
Will Stephenson stellte den Datenverwaltungsdienst Akonadi vor, den er in möglichst viele Anwendungen integriert sehen möchte.
Im Metadaten-Track des Gran Canaria Desktop Summit beschäftigten sich die Entwickler heute unter anderem mit der zentralen Vorhaltung von Kontaktdaten, Mails und weiteren Nachrichtenformaten .
Der bei Novell angestellte PIM-Spezialist Will Stephenson stellte den Datenverwaltungsdienst Akonadi vor, der Kontakte, Mails, Instant-Messaging-Nachrichten und vieles mehr zentral vorhält. Er soll die individuellen Datenspeicher der einzelnen Anwendungen ablösen, der vor rund 10 Jahren für kleine lokalen, Datenmengen geplant worden sei, erklärte Stephenson. Mit Akonadi gäbe es einen Dienst, der eine einheitliche API bereitstellt, gut skaliert und sich leicht um neue Datentypen erweitern lässt.
Die großen Anwendungen KMail und KOrganizer werden gerade einem Refactoring unterzogen, um sie Akonadi-tauglich zu machen. Daneben seien der Feed-Reader Akregator, das Handheld-Tool KPilot sowie der Newsreader KNode in Arbeit, berichtete Stephenson. KAddressbook wird unter dem Codenamen KContactmanager neu implementiert. Will Stephenson lud alle Entwickler ein, für ihre Anwendungen Schnittstellen zu Akonadi zu schaffen.
Wie das in der Praxis vor sich geht, demonstrierte der österreichische KDE-Entwickler Kevin Krammer gleich im Anschluss: In rund 30 Minuten programmierte er, teilweise unter Mitwirkung des Publikums, eine einfache Akonadi-Resource für den Read-Only-Zugriff.



