Defekte MP3-Dateien stören den Musikgenuss. Wer seine CD-Sammlung digitalisiert hat, sollte die Musikdateien also erst einmal überprüfen, bevor er die nicht mehr benötigten Datenträger im Keller verstaut.
| Checkmate 0.18 |
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![]() MP3-Dateien auf Fehler prüfenQuelle: [http://checkmate.linuxonly.nl]Lizenz: GPLv2 Alternativen: Mp3check |
Effizienter als stundenlang auf Störgeräusche zu lauschen, ist es, das Probehören einer Software wie Checkmate zu überlassen. Sie prüft alle Frames und Header einer MP3-Datei auf Konsistenz. Auf Wunsch durchforstet sie ganze Verzeichnisstrukturen rekursiv. Mit dem Extensions-Parameter kann der Anwender die Suche dabei auf bestimmte Datei-Endungen beschränken, wenn außer MP3s auch andere Dateien in dem Verzeichnis liegen.
In der Standardeinstellung gibt Checkmate für jede MP3-Datei einen Prüfbericht aus. Für eine bessere Übersicht lässt sich die Ausgabe auf fehlerhafte Dateien beschränken. Die Suche in umfangreichen MP3-Beständen dauert allerdings auch mit Checkmate eine Weile. Der Autor rühmt jedoch die Performanz seines Tools, das auch auf zwei Jahre alter Hardware im Durchschnitt weniger als eine Sekunde für jede zu prüfende Musikdatei benötigen soll.
***– Wer seine CD-Sammlung schrittweise in MP3-Dateien konvertiert, kann die Musikdateien zeitsparend überprüfen, solange die Silberscheiben noch in Griffweite liegen.
| Meld 1.1.5 |
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![]() Diff-AlternativeQuelle: [http://meld.sourceforge.net]Lizenz: GPLv2 Alternativen: Tkdiff, Diff |
Altgediente Unix-Anwender vergleichen den Inhalt der verschiedenen Versionen einer Textdatei mit GNU Diff. Der Veteran arbeitet zwar schnell und zuverlässig, bei umfangreichen Texten mit vielen Änderungen wird seine Ausgabe aber unübersichtlich. Hier sorgt Meld mit seiner grafischen Oberfläche für Abhilfe. Die Software vergleicht bis zu drei Dateien. Die Software kennzeichnet Unterschiede durch farbige Randmarkierungen, was das Auffinden erleichtert. Außerdem kann der Anwender die Dateien direkt in Meld bearbeiten, Passagen kopieren oder ausschneiden, ein Patch-File erzeugen oder beide Dokumente automatisch miteinander verschmelzen.
Meld beschränkt sich nicht auf einzelne Dateien, sondern vergleicht auch ganze Verzeichnisbäume. Findet die Software veränderte Dateien, lassen sie sich durch einen Mausklick in einem separaten Karteireiter öffnen. Hier nimmt Meld die beiden Version dann exklusiv unter die Lupe. Entwickler dürfte noch interessieren, dass Meld auch mit Versionskontrollsystemen wie CVS, Subversion oder Bazar zusammenarbeitet.
****- Meld hat das Potenzial, in die Fußstapfen des Klassikers Diff zu treten. Seine intuitive Bedienung und viele zusätzliche Funktionen bieten dem Anwender beim Vergleichen von Dateien handfeste Vorteile.
| Abook 0.6.0pre2 |
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![]() Adressbuch für die KonsoleQuelle: [http://Abook.sourceforge.net]Lizenz: GPLv2 Alternativen: Evolution |
Dass sich Adressen auch auf der Konsole komfortabel verwalten lassen, beweist die Ncurses-Anwendung Abook. Das Programm entstand ursprünglich als Adressbuch für den Konsolen-Mailer Mutt. Wer dessen Tastenkürzel kennt, kommt auch mit Abook schnell zurecht, da die Software sich bei der Bedienung an Mutt orientiert. Die Ncurses-Oberfläche bietet auch an GUIs gewöhnten Anwendern eine intuitive Bedienung.
Abook stellt die gleichen Eingabefelder zur Verfügung wie der umfangreiche Gnome-Groupeware-Client Evolution. Zahlreiche Import- und Exportfilter ersparen es, bereits existierende Adressdaten erneut einzugeben. Die Software importiert Daten aus anderen Abook-Adressbüchern sowie Ldiff, Mutt und Pine. Sie versteht außerdem verschiedene CSV-Formate. Noch umfangreicher fällt die Liste der Exportfilter aus: Abook bedient neben Gnome Card und Plaintext auch Exoten wie den BSD Calendar oder das Wanderlust Addressbook. Das Programm enthält leistungsfähige Such- und Sortieroptionen, die Adressen schnell und zuverlässig finden.
***– Abook ist eine leistungsfähige Adressenverwaltung für alle, die gerne auf der Konsole arbeiten oder dies wegen einer langsamen Remoteverbindung müssen. Da es wenig Ressourcen beansprucht und mit Ausnahme von Ncurses keinerlei Abhängigkeiten besitzt, eignet es sich für den Einsatz auf Servern.
| Ots 0.5 |
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![]() Texte automatisiert zusammenfassenQuelle: [http://libOts.sourceforge.net]Lizenz: GPLv2 Alternativen: keine |
Wohl jeder hat sich angesichts ellenlanger Dokumentationen schon mal einen Ghostreader gewünscht, der den Text auf das Wesentliche reduziert. Die Entwickler von Ots versuchen tatsächlich, diese Aufgabe an den Rechner zu delegieren. Die Software durchforstet Textdokumente und hebt in der erzeugten HTML-Datei relevante Sätze farblich hervor. Wählt der Anwender statt HTML eine Textdatei als Ausgabeformat, gibt das Programm nur die als relevant erkannten Passagen aus. Ots lässt sich auch aus der Textverarbeitung Abiword heraus starten und zeigt das Ergebnis direkt dort an.
Wer die gekürzte Fassung immer noch zu umfangreich findet, kann sich auch lediglich die Schlüsselwörter des Textes zusammenstellen lassen. Gerade dieses Feature bereichert wohl jede Dokumentenverwaltung.
Zur Textanalyse bedient sich Ots eigener Wörterbücher und Regelwerke, die für 37 Sprachen vorliegen. Allerdings sind nur die Regelwerke verbreiteter Sprachen wie Deutsch, Englisch oder Spanisch umfassend genug. Bei weniger populären Sprachen, etwa Niederländisch oder Polnisch, hofft der Entwickler noch auf tatkräftige Unterstützung der Community. Wie stark Ots einen Text ausdünnt, legt der Anwender über einen Prozentwert fest, den er der Software beim Start übergibt.
***– Ots verspricht etwas, was einer Softwarelösung zunächst nicht zuzutrauen ist. Noch darf der Anwender keine Wunder erwarten, die Qualität der Zusammenfassungen reicht nicht an die einer von einem Menschen erstellten heran. Im wissenschaftlichen Vergleich mit anderen Text-Summarizern schneidet Ots jedoch hervorragend ab.
| Httping 1.2.5 |
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![]() Rechner via HTTP pingenQuelle: [http://www.vanheusden.com/httping/]Lizenz: GPL Alternativen: keine |
Wer wissen möchte, wie lange ein Webserver für die Antwort benötigt, setzt in der Regel erst einmal eine Ping-Anfrage ab. Ping nutzt aber nicht das TCP-Protokoll und sendet seine Anfrage auch nicht an den Webserverdienst. Es misst also die Round-Trip-Zeit im Netz, nicht die gesamte Antwortzeit des Webservers. Wer diese genau kennen und dazu nicht mit der Stoppuhr vor dem Browser sitzen möchte, benutzt daher Httping.
Wie sein Namensvetter zeigt Httping die Antwortzeiten des Server auf Testpakete auf der Kommandozeile an. Diese richtet es anders als Ping jedoch direkt an den Webserver-Dienst. Zur Ermittlung realistischer Werte kann Httping auch einen Get-Request absetzen und die Übertragung einer ganzen Seite auslösen.
Die Software verfügt über eine Flood-Connect-Option, mit der sie den Webserver mit Anfragen befeuert, ohne auf die Antwort zu warten. So startet der Administrator mit wenig Aufwand einfache Stresstests. Dabei darf er das Intervall oder die Anzahl der Anfragen sowie den Timeout-Wert festlegen. Httping funktioniert auch als Nagios-Plugin.
Die Handhabung von Httping ist einfach: Als Parameter benötigt es im einfachsten Fall lediglich eine URL oder einen Servernamen und die Portnummer. Auch eine SSL-verschlüsselte Übertragung ist für die Software kein Problem.
****- Httping eignet sich gut für das genauen Prüfen der Antwortzeiten von Webservern. Filtert der Administrator des Webservers, wie inzwischen üblich, die ICMP-Pakete, läuft ein normales Ping ins Leere, eine Httping-Anfrage funktioniert jedoch immer noch.
| Columba Mail 1.4 |
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![]() Java-MailclientQuelle: [http://www.columbamail.org]Lizenz: GPLv3 Alternativen: Polarbar, Jmail |
Vorbei sind die Zeiten, in denen Java-Applikation zu Recht als zu langsam galten: Der Java-Mailclient Columba wirkt auch auf Hardware, die schon einige Jahre auf dem Buckel hat, noch performant. In puncto Funktionalität steht er dabei den nativ unter Linux, Mac OS oder Windows laufenden Anwendungen um nichts nach. Columba kann über ein geshartes Verzeichnis Betriebssystem-übergreifend auf Mails zugreifen, ohne dass dazu ein IMAP-Server mit seinen hohen Ansprüchen an die Ressourcen erforderlich wäre.
Die Funktionspalette der Software reicht von der Verwaltung mehrerer Mailkonten pro Nutzer über GPG-verschlüsselte Mails und SSL-verschlüsselte Verbindungen zum Server bis hin zu Rechtschreibkontrolle und einem Spamfilter. Für einige dieser Funktionen nutzt Columba externe Programme wie Gnupg, Aspell oder Spamassassin, die der Nutzer von Columba aus rudimentär konfigurieren kann. Ein Kalender und ein Adressbuch runden den Funktionsumfang ab.
Während das Adressbuch immerhin Adressen aus CSV- und Ldif-Dateien importiert, hat der Kalender keine Im- und Exportfunktion. Besser sieht es bei den Mailordnern aus: Columba importiert Mailarchive im Mh- oder Mbox-Format und kommt auch mit verschiedenen Mbox-Derivaten wie denen von Evolution oder Pegasus-Mail klar. Weitere Importfilter sind als Plugin verfügbar, ebenso diverse Themes und Lokalisierungen.
***– Wie Columba beweist, sind Java-Mailclients inzwischen zu ernst zu nehmenden Alternativen der etablierten Betriebssystem-spezifischen Programme geworden. (U. Vollbracht/pkr)











