Bitflu 1.37
Zentraler Bittorrent-Dienst für das LAN
Quelle: [http://bitflu.workaround.ch]
Lizenz: Artistic License 2.0
Alternativen: Torrent Flux, W3btorrent
Bitflu ist nicht nur ein einfacher Bittorrent-Client, sondern arbeitet gleichzeitig als Daemon im LAN. Anwender greifen auf den Dienst entweder über ein Webinterface oder über Telnet zu. Aus Sicherheitsgründen ist eine Verbindung nur auf der »localhost« -Adresse erlaubt, die Konfiguration eines anderen Interface aber möglich.
Der Zugriff über den Browser ist besonders komfortabel. Der Anwender trägt dazu die URL der Torrent-Dateien in das Feld »Start Download« ein und überträgt die heruntergeladenen Dateien später via Browser auf den eigenen Rechner. Alternativ erreicht er Bitflu über »telnet localhost 4001« . Mit dem Befehl »help« zeigt er eine Liste möglicher Kommandos für das Perl-Programm an.
Falls nicht anders definiert, erwartet das Tool seine Plugins und das Arbeitsverzeichnis im Ordner, in dem das Skript selbst liegt. Hier liegen auch mehrere Unterverzeichnisse für die aktiven und abgeschlossenen Downloads. Interessant ist der Ordner »autoload« . Bitflu prüft ihn alle fünf Minuten auf neue Torrent-Dateien und startet dann automatisch die Datenübertragung. Konfigurations- und Anwendungsbeispiele bietet das Wiki.
* Bitflu übernimmt von zentraler Stelle aus sämtliche Bittorrent-Downloads im LAN. Anwender steuern ihre Jobs wahlweise per Webinterface oder per Telnet auf der Shell.
Extcarve 0.5
Dateien von Ext2/Ext3/Ext4 wiederherstellen
Quelle: [http://freshmeat.net/projects/extcarve]
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Giis, Magic Rescue
Extcarve empfiehlt sich als Retter in der Not und verspricht bestimmte Dateien von Ext-2-, Ext-3- und Ext-4-Partitionen wiederherzustellen, sofern nach dem Löschen niemand auf die Partition geschrieben hat. Die Palette der unterstützten Formate reicht in der aktuellen Programmversion von Bildformaten wie PNG, JPG und Gif über C/C++- und PHP-Quellcode bis hin zu PDF, Tex- und HTML-Dateien.
Extcarve durchforstet Partitionen nach Blöcken, die nicht vollständig mit Nullen gefüllt sind, um sicherzustellen, dass sie keine Daten enthalten. Der Block-Header-Vergleich kann dann entfallen und das Tool schaut den nächsten Block an. Aus den Headern der gefundenen Blöcke ermittelt das Programm die Magic File Signature und identifiziert so den Dateityp. Die geretteten Daten legt Extcarve schließlich unter einem kryptischen, aber eindeutigen Dateinamen mit korrekter Namenserweiterung im Zielverzeichnis ab. Hier kann der Anwender die Fundstücke nun in Ruhe sichten, umbenennen und weiterverarbeiten.
* Noch befindet sich Extcarve im Betastadium und unterstützt nur ein paar Dateiformate. Es erscheinen aber ständig neue Versionen mit neuen Features.
Masqmail 0.3.2
MTA für den Offline-Einsatz
Quelle: [http://marmaro.de/prog/masqmail]
Lizenz: GPLv2
Alternativen: Esmtp, Sendmail
Der SMTP-Server Masqmail eignet sich besonders für Systeme ohne ständige Netzanbindung. Im Gegensatz zu anderen Mailservern wie etwa Sendmail ist die Konfiguration sehr einfach. Die im Archiv enthaltenen gut dokumentierten Beispiele kann der Anwender als Vorlage heranziehen.
In der Haupteinrichtungsdatei von Masq-mail (»/etc/masqmail/masqmail.conf« ) trägt der Nutzer den Hostnamen ein, aktiviert das Logging und legt Interface und Port fest, auf dem der MTA eingehende Mails erwartet. Besonders interessant ist die Möglichkeit, so genannte Mailrouten festzulegen. Hierbei handelt es sich um weitere Konfigurationsdateien, in denen etwa der Provider steht, dessen SMTP-Server ausgehende Nachrichten versendet, oder in denen definiert ist, welche Anwender ihre Post über diese Route verschicken dürfen.
Masqmail läuft als Daemon im Hintergrund. Soll das Tool die Mailqueue selbstständig leeren, gibt der Anwender das Intervall beim Start an. Alternativ leert »masqmail -q« die Queue sofort und einmalig. Um nur Mails für einen bestimmten ISP zu verwenden, ruft der Nutzer den MTA mit dem Parameter »-qo« gefolgt vom Routennamen auf.
* Masqmail ist eine erfolgreiche und zuverlässige Alternative zu Sendmail & Co.
Blockhost 2.6.0
Ungebetene Gäste automatisch aussperren
Quelle: [http://www.aczoom.com/blockhosts]
Lizenz: Public Domain
Alternativen: Scan Detect, Denythem
Blockhost hält, was der Name verspricht, und sperrt den Zugriff bestimmter Remotesysteme auf den eigenen Host. Das Python-Skript durchforstet dazu die Logdateien nach wiederholten, fehlgeschlagenen Zugriffen. In der Voreinstellung überwacht Blockhost SSH, verschiedene FTP-Server (»ftpd« , »proftpd« , »vsftpd« und »pure-ftpd« ) und Maildienste (Postfix, Dovecot, Qpopper und »ipop3d« ). Weitere Dienste sind möglich – vorausgesetzt sie protokollieren in den Logdateien des Systems.
Nach sieben erfolglosen Anmeldeversuchen blockt das Tool die IP-Adresse für zwölf Stunden und hebt die Sperre nach weiteren zwölf Stunden selbstständig wieder auf. Die Anzahl der Fehlversuche, die Sperrdauer und weitere Dinge passt der Nutzer in der Datei »/etc/blockhosts.cfg« an. So genannte Black- und White-Listen legen darüber hinaus IPs fest, die Blockhost immer beziehungsweise niemals ausschließt.
Um eine Adresse auszusperren, trägt Blockhost sie in »/etc/hosts.allow« mit dem Vermerkt »DENY« ein. Zusätzlich bietet das Tool an, eine entsprechende IPtables-Regel zu erstellen oder das Routing zur betroffenen Adresse zu unterbinden. Damit Nutzer keine unangenehmen Überraschungen erleben, bietet Blockhost einen Testmodus an, um die eigenen Einstellungen auszuprobieren. Da das Tool nicht als Daemon läuft, erstellt der Anwender einen Cronjob, um das System regelmäßig zu überwachen.
* Blockhost hält Störenfriede zuverlässig vom System fern und bietet eine gut dokumentierte Standardkonfiguration.
Mboxpurge 1.0.3
Ordnung im Mailarchiv schaffen
Quelle: [http://terminal.se/code.html]
Lizenz: Zlib
Alternativen: Mboxgrep-perl, Archivemail
Mailarchive im Mbox-Format neigen dazu, mit der Zeit enorme Ausmaße anzunehmen. Das Perl-Skript Mboxpurge räumt auf und hilft dabei, die elektronische Post zu sortieren und veraltete Mails auszulagern. Welche Nachrichten das Tool als überholt einstuft, legt der Anwender selbst mit »-m “YYYY-MM-DD”« fest. Alternativ kann er einen Zeitraum in Stunden, Tagen, Wochen, Monaten und sogar Jahren angeben.
Ohne weitere Optionen gestartet offenbart das Tool seine überschaubare Funktionsvielfalt. So verschiebt der Parameter »-a« beispielsweise veraltete Mails in eine andere Mbox-Datei. Kombiniert mit »-A« hängt das Skript die Mails an eine bereits existierende Zieldatei an; andernfalls überschreibt Mboxpurge diese. Wer lediglich Kopien von Mails in einer neuen Mbox-Datei ablegen möchte, ohne die Nachrichten aus der Quelldatei zu entfernen, der startet das Tool mit der Option »-x« . Auch hier sorgt »-A« dafür, dass Mboxpurge Mails an bestehende Mbox-Dateien anhängt.
Die erwähnten Zeitdefinitionen eignen sich besonders für den automatisierten Einsatz mit Cron oder in eigenen Skripten. So verschiebt der Nutzer beispielsweise mit wenig Aufwand alle Mails, die 30 Tage oder älter sind, bequem in ein anderes Mbox-Archiv. Eine Dry-run-Option verrät die geplanten Aktionen, ohne sie durchzuführen. So gehen Anwender vorher auf Nummer sicher und testen ihre Konfiguration gefahrlos.
* Mboxpurge lagert Mail-Altlasten bequem aus. In Kombination mit eigenen Skripten oder Cronjobs erledigt das Tool auch vollautomatisch Aufräumarbeiten in den Mailarchiven.
Nload 0.7.3
Netzwerkverkehr in Echtzeit beobachten
Quelle: [http://www.roland-riegel.de/nload]
Lizenz: GPLv2
Alternativen: IPtraf, Ifstatus
Nload erfasst den Datendurchsatz einer Netzwerkschnittstelle in Echtzeit und stellt ihn grafisch dar. Zur besseren Übersicht unterteilt das Tool dazu die Konsole in zwei Bereiche, für den eingehenden und den ausgehenden Datenfluss. Den stellt es als fortlaufende Grafik mit Hilfe von Ascii-Symbolen dar. Eine Statistikanzeige am rechten Rand gibt außerdem Aufschluss über den aktuellen sowie den durchschnittlichen und maximalen Datendurchsatz.
Die Maßeinheiten, das Aktualisierungsintervall und den Zeitraum im Anzeigefenster passt der Anwender im laufenden Betrieb an eigene Bedürfnisse an. Alternativ übergibt er die Einrichtungswünsche beim Aufruf als Parameter. Die Funktionstaste [F2] blendet die aktuellen Werte im oberen Bereich des Konsolenfensters ein. Der Nutzer navigiert mit den Cursortasten zwischen den verschiedenen Einstellungen und speichert sie über [F5] in der Konfigurationsdatei »~/.nload« . Die Taste [F6] setzt alle Werte auf Standard zurück.
Definiert der Anwender beim Start keine Netzwerkschnittstelle, erfasst Nload alle vorhandenen Interfaces. Mit den Pfeiltasten wechselt der Nutzer die Anzeige. Von welcher Schnittstelle die aktuellen Werte stammen, steht in der oberen linken Fensterecke. Nload verzichtet optional über »-m« auf die Darstellung der Durchsatzgraphen und zeigt stattdessen Statistiken aller Schnittstellen an.
* Nload beobachtet Netzwerkschnittstellen und zeigt deren Datendurchsatz in Echtzeit auf der Shell an. Da das Tool auf Ncurses setzt, eignet es sich auch für den Einsatz auf entfernten Systemen via SSH. (U. Vollbracht/hej)











