Aus Linux-Magazin 06/2009

In eigener DVD-Sache

Kioskkäufer und Abonnenten der DELUG-Ausgabe des Linux-Magazins aufgepasst: Mit dieser Ausgabe startet die Redaktion ein neues DVD-Konzept.

Inhalt
46 | Bash 4.0

Neue Funktionen sollen den Umstieg schmackhafter machen.

50 | Tooltipps

Im Kurztest: W2do, Diffstat, Dualserver, Getmail, Uni2ascii und
Toast.

52 | Talend Open Studio

Multiformat-Werkzeug erzeugt und verwaltet Skripte per Maus.

56 | Hirn-konforme Software

Drei kreativitätsfördernde Mindmap- Programme im
Vergleichstest.

60 | Quantum GIS

Mit der freien Software Quantum GIS 1.0 eigene Karten
generieren.

Das Linux-Magazin ist 1994 ist aus der DELUG (Deutsche Linux User Group) entstanden. Das heißt, aller Anfang war die DELUG und ihre Mitglieder erhielten als “Vereinszeitschrift” monatlich das Linux-Magazin und die gleichnamige Diskette (später CD, heute DVD). Auch heute noch fühlt sich der Verlag des Linux-Magazins dem ursprünglichen Community-Gedanken verpflichtet, sponsert Veranstaltungen und hilft lokalen LUGs [1].

Neben einem normalen Linux-Magazin und dem Abonnement ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit der erwähnten Monats-DVD, die bislang mal redaktionell zusammengestellte Softwaresammlungen, mal populäre Distributionen enthielt. Mit dieser Ausgabe stellt die Redaktion den Datenträger auf ein originäres Konzept um: Nach einer Art modularem System präsentiert die DVD Programme und Tools, die die jeweilige Linux-Magazin-Ausgabe getestet und besprochen hat. Dazu gibt es deutsch- und englischsprachige Videos – meist von Vorträgen – ganze Bücher oder Kapitel als PDF. Dazu kommt die neueste Version nicht im Heft besprochener Software, die die Redaktion als besonders empfehlenswert einschätzt – alles gebündelt unter einer neuen HTML-Oberfläche (Abbildung 1).

Am innovativsten jedoch ist wohl der Baustein des DVD-Konzepts, der mit Virtualisierung arbeitet: Soft-Appliances auf Basis von VMware. Alle Leser, die auf ihrem Linux-PC den VMware Player, VMware Workstation oder Server installiert haben, können diese Funktion nutzen. Den Player gibts unter [2] kostenfrei zum Download.

Die lokal installiert Virtualisierungssoftware bootet dann auf dem Datenträger befindliche Images virtuell. Anwenderseitig spielt die Art des Gastbetriebssystems keine Rolle. Auf diese Weise kann sich jeder schnell, ohne Installation und ohne Gefährdung des eigenen Betriebssystems einen unmittelbaren Eindruck von der redaktionell sorgfältig erzeugten und ausgewählten Software verschaffen.

VMware überlistet

Technisch gab es für die Redaktion eine kleine Herausforderung zu meistern: Bootende Gastbetriebssysteme wollen in ihr Dateisystem schreiben, was bei einem DVD-bedingt Read-only vorliegenden Gast-Image natürlich schiefgehen würde. Die Redaktion jedoch benutzt als Kniff die Snapshot-Funktion von VMware, die lediglich eine kleine Differenzdatei auf der lokalen Platte erfordert – die Details beschreibt die erwähnte HTML-Oberfläche. Die Redaktion freut sich über Feedback per Mail, ob der Mechanismus überall funktioniert.

Inhaltlich plant das Magazin Monat für Monat einen Mix anzubieten aus selbst angefertigten Soft-Appliances, beispielsweise mit Setups, die Redakteure bei ihren Softwaretests benutzt haben, und Images von Projekten oder Firmen. Vorteil: Jeder kann in Sekunden eine virtuelle Maschine selbst mit kompliziertestem Setup hochfahren, ohne selbst Software installieren und einrichten zu müssen. Das Ganze funktioniert auch parallel, beispielsweise um auf nur einer Maschine ein virtuelles Netzwerk mit Web-, Mailserver, Firewall und Client-Rechnern zu testen.

Infos
[1] Erläuterungen zum Begriff und Inhalt DELUG: [https://www.linux-magazin.de/heft-abo/delug/]

[2] VMware-Player: [http://www.vmware.com/download/player/download.html]

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