Die Apache Foundation macht ihre Drohung wahr und beendet die Arbeit im JCP.
Im eigenen Blog kündigt die Apache Foundation an, den Sitz im Exekutivkommittee des Java Community Process (JCP) aufzugeben. Das ist die Reaktion auf jüngst für Apache negativ verlaufene Abstimmung des JCP. In deren Rahmen hatte die Foundation vom Java-Inhaber Oracle gefordert, das Testsuite Java Compatibility Kit (TCK) endlich vereinbarungsgemäß zur Verfügung zu stellen, um die Kompatibilität der eigenen Java-Implementierung Harmony zu überprüfen. Oracle hat das in der Tradition Sun Microsystems stets verweigert.
Generell seien Oracles Aussagen zur Offenheit von Java widersprüchlich und verhindere letztlich die Implementierung freier Alternativen der Java-Spezifikation, sagen Oracle-Kritiker. In der Abstimmung über die Spezifikation der kommenden Java-Versionen hatten neben der Apache Foundation nur Google und ein einzelner Entwickler ihre Unzufriedenheit mit der Einbindung der Community in die Java-Entwicklung durch Oracle geäußert. Der unabhängige Entwickler Tim Peierls hat sogar seinen Ausstieg aus dem JCP verkündet. Darüber hinaus liegt Oracle noch in einem Rechtsstreit mit Google: Das Suchmaschinenunternehmen verletzt nach Oracles Auffassung Java-Patente und -Copyrights.
Die Apache-Foundation ist seit zehn Jahren Mitglied des JCP-Exekutivkommittees und wurde viermal zum Mitglied des Jahres gewählt. Die Apache-Foundation stellt Ressourcen für die Entwicklung von so bekannten Java-Projekten wie dem Servlet-Container Tomcat, den Build-Tools Ant und Maven, der Template-Engine Velocity und der Suchmaschine Lucene.
[Diese Meldung stammt vom ADMIN-Magazin]





