Im Log 20101014, einer via IRC geführten Sitzung des Community Council von Openoffice.org hat die Doppelfunktion einiger Mitglieder mit einem Engagement in der neu gegründeten Document Foundation eine Diskussion ausgelöst.
Mitglieder wie der bei Oracle angestellt Louis Suárez-Potts fordern den Rückzug der zusätzlich bei der Document Foundation involvierten Councils. Suárez-Potts ist selbst seit mehreren Jahren bei Open Office aktiv. In der teilweise hitzigen Debatte fordern er und weitere Council-Member die anderen auf, sich zurückzuziehen. Letztlich, so der Tenor der Befürworter des Rückzuges, stehe man in Konkurrenz, sowohl was die Auftritte bei Konferenzen, die Kundenbeziehungen und die Akquise von neuen Community-Mitgliedern betreffe. Ein Tanz auf beiden Hochzeiten sei deshalb ausgeschlossen.
Den Vorwurf der an der Document Foundation beteiligten Mitglieder, dass es sich bei den Befürwortern des Ausschlusses um Oracle-Angestellte handle und sie nur Konzerninteressen vertreten würden, weisen die Befürworter zurück: Es sei seine private Meinung, die nicht von Oracle beeinflusst sei, betont etwa Matthias Huetsch. Er fordert Olivier Hallot unmissverständlich zum Rückzug auf: “You have chosen to leave, so we wish you good luck, but please leave; and that has nothing to do with Oracle; that is my personal opinion.”
Letztlich haben sich die Teilnehmer auf eine Vertagung geeinigt, weil einigen Teilnehmern die Zeit ausging. Den bislang offenen, strittigen Punkt formuliert Louis Suárez-Potts wie folgt: “If the TDF members do not disassociate themselves from the Doc[ument] found[adion] then they must resign.”
Das komplette IRC-Log ist hier einzusehen.



