Der Embedded-Spezialist Wind River veröffentlicht den Wind River Hypervisor als ein Ergebnis der Zusammenarbeit mit dem Chiphersteller Intel .
Als “tragende Säule” der Multicore-Software-Entwicklung bezeichnet Wind River den neuen Hochleistungs-Hypervisor Typ 1. Das kalifornische Unternehmen hatte die Arbeit an Mehrkernlösungen Anfang März zu einem Entwicklungsschwerpunkt gemacht, unterstützt vom Hardwarehersteller Intel. Der neue Wind River Hypervisor soll nun die Virtualisierung sowohl auf Single- wie auch auf Multicore-Prozessoren ermöglichen. Dabei arbeitet der Hypervisor mit den hauseigenen Betriebssystemen Wind River Linux und Vxworks, unterstützt aber nach Herstelleraussage auch weitere “handelsübliche” Betriebssysteme.
Videos, Online-Demos und ausführliche Hintergrundinformationen zum Wind River Hypervisor gibt es auf der Unternehmenswebseite.
Der Wind River Hypervisor soll Anwender dabei unterstützen, verschiedene Boards oder Prozessoren durch ein einziges Mainboard oder CPU zu ersetzen und dort mehrere Betriebsysteme laufen zu lassen. Wind River verspricht ein breites Einsatzspektrum mit geringerem Energieverbrauch und nennt explizit Flugzeug- und Automobilhersteller sowie Unterhaltungselektronik als Einsatzfelder.
Die Nähe zu den Autoherstellern hat Wind River spätestens bei der Cebit offenbart, als das Unternehmen gemeinsam mit BMW, Peugeot und Intel die Genivi Alliance gründete.
Speziell für den Einsatz in der Luftfahrt und Rüstung gab Wind River heute zudem die Verfügbarkeit von Vxworks MILS Platform 2.0 bekannt. Die Abkürzung MLS steht hierbei für Multilevel Secure Systems, spezielle Anforderungen an Betriebssysteme mit Echtzeitfunktionalität (RTOS) und den Standard EAL 6+, der in diesem Anwendungsbereich notwendig ist.
Die Zusammenarbeit mit Intel wird sich in naher Zukunft noch weiter intensivieren: Vor kurzem gab der Chiphersteller die Übernahme von Wind River bekannt, der Kauf für rund 900 Millionen US-Dollar soll noch im Sommer 2009 abgeschlossen werden.




