In seiner aktuellen Studie berichtet Open Logic, dass 2012 knapp zwei Drittel der App-Hersteller korrekten Umgang mit freien Lizenzen pflegen. Noch letztes Jahr befolgten nur ein Drittel aller getesten Apps die Vorgaben.
Zum zweiten Mal hat hat der Dienstleister für Open-Source-Software, -Lizenzen und -Support Open Logic 66 mobile Apps unter die Lupe genommen, die Apache-, GPL- oder LGPL-Code verwenden. 2011 musste er dabei konstatieren, dass offenbar nur knapp ein Drittel der Hersteller die Natur freier Lizenzen verstanden und die Software dementsprechend angepasst hatte. Dieses Jahr ist die Compliance jedoch deutlich besser: Zu immerhin 58 Prozent der Apps gebe es den Source Code, eine Kopie der Lizenz sowie Anmerkungen und eine Liste der Contributors.
Jede dritte App verletzt OSS-Lizenzen
Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass immer noch mehr als ein Drittel der Apps sich nicht an die OSS-Lizenzen hält. Rod Cope, CTO von Open Logic, räumt aber auch ein, dass viele der Hersteller, die sich jetzt als OSS-compliant bezeichnen können, einfach den betreffenden freien Code aus ihren Apps entfernt hätten: “Aus Open-Source-Sicht ist das sicher nicht optimal, besser wäre es die Lizenzen zu lesen und anzuwenden.”
Deep Discovery
Die Untersuchung habe man mit dem Open-Logic-Tool OSS Deep Discovery durchgeführt, das “auch Schnipsel freier Software” in proprietären Produkten finden könne, so der Hersteller, selbst wenn die Programmierer versucht hätten, das zu verschleiern.
Dem Marktforscher Gartner zufolge setzen mittlerweile mehr als die Hälfte aller Unternehmen bewusst Open-Source-Software ein, daher verwundert es nicht, dass Open Logic bei den mit Deep Discovery gescannten Files einen Zuwachs von 730 Prozent vermeldet.



