Hadoop aufgebohrt: Drill

Das kalifornische Unternehmen MapR hat eine eigene Implementierung eines Big-Data-Analysetools veröffentlicht, die deutliche Verbesserungen auch an Apaches Hadoop-Projekt vornimmt.

Weil die Open-Source-Community nicht so schnell reagierte wie sich das kalifornische Startup wünschte, hat die Firma Hadoop “von Grund auf neu” gebaut und mit Drill dabei gleich eine Alternative zu Googles Analysetool Dremel gebaut. Dremel verspricht, Petabytes an Daten in wenigen Sekunden zu analysieren, Drill soll das noch besser machen und bringt ein eigenes API sowie erweiterte Unterstützung für mehr Programmiersprachen mit.

Laut MapR-CEO John Schröder sei Drill zunächst als Close-Source-Anwendung konzipiert worden, “obwohl wir gar nicht gegen Open Source sind, aber in der Community gibt es soviel Politik zu beachten”, jetzt aber gebe es mit Drill ein paralleles, offenes Projekt, das ein neues API und “erstaunliche Performance” bringe. Mit der Öffnung hofft der Hersteller, Drill zum “De-Facto-Standard” für die Big-Data-Datenanalyse in Hadoop zu machen. Über das API ließen sich zahlreiche Anwendungen anbinden. Außerdem sei die Closed-Source-Implementierung von Hadoop überholt, weil die Open-Source-Community mittlerweile viele der beanstandeten Bugs gefixt habe. MapR hat Drill mittlerweile als freies Projekt als Incubator-Projekt bei der Apache Foundation hinterlegt.

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