Collax bringt verteiltes SAN

Die nahe Münchens beheimatete Firma Collax, einer der wenigen verbliebenen Linux-Vollsortimenter, schraubt am Storage-Backend der hauseigenen Virtualisierungslösung V-Family.

Das Virtualisierungs- und HA-Framework Collax V-Family bestand bislang aus dem Virtualisierungsserver V-Cube und dem HA-Cluster Inter-V. Collax-Kunden mussten bislang die Abbilder der virtuellen Maschinen klassisch auf ein extra angeschafftes hochverfügbares Storage speichern. das nun vorgestellte dritte Familienmitglied, Collax V-SAN, erweitert die Architektur dahingehend, dass auch der auf den Nodes vorhandene Direct Attached Storage als SAN nutzbar wird. Gerade für kleinere bis mittlere Firmen kann ein solches verteiltes Dateisystem Kostenvorteile bringen. Laut Hersteller gestaltet sich zudem die Administration einfach und intuitiv. Eine Funktion namens “Storage Migration” unterstützt den Wechsel zwischen den klassischen und alternativen Storage-Architekturen.

Ganz so revolutionär ist die Möglichkeit, in Collax ein Cluster-Filesystem laufen zu lassen, nicht – schon auf früheren Versionen lief mit DRBD eine Clustersynchronisations-Software. Mit der neuen Version professionalisieren die Bayern das Ganze, was sich auch mit einem neuen Eintrag auf der Preisliste über rund 350 Euro pro Jahr niederschlägt. Collax’ Angebot kommt vielleicht zur rechten Zeit, denn der kürzlich erschienene Windows Server 2012 wirbt im unteren Anwendersegment mit ähnlichen Features.

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