices mit beschränkten Ressourcen oder einfach nur, um Speicherplatz zu sparen. Eine der wirkungsvollsten Alternativen zur Glibc ist die Dietlibc, die der Artikel auf Seite 54 vorstellt.

IDEs im Test

Beim Schreiben von Quellcode setzen eingefleischte Linuxianer nach wie vor auf die bewährten Texteditoren Vim und Emacs. Wer von Windows kommt, ist aber meist integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs) wie Visual Studio gewohnt, viele Mac-Programmierer kennen Metroworks’ Codewarrior oder das aktuelle Xcode. Für Linux gibt es zwar eher mehr IDEs als für die anderen Betriebssysteme, sie sind aber von sehr unterschiedlicher Qualität. Einen Überblick über die wichtigsten gibt der Artikel auf Seite 36.

Alternativ zu kompletten Entwicklungsumgebungen gibt es auch Programme, die sich nur auf das Design der grafischen Benutzeroberflächen konzentrieren, meist für die beiden Toolkits Qt und GTK. Trolltechs Qt bringt dafür selbst das Tool Qt-Designer mit, GTK-Programmierer werden im Internet fündig – oder auf Seite 42, auf der die beiden GTK-GUI-Designer Glade und Gazpacho vorgestellt werden.

Um den Überblick über den entstehenden Quellcode und die Änderungen daran zu behalten, setzen die meisten Programmierprojekte auf Versionskontrollsysteme (VCS). Das altbekannte CVS verschwindet langsam, aber sicher von der Bildfläche. Dafür setzen sich so genannte verteilte VCS immer weiter durch. Sie machen die ständige Verfügbarkeit eines zentralen Servers überflüssig und sorgen damit für größere Flexibilität der mobilen Programmierer. Statt ein bestehendes VCS zu ersetzen und so eine Migration des ganzen Repository zu erzwingen, bedient sich das auf Seite 48 vorgestellte SVK eines bestehenden zentralen Repository.

Optimales Ende

Am Ende des Entwicklungszyklus steht die Optimierungsphase. Denn wie schon der bekannte Informatiker und Tex-Erfinder Donald Knuth wusste: Zu frühzeitige Optimierung ist die Ursache vieler Fehler. Neben dem bewährten GNU-Profiler Gprof gibt es für Linux eine ganze Reihe von Tools zur Performancemessung von Programmen.

Eines der besten ist Oprofile, das die Performance Counter moderner CPUs verwendet, um mit möglichst wenig Overhead aussagekräftige Statistiken zur Laufzeit zu erstellen. Was Oprofile kann und wie man es verwendet, verrät der Artikel auf Seite 56. (csc)

Copyright © 2002 Linux New Media AG

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