Ubuntu lehnt Default-Installation von unfreien Paketen ab

Das Ubuntu Technical Board hat einstimmig einen Vorschlag abgelehnt, Software von Drittanbietern aus dem Restricted-Repository zur Standardinstallation von Ubuntu hinzuzufügen.

Der Vorschlag, den Ubuntu-Installer entsprechend anzupassen, kam vom Projekt Ayatana Design. Die fünf anwesenden Mitglieder des Technical Boards haben mit 5:0 Stimmen gegen den Vorschlag gestimmt, der Ubuntu-Installer bleibt diesbezüglich also unverändert.

Das Ansinnen der Antragsteller macht der Satz “make Youtube work” konkreter. Wenn sich Open-Source-Software weltweit durchsetzen solle, was das Ziel sei, hatte Ayatana Design zur Begründung angeführt, dann sei es aus Usability-Gründen nötig, den Nutzern vergleichbare Möglichkeiten wie bei proprietärer Software zu bieten. Open-Source-Software solle auch für nicht versierte User einsetzbar sein und dazu zähle, dass beispielsweise Youtube auf Anhieb funktioniere, so Ayatana Design weiter. Sei dies nicht der Fall, sei ein Wechsel zurück zu proprietären Systemen vorprogrammiert. Um Open Source zum Durchbruch zu verhelfen sei ein massiver Zuwachs bei den Nutzerzahlen nötig, so die Antragsteller, der sei aber nur machbar, wenn der Anwender seine grundsätzlichen Erwartungen an ein System erfüllt bekomme.

Das technische Gremium war anderer Auffassung, die Abstimmung ist hier protokolliert. “A great day for freedom”, kommentiert ein Board-Mitglied und ein anderes weist darauf hin, dass die Forderung “Making Youtube just work” sich von selbst erledigen werde, wenn HTML 5 sich durchgesetzt habe.

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