Aus Linux-Magazin 05/2009

Wem seine Daten lieb sind, der speichert mit Software von heute

Das gibts in dieser Kombination nur hier: Samba-Fileserver im Selbstbau, modernes, hochverfügbares Samba-Cluster, Test von Fibre-Channel-Arrays, FC-Tipps für Linux-Hosts, wann Raids statistisch ausfallen und die große Marktübersicht über Backuptools.

Inhalt

28 | Fileserver im Eigenbau

Workshop: So konfigurieren Sie einen Server für gemischte
Umgebungen.

36 | Samba-HA-Cluster

Mit geclusterten CIFS-Servern nehmen Samba und CTDB Microsoft
erstmals die Initiative aus der Hand.

46 | Massenspeicher

Vier mittelgroße Fibre-Channel-Arrays im Performance-Test mit
dem Iozone- I/O-Benchmark.

52 | Linux fit für Fibre Channel

FC-SANs setzen eine überlegte Konfiguration des Linux-Hosts
voraus.

54 | Datenverlust trotz Raid

Für große Festplatten sind neue Strategien gegen
Datenverlust gefragt.

58 | Neun Profi-Backup-Tools

Die Preise professioneller Backuplösungen verlangen eine kluge
Auswahl.

»df -h« sollte als Argument für die Relevanz dieses Magazin-Schwerpunkts eigentlich reichen. Wer das Kommando regelmäßig tippt, bekommt ein wenig von dem Sog zu spüren, den der explosionsartige Datenmengen-Zuwachs weltweit verursacht. Ob Admins und IT-Verantwortliche dagegenhalten wollen, ist nicht die Frage – sie müssen es einfach. Am besten geht das mit modernen Techniken und klugen Strategien. Für letztere gibt es kein Patentrezept, denn die Nebenbedingungen sind überall andere. Über Technik aber gibt es eine Menge zu sagen. Denn bei der beteiligten Hard- und Software gibt es ständige Neuerungen – sie nicht im Auge zu behalten, wäre sträflicher Leichtsinn.

Der Schwerpunkt startet gleich ganz praktisch mit einem Workshop. Der beschreibt Schritt für Schritt zwei Szenarien, wie jedermann aus einem Linux-Server von der Stange eine ebenso moderne wie rubuste Dateilagerstätte mit Samba, I-SCSI-Anbindung, Bonding, Benutzerauthentifizierung – auch per LDAP – und ACLs bauen kann.

Weiter gehts mit geclustertem Speicher: Zum Glück ist der nicht mehr ausschließlich durch Rechenzentren bezahlbar. Diese HA-Technik eignet sich genauso für kleinere Firmen, die bei IT-Ausfällen keine Millionen verlieren, sondern “nur” wenige tausend Euro. Solche HA-Cluster, oft mit dem freien Samba ausgerüstet, waren zum Beispiel auf der SNIA Storage Developer Conference [1] das heißeste Thema. Auch auf der kommenden Samba XP [2] finden ein ganztägiges Tutorial über geclustertes Samba statt und vier Vorträge.

Dicke Dinger

Vor Wochen schon ächtzten vier mittelgroße Fibre-Channel-Arrays im Testlabor des Linux-Magazins unter einer Iozone-Benchmark-Last. Genauso wichtig wie die Datendurchsatz-Messungen waren Jens-Christoph Brendel, dem Storage-Experten in der Magazin-Redaktion, die Management-Tools und die verfügbaren Betriebsmodi der schweren Kisten.

Wer ein Storage mit Fibre-Channel-Anschlüssen betreibt, braucht natürlich auch einen Anschlusspartner – aus HA-Gründen sogar meist zwei. Wie man einen Linux-Host FC-fähig macht und was bei den Revisionsständen von Treibern und Firmware auf sich hat, erklärt der sich anschließende Praxisartikel.

Wenn Festplatten ausfallen, ist das nicht nur eine Frage der Produktqualität, sondern überraschenderweise auch der Statistik. Der Artikel ab Seite 54 beweist mathematisch, unter welchen Bedingungen auch Raid-Verbünde Daten verlieren. Dass dem Server Daten abhanden kommen, darf den Admin nicht kalt lassen. Die Lösung ist nicht neu: Regelmäßige Backups. Der letzte Artikel bringt eine Marktübersicht der wichtigen Programme dieser zu Unrecht oft abschätzig betrachteten Gattung.

Infos

[1] Vortragsunterlagen der SNIA Storage Developer Conference: [http://www.snia.org/events/storage-developer2008/presentations]

[2] Samba XP Konferenz am 20.-24. April in Göttingen: [http://www.sambaxp.org]

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