Bandwidth 0.29a
Systemperformance im Blick
Quelle: http://zsmith.co/bandwidth.html
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Asithappens
Ursprünglich als reiner Speicherbenchmark gedacht, prüfen neuere Bandwidth-Versionen auch den Datendurchsatz in einem Netzwerk. Dazu installieren Nutzer das Werkzeug auf beiden Rechnern. Auf der einen Seite starten sie Bandwidth mit dem Parameter »–transponder« und geben einen Port an, auf dem das Tool Verbindungen erwartet. Auf der Gegenstelle rufen Nutzer es dann mit »–network« auf, gefolgt von einer Liste mit IP-Adressen und dem Zielport. Bandwidth schreibt die Ergebnisse auf die Standardausgabe und erstellt ein übersichtliches Kurvendiagramm im BMP-Format.
Um einen Speichertest durchzuführen, rufen Anwender das Programm mit den Parametern »–quick« oder »–slow« auf. Während Bandwidth im Schnelltest nur 0,25 Sekunden für jeden Schritt benötigt, lässt es sich im zweiten Szenario mit 2 Sekunden pro Abschnitt deutlich mehr Zeit. Das Tool führt sequenzielle und zufällige Schreib- und Leseoperation durch. Dabei variieren Datenmenge, Chunkgröße und der Einsatz von Caches bei jedem Durchlauf.
Mit Bandwidth untersuchen Anwender ihre Systeme auf Konditionsschwächen. Außer Speicherbenchmarks testet das Tool auch den Datendurchsatz in Netzwerken. Besonders die grafische Ergebnisaufbereitung überzeugt.
Podcastdl 0.3.0
Podcasts herunterladen und speichern
Quelle: http://bebik.net/doku.php/codaz:podcastdl
Lizenz: BSD 2-clause
Alternativen: Castgrab, Superpodder
Podcastdl lädt die MP3-Dateien von Podcasts auf die eigene Platte. Das kompakte Tool erfordert keine aufwändige Konfiguration; alle Einstellungen übergibt der Anwender über Parameter beim Aufruf. Vorher legt er jedoch in einer Textdatei fest, welche Feeds das Programm beobachten soll. Jede URL steht dabei in einer eigenen Zeile.
Beim Aufruf benennt der Nutzer hinter »-c« diese Datei und bestimmt über »-o« ein Zielverzeichnis für die MP3-Dateien. Eventuelle Fehlermeldungen schreibt Podcastdl auf die Standardausgabe. Wer nicht alle Folgen übertragen möchte, kann die Menge mit »-d Anzahl« auf die letzten Tage begrenzen. Die Nummer ist dabei frei wählbar. Optionen zum Aufräumen gibt es nicht, sodass Nutzer selbst nicht mehr benötigte Folgen im Downloadverzeichnis löschen müssen.
In den Tests zeigte sich das Tool aber mitunter etwas sperrig und kam nicht mit allen Feeds zurecht. Während es bei einigen Adressen wie gewünscht die MP3-Dateien erfasste, lud es bei anderen nur die HTML-Datei der jeweiligen Seite herunter.
Podcastdl ist ein praktisches kleines Tool, das schnell und ohne großen Konfigurationsaufwand Podcasts herunterlädt. Ärgerlich ist, dass es nicht alle Feeds einwandfrei erkennt.
Geeqie 1.0
Bilder betrachten und verwalten
Quelle: http://geeqie.sourceforge.net
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Gthumbs, Nomacs
Der schlanke Bildbetrachter Geeqie ist aus Gqview hervorgegangen, weil dessen Entwicklung zum Erliegen kam. Der Fork basiert genau wie die Vorlage auf GTK+ und bietet praktische Funktionen, um Bilder im Dateisystem zu verwalten. Anwender können somit aus dem Programm heraus ihre Fotos verschieben, kopieren, löschen und sogar symbolische Links anlegen.
Am linken Rand befindet sich der Navigationsbereich, in dem Nutzer ihre Bilder auswählen und sie per Drag & Drop ordnen oder verlinken. Die Suchfunktion fahndet nach Dateinamen, Dateigröße und Datum, Bildgröße oder Bildinhalt. Letztere Option verlangt ein Referenzbild, mit dem das Foto eine prozentuale Übereinstimmung hat.
In der rechten Fensterhälfte betrachten, rotieren und spiegeln Anwender ihre Schnappschüsse per Mausklick und leiten sie an ein externes Bearbeitungsprogramm weiter. Geeqie blendet Zusatzinformationen wie Pixel- und Exif-Daten sowie ein Farbhistogramm ein. Weitere Optionen wechseln in den Vollbildmodus und starten eine Diaschau.
Geeqie bietet vieles, was ein guter Bildbetrachter braucht, und verwaltet darüber hinaus die eigenen Fotosammlungen im Dateisystem.
MP3DB2 3.1
MP3-Sammlung verwalten
Quelle: http://mp3db2.sourceforge.net
Lizenz: Public Domain
Alternativen: MP3DB, MP3-Database
Das MP3 Database Project II (MP3DB2)stellt eine Toolsammlung für das Verwalten von MP3-Musikarchiven bereit. Die Suite besteht aus den fünf Shellskripten »mp3« , »mp3gen« , »mp3ndx« , »mp3dupe« und »mp3size« , wobei das erste die Kernkomponente ist. Mit »mp3« suchen Anwender in ihrem Musikarchiv nach Interpreten, Titeln oder Alben. Zudem können sie mit dem Werkzeug die Songs nach Genre, Bitrate oder Erscheinungsjahr sortieren.
Damit das klappt, legen Nutzer vorher mit »mp3gen« eine Datenbank an. Um eine neue CD oder einen Ordner mit MP3-Dateien hinzuzufügen, ruft der Nutzer das Tool zusammen mit dem Namen der Datenbank und dem vollen Pfad zur Quelle auf. Dabei ist es egal, ob hier nur ein Album oder eine ganze Musiksammlung in Unterverzeichnissen vorliegt. »mp3gen« durchsucht die angegebene Quelle, wertet mit Hilfe des externen Programms »mp3info« die ID3-Tags der Songs aus und schreibt die Angaben in die Datenbankdatei von MP3DB2.
Es handelt sich dabei um eine einfache Textdatei, damit die anderen Skripte sie leichter auswerten können. Eine rudimentäre MySQL-Anbindung ist derzeit zwar vorhanden, aber laut Aussage der Entwickler noch fehlerhaft.
Die anderen Tools der Suite erzeugen einen Index über alle Datendateien (»mp3ndx« ), ermitteln die Größe der Musikdatenbank (»mp3size« ) oder prüfen, ob ein Album bereits in der Datenbank enthalten ist (»mp3dupe« ).
MP3DB2 bringt die eigene Musiksammlung in Schwung und verwaltet sie. Die Shellskripte erfordern keine aufwändige Installation.
MOTD Stat 0.0.1
Systeminformationen als tägliche Nachricht
Quelle: http://www.gelogic.net/?page_id=339
Lizenz: GPLv3
Alternativen: keine
Die MOTD (Message of the Day), die beim Login erscheint, ist Tradition auf Unix- und Linux-Systemen. Die Willkommensnachricht informiert Benutzer über grundlegende Regeln, gibt aber auch Warnungen aus. Das Shellskript MOTD Stat erweitert den Inhalt der dafür zuständigen Datei »/etc/motd« um wichtige und aktuelle Angaben zum Systemzustand. Die Originaldatei speichert es als Kopie unter »/etc/motd.orig« .
Die Mitteilungen erscheinen in drei Spalten. Die erste zeigt die Festplatten- und Partitionsbelegung, die zweite den Speicherzustand (RAM und Swap) und die dritte die laufenden Prozesse und Netzwerkdienste. Welche Angaben beim Anmelden genau erscheinen, legen Anwender in den Konfigurationsdateien unterhalb von »/etc/motdstat« fest.
Zusätzlich ist es möglich, Schwellen- und Grenzwerte für die Festplatten- und Prozessorauslastungen sowie für die Swapnutzung zu definieren. Gibt der Admin eine Mailadresse an, informiert das Tool ihn, sobald einer der Werte überschritten ist. Darüber hinaus prüft MOTD Stat, ob die Systemzeit korrekt ist und überwacht Netzwerkdienste. Ist ein Service beim Check nicht aktiv, schlägt das Tool sofort Alarm.
Nach Abschluss der Konfiguration aktualisiert der Aufruf »motdstat -g« die Datei »/etc/motd« ; »motdstat -s« gibt sie aus. Für Ersteres sind Rootrechte erforderlich. Um die Informationen stets aktuell zu halten, empfiehlt sich ein Cronjob.
Dank MOTD Stat erkennen die Anwender schon bei der Anmeldung den aktuellen Status ihres Systems. Die Benachrichtungsfunktion ist ein praktisches Zusatzfeature.
Task Spooler 0.7.3
Batchjobs verwalten
Quelle: http://viric.name/soft/ts
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Queue, Qed
An die Batchjob-Verwaltung Task Spooler (Ts) delegieren Anwender nach Belieben Aufgaben, die das Tool dann nacheinander abarbeitet. Ts führt jeden Job genau einmal aus und entfernt ihn danach aus der Queue. Jeder Nutzer verwaltet eine eigene Warteschlange und füttert das Tool nach Belieben. Es startet für jeden Anwender einen eigenen Prozess; ein zentraler Daemon existiert nicht.
Um einen Job in die Ts-Queue zu schieben, rufen Nutzer das Tool zusammen mit dem auszuführenden Programm und dessen Parametern auf. In der aktuellen Version besteht die Möglichkeit, Abhängigkeiten der Jobs zu definieren. Hängt eine Aufgabe von der Erledigung einer anderen ab, geben Nutzer die ID aus der Queue beim Start an. Dieses Feature kommt besonders dann zum Tragen, wenn Anwender mehrere so genannte »TS_SLOTS« zur parallelen Verarbeitung von Jobs definieren.
Berichte über erledigte Tasks landen in der Voreinstellung im »/tmp« -Verzeichnis. Das Tool verschickt die Ausgabe auf Wunsch aber auch per Mail. Eine aktive Warteschlange verwalten Nutzer ebenfalls mit dem Kommando »ts« . So gibt etwa »-l« die aktuelle Liste aus und verrät Details zur ID, dem Befehl und dem aktuellen Bearbeitungsstatus. Ausführliche Informationen blendet der Parameter »-i ID« ein. Weitere Optionen entfernen Aufgaben aus der Queue oder reihen sie an einer neuen Position ein.
Task Spooler ist eine leicht zu benutzende Batchjob-Verwaltung. Ohne großen Aufwand erstellen Nutzer mit dem Tool Aufgabenlisten und definieren zwischen diesen sogar Abhängigkeiten. (U. Vollbracht/hej)










