Aus Linux-Magazin 06/2005

Netz- und Systemmanagement im harten Alltag

Admins, die nur ein paar Clients und ein, zwei Server unter ihren Fittichen haben, kommen mit Trial-and-Error und dem Prinzip Feuerwehr sehr weit. Sobald das Netz größer wird, ist damit Schluss: Durchdachtes Management, professionelle Software und aus Rechenzentren bekanntes Equipment müssen her.

Inhalt

 

32

Viermal Systemmanagement
Sun Control Station, Xandros Desktop Management Server, Red Hat
Network und Zenworks Linux Management.

38

Open Enterprise Server
Novells OES kombiniert die eigenen Netware-Services mit Suses SLES
9.

40

Interstructures
Will ein Windows-Admin auch Linux-Server verwalten und bei der
Systempflege helfen, dann sollte er sich dieses MMC-Snap-in
ansehen.

44

PC Anywhere
Der Windows-Fernsteuer-Klassiker läuft nun auch auf
Linux.

46

Remote Management
KVM-Switches und serielle Konsolen-Server geben den Blick frei auf
jeden Monitor im Server-Raum.

In einer IT-Landschaft mit vielen Clients multipliziert sich nicht einfach der Administrationsaufwand mit der Anzahl der Computer – nein, die Kurve verläuft viel steiler. Wer drei Rechner jederzeit irgendwie zurechtgebastelt bekommt, verliert bei gleicher Vorgehensweise bei dreißig die Übersicht und bei 300 wahrscheinlich seinen Job.

Zudem steigen mit der Menge die Anforderungen an die Sicherheit. Denn Schließlich kommen die meisten Angreifer von innen – kein Wunder: Die soziale Bindung gegenüber den Admins und der Firma selbst ist in großen Gruppen geringer ausgeprägt.

Gleichheit

Das Normieren möglichst vieler Soft- und Hardware-Komponenten ist einer der Wege, die Übersicht wiederzugewinnen. Einen Pferdefuß hat es aber auch: Wer dann beim Konfigurieren einen Fehler macht, hat unter Umständen 200 User nacheinander am Telefon. Zu groß ist das Netz, um freihändig und mit dem “Alarmsystem per Zuruf” locker über den Tag zu kommen. Spätestens hier wird klar: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

An dieser Stelle kommt der Admin nur mit geeigneten Werkzeugen und Strategien für ein automatisiertes Systemmanagement auf einen grünen Zweig. Stellt sich also die Frage nach einer geeigneten Managementsoftware. Wie so oft hängt die Antwort vom Einsatzfall ab. In einfachen Situationen kommt man vielleicht sogar mit einem selbst gestrickten Set aus Skripten und bekannten Open-Source-Tools schon ganz schön weit.

Wenn Eigenbau nicht genügt

Wer die Zeit für eigene Entwicklungen nicht hat oder seine Umgebung zu komplex findet, ist der ideale Leser für den Beitrag ab Seite 32. Er stellt stellt vier kommerzielle Tools vor, die sich speziell für das Verwalten umfangreicher Pools mit Linux-Clients eignen.

Linux im Unternehmenseinsatz ist aber auch eine finanziell lukrative Herausforderung für Distributionshersteller, der sie mit speziell angepassten Produkten begegnen. Die Eier legende Wollmilchsau unter den Servern für mittlere und große Netze stellte jüngst Novell unter dem Kürzel OES vor. Das Produkt baut Netware-Anwendern die Brücke ins Linux-Land. Der Artikel ab Seite 38 nimmt sich den Open Enterprise Server genauer vor.

Die Artikel ab Seite 40 und 44 haben auch mit Windows zu tun – wie wahrscheinlich die Mehrzahl aller Systemverantwortlichen auch. Beide befassen sich auf recht unterschiedliche Art mit dem Abmildern des Nebeneinanders beim Systemmanagement – doch lesen Sie selbst.

Gleiches sollten all jene mit dem Test ab Seite 46 machen, die für ein Rack mit vielen monitor- und tasturlosen Servern verantwortlich sind. Der Beitrag vergleicht so genannte KVM-Switches miteinander, also Kästen, die Keyboard, Video-out und Mouse so umleiten, dass ein Server auch bei ausgefallener Netzverbindung bedienbar bleibt.

Die Welt ist heterogen

Der zitierte Satz, demzufolge es nicht reicht, die Teile zu addieren, um das Ganze zu erhalten, wird Aristoteles zugeschrieben. Von ihm stammt auch: Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen. Die folgenden Seiten zur Lotsenausbildung könnten solch ein Anfang sein.

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